Mehr als 30 Babys gestorben: Fisher Price ruft Babywiege zurück

Der US-Spielwarenhersteller Mattel ruft den "Rock 'n Play Sleeper" seiner Marke Fisher-Price zurück. Mehr als 30 Babys sollen in den letzten zehn Jahren deswegen umgekommen sein. Der Konzern reagiert damit auf Beschwerden seitens von Verbraucherschützern, Ärzten und Opferfamilien. 

Mindestens 32 Babys sollen in den letzten zehn Jahren umgekommen sein: Der US-Spielwarenhersteller Mattel ruft 4,7 Millionen Babywiegen mit dem Namen "Rock 'n Play Sleeper" seiner Marke Fisher-Price zurück. Zuvor hatte die US-Verbraucherschutzkommission CPSC eine Produktwarnung herausgegeben und den Druck auf Mattel erhöht. 

In letzter Zeit hatten sich Berichte gehäuft, in denen Säuglinge in der Wiege tödlich verunglückt sind. Sie hatten sich selbstständig vom Rücken auf den Bauch gedreht und waren nicht mit den entsprechenden Sicherheitsgurten angeschnallt.

Nach Stimmen von Ärzten, Opferfamilien und Anwälten im ganzen Land gab die CPSC eine Warnung heraus und forderte Verbraucher auf, die Wiege nicht mehr zu nutzen, wenn ein Baby älter als drei Monate ist oder sich bereits selbst drehen kann. Im besten Fall sollten sie den „Sleeper“ ab sofort nicht mehr benutzen und Fisher-Price wegen einer Rückerstattung kontaktieren, teilte die Behörde in ihrer Warnung mit.

Die Wiege besteht aus einer stoffbezogenen Schale, die auf einem Gestänge mit Schaukelfunktion montiert ist und lässt sich über verschiedene Anbieter auch nach Deutschland importieren. 

Auch die Amerikanische Akademie der Kinderärzte (AAP) hatte Anfang April den Rückruf der Babywiegen gefordert. Laut Spiegel Online bezeichnete dessen Präsident, Kyle Yasuda, das Möbel als „tödlich“. Fisher-Price selbst hält sein Produkt jedoch für sicher. Demnach seien laut Angaben des Herstellers die Wippen entgegen der Sicherheitswarnungen- und anweisungen gebraucht worden. Es handele sich lediglich um einen freiwilligen Rückruf, nachdem die Warnung des CPSC ausgesprochen wurde. 

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