Ted musste sterben, weil seine Eltern einen weit verbreiteten IKEA-Fehler machten

Schreckliche Tragödie in Amerika: Der 22 Monate alte Ted sollte ein Nickerchen machen - als seine Eltern wieder nach ihm sahen, war er tot. Und alles nur, weil sie einen Fehler gemacht haben, der uns allen passiert!

Als seine Eltern im Kinderzimmer nach Ted sahen, mussten sie entsetzt feststellen, dass der Kleine von einer "Malm"-Kommode erschlagen worden ist: Das Möbelstück hatte das Kleinkind regelrecht erschlagen. Dieser schlimme Fall ist mittlerweile der dritte Todesfall in Amerika innerhalb weniger Monate.

Passieren konnte er nur, weil sich die Eltern von Ted offenbar nicht an die Aufbauanleitung gehalten haben. Denn: "Malm"-Kommoden und alle Regale, die Ikea verkauft, müssen mit einer speziellen Wandvefestigung zusätzlich gegen Kippen gesichert werden. Das Problem ist: Viele Kunden machen das nicht! Sie bauen ihre Regale und Kommoden auf, stellen sie an die Wand - fertig.

Wenn nun allerdings ein Kleinkind die Schubladen öffnet, oder - noch schlimmer - an der Kommode oder den Regalböden hochklettert, kann das Möbelstück schnell umkippen! Das gilt übrigens nicht nur für Ikea-Möbel, sondern für jede Art von Möbelstücken, die ihren Schwerpunkt weiter vorne oder oben haben können.

Ikea selber warnt in den entsprechenden Aufbauanleitungen immer vor der Gefahr und weist darauf hin, dass die Möbelstücke an der Wand befestigt werden müssen.

So ist die Warnung in den IKEA-Bedienungsanleitungen formuliert

In der Aufbauanleitung steht:

ACHTUNG Wenn Möbelstücke umkippen, können ernste oder lebengefährliche Verletzungen durch Einklemmen die Folge sein. Um zu verhindern, dass das Möbelstück umkippt, muss es fest an der Wand verankert werden. Beschläge für die Wandbefestigung sind nicht beigepackt, da sie von der jeweiligen Wandbeschaffenheit abhängig sind. Befestigungsbeschläge benutzen, die für die heimischen Wände geeignet sind. Bei diesbezüglichen Fragen den örtlichen Fachhandel zu Rate ziehen.

Sicherheits-Kampagne bereits 2015

Nachdem in den USA bereits letztes Jahr zwei Kinder von umstürzenden Ikea-Möbeln erschlagen worden sind, hatte der Möbel-Riese im vergangenen Jahr bereits eine große Sicherheits- und Aufklärungs-Kampagne gestartet. 27 Millionen Kunden bekamen ein kostenloses Wand-Befestigungs-Set angeboten. Die Eltern des kleinen Ted hatte die Kampagne offenbar nicht erreicht - sie wollen nun klagen, weil sie nicht deutlicher vor der tödlichen Gefahr gewarnt worden sind.

Update Juni 2016: Ikea startet Mega-Rückruf

Mit den kostenlosen Befesigungs-Sets war es nicht getan: Wenige Monate später hat Ikea wiederum reagiert und alle betroffenen Malm-Kommoden zurückgerufen. 36 Millionen Möbelstücke in den USA und Kanada sind betroffen und sollen von Kunden zurückgegeben werden.


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