Hirnforschung: Diese Schulfächer sind am wichtigsten

Warum Musik, Sport und Kunst unseren Kindern so guttun.

Klar, Schreiben und Rechnen lernen muss sein. Aber die Forschung zeigt, dass Schulen mindestens so viel Wert auf Fächer wie Musik, Sport und Kunst legen sollten. Denn diese sorgen dafür, dass Kinder auch in Hauptfächern bessere Leistungen bringen – und sie fördern viele andere wichtige Kompetenzen.

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Musik-Unterricht: Der Extra-Boost fürs Gehirn

Musik machen bringt Spaß und entspannt. Soweit, so bekannt. Aber dass Musik auch auf Leistungen in anderen Fächern wirkt wie Dünger im Gemüsefeld, zeigt dieses Beispiel aus Großbritannien:

Die Feversham-Grundschule in Bradford galt lange als Brennpunktschule, die bei Leistungstests immer unterm Durchschnitt lag. Doch dann hat der Direktor vor sieben Jahren den Stundenplan umgekrempelt – und allen Kindern eine Extra-Portion Musik verordnet. Bis zu sechs Stunden in der Woche wird dort nun gesungen oder an Instrumenten geübt.

Das Ergebnis ist erstaunlich: Heute gehört die Grundschule zu den besten des Landes, was die Fortschritte beim Lesen, Schreiben und Rechnen betrifft. 74 Prozent der Schüler erreichen hier den erwarteten Leistungs-Standard in der Altersgruppe – im landesweiten Durchschnitt sind es nur 53 Prozent. Im Guardian  schwärmt der Direktor, wie sehr das Musizieren den Kindern helfe, sich zu konzentrieren, Vokabeln zu lernen und soziale Kompetenzen wie Teamwork und Ausdauer zu lernen. Ein Vorbild auch für unsere Schulen? Wir finden schon!

Kunst-Unterricht: Das eigene Projekt gestalten

Im Zuge von Pisa-Panik und Verschlankung der Stundenpläne sind kleine Fächer wie Kunst die ersten, die hinten runterfallen. "Das Bisschen Malen ist doch unwichtig für die spätere Karriere" – dieser Meinung sind offenbar viele Menschen. Doch stimmt das?

Die Bildungsforschung sagt: nein. "Es fehlt an einer allgemeinen Verständigung, was das Besondere an ästhetischer Bildung ist, nämlich ein anderer Zugang zu kognitiver Arbeit", sagt Bildungsforscher Wolfgang Edelstein vom Max-Planck-Institut.

Das heißt: Kunstunterricht ist sogar sehr wertvoll für Kinder – und nicht nur, weil es sie entspannt. Zum einen sind Zeichnen, Werken und Gestalten toll für die körperliche Koordination und motorische Fähigkeiten. Zum anderen stärkt das künstlerische Arbeiten auch andere wichtige Kompetenzen: eigene Entscheidungen fällen, einen Plan machen und eigene, kreative Lösungen finden. Also lauter Talente, die uns später im Leben immer wieder weiterhelfen. Nicht nur im Job!

Sport-Unterricht: Mit Ausdauer zum Ziel

Sport ist wichtig für Kinder, das wissen wir alle. Aber meistens denken wir da an die körperlichen Vorteile: sich auszutoben, fit werden, Koordination trainieren etc.. Interessant sind aber auch emotionale und psychologische Effekte, die Sport auf Kinder hat. Körperliche Aktivität trainiert nämlich auch die Willensstärke, das Urteilsvermögen und die Fähigkeit, sich Ziele zu setzen und sie zu erreichen. Und im Schulsport wird natürlich auch die Fähigkeit gelernt, im Team zu arbeiten. Also, ab aufs Spielfeld mit den Kleinen!  

 

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