Alkohol in der Schwangerschaft: Mutter vor Gericht

Weil eine Mutter täglich Alkohol in der Schwangerschaft getrunken hat, musste sie sich vor Gericht verantworten. Doch hat sie sich wirklich strafbar gemacht?

Alkohol, Schwangerschaft
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Was ist passiert?

In England ist eine Frau offiziell dafür vor Gericht gestellt worden, dass sie in ihrer Schwangerschaft regelmäßig Alkohol getrunken hat. Die Folge des Konsums war, dass ihr Kind mit schweren Behinderungen zur Welt kam. Nun sollte das Gesetz klären, ob sie sich einer Straftat schuldig gemacht hat.

Wie viel hat die Frau denn getrunken?

Genaue Angaben gibt es nicht, die Frau hat jetzt auch nicht mitgezählt. Aber fest steht: Sie hat die Schwangerschaft über täglich Alkohol getrunken, und zwar Starkbier und Wodka.

Hatte sie vielleicht keine Ahnung, was das für Folgen hat?

Doch, anscheinend wusste sie schon, dass es für ihr ungeborenes Kind sehr schädlich ist - aber sie hat es trotzdem in Kauf genommen. Es ist leider bei Alkoholikern keine Seltenheit, dass sie sich selbst durch große Gefahr für sich selbst oder andere nicht von ihrer Sucht befreien können.

Und wie geht es ihrem Baby?

Das Kind kam mit schweren Behinderungen zur Welt und ist umgehend in die Obhut des Staates übergeben worden. Alles an diesen Umständen ist unfassbar traurig - deshalb wollte die Gemeinde wenigstens einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass sich so ein Schicksal nicht wiederholt: Sie zeigte die Frau an.

Verständlich, dass viele diese Mutter bestrafen wollen - aber ihrem Kind hilft es auch nicht, wenn sie im Gefängnis sitzt.

Darum geht es auch gar nicht - vielmehr sollte endlich geklärt werden, ob eine Mutter, die in der Schwangerschaft viel Alkohol trinkt, sich vor dem Gesetz strafbar gemacht hat. Die Hoffnung war, dass es vielleicht doch wenigstens die eine oder andere Schwangere vor übermäßigem Alkoholkonsum abschrecken könnte.

Und was hat das Gericht gesagt?

Freispruch. Die Richter gaben an, dass es natürlich furchtbar ist, wenn eine Mutter trotz besseren Wissens weiter Alkohol trinkt und in Kauf nimmt, dass ihr Baby schwere Geburtsschäden davontragen wird. Aber: Ein Gesetz hat die Frau damit nicht gebrochen, zumindest kein bestehendes. 

Und wie ist die Lage in Deutschland?

Auch in Deutschland kann keine Mutter strafrechtlich dafür belangt werden, in der Schwangerschaft Alkohol zu trinken. Letztlich ist da jede Mutter selbst in der Verantwortung, ihrem Kind vor der Geburt keinen Schaden zuzufügen.

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Alkohol in der Schwangerschaft: Mutter steht vor Gericht

Weil eine Mutter täglich Alkohol in der Schwangerschaft getrunken hat, musste sie sich vor Gericht verantworten. Doch hat sie sich wirklich strafbar gemacht?

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