Schluss mit "Baby-Kino"! Nicht-medizinischer Ultraschall ab 2021 verboten

Um ungeborene Kinder vor unnötiger Strahlenbelastung zu schützen, werden die Möglichkeiten, einen Wunsch-Ultraschall zu bekommen, ab 2021 drastisch eingeschränkt. 

Es ist einer der schönsten Momente für werdende Eltern während einer Schwangerschaft, wenn sie ihr Baby dank Ultraschall schon vor der Geburt sehen können. Verständlich, dass viele Eltern zusätzlich zu den medizinisch notwendigen Untersuchungen auch Angebote für einen "Wunsch-Ultraschall" gerne nutzen. Stichwort: "Baby-Kino" oder "Baby-TV". Derartige Möglichkeiten zum Betrachten des Babys per Ultraschall sollen bald allerdings deutlich eingeschränkt werden, berichtet "MDR AKTUELL".

Denn, so das offizielle Statement des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit: "Nach der am 31. Dezember 2018 in Kraft getretenen Modernisierung des Strahlenschutzrechtes durch die 'Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen' sind Untersuchungen, die nicht der Diagnostik dienen, also nicht durchgeführt werden, um medizinische Fragestellungen zu beantworten, künftig verboten."

Ultraschall nur, wenn es medizinisch notwendig ist

Im Klartext: Wenn der Arzt den 3D-Ultraschall als notwendig für die Diagnostik ansieht, ist dieser weiterhin erlaubt. Soll die Untersuchung allerdings nur dazu dienen, den werdenden Eltern ein noch eindrucksvolleres Erinnerungsfoto oder gar ein Filmchen ihres Babys zu bescheren, darf der Arzt das nicht mehr machen.

Das Ministerium verdeutlicht: "Selbstverständlich sind Ultraschalluntersuchungen im Rahmen der regulären Schwangerschaftsvorsorge zu medizinischen Zwecken weiterhin zulässig. Eine Anwendung von bildgebendem Ultraschall zu nichtmedizinischen Zwecken am Fötus ist ab dem 31. Dezember 2020 aber nicht mehr zulässig."

Wie gefährlich ist 3D-Ultraschall für Babys?

Angesichts der Neu-Regelung fragen sich nun viele Eltern, wie gefährlich 3D-Ultraschall für Babys tatsächlich ist. Das Ministerium erläutert gegenüber "MDR AKTUELL":

"Dabei werden Ultraschallgeräte mit verbesserter Bildgebung eingesetzt, welche mit einer höheren Ultraschallleistung arbeiten. Dies ist mit einem potenziellen Risiko für das ungeborene Kind verbunden. Im Gegensatz zur Ultraschallanwendung zur vorgeburtlichen Diagnostik, bei der ein Arzt im Einzelfall den Nutzen gegenüber dem Risiko abwägt, findet eine solche Betrachtung hier nicht statt."

Zu der Frage, wie gefährlich 3D-Ultraschall für Babys ist, äußern sich aktuell auch weitere Experten in diesem Beitrag des "MDR": "Wie gefährlich ist 3D-Ultraschall für Babys wirklich?"

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mh
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