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Schwangerschaftsübelkeit: Ursachen und Tipps

Schwangerschaftsübelkeit: Schwangere Frau hält sich die Hand vor den Mund
© Dean Drobot / Shutterstock
Übelkeit während der Schwangerschaft ist für viele Frauen ein Thema! Erfahre hier, woher die Schwangerschaftsübelkeit kommt und was du dagegen tun kannst!  

Ursachen der Übelkeit

Sobald du schwanger bist, verändert sich dein Hormonhaushalt und dein Blutzuckerspiegel. Gerade das Schwangerschaftshormon hCG, das während der frühen Schwangerschaft von der Plazenta gebildet wird, und der Anstieg des Geschlechtshormons Östrogen machen sich hier bemerkbar. Dazu kann auch noch dein Geruchsempfinden sensibler reagieren. Diese Umstände zusammengenommen, führen nicht selten dazu, dass Frauen während der Schwangerschaft übel wird. Die Übelkeit geht dabei häufig mit Erbrechen einher. Und viele Schwangere kennen vor allem die Morgenübelkeit nur zu gut! Die morgendliche Übelkeit entsteht durch einen leeren Magen und niedrigen Blutzuckerspiegel, der zusammen mit den schwankenden Hormonen für Unwohlsein und Übelkeit sorgt.

Wie lange dauert die Schwangerschaftsübelkeit

Die Übelkeit in der Schwangerschaft startet meist in der fünften Schwangerschaftswoche und legt sich oft mit Ende des ersten Trimesters (12. SSW). Danach klingt die Schwangerschaftsübelkeit normalerweise ab. Sollte sie dennoch weiter anhalten, konsultiere einen Arzt! Es kann auch vorkommen, dass sich das Unwohlsein bis zur Geburt hinzieht.

Ist die Übelkeit gefährlich für das Baby?

Auch wenn manche Frauen unter starker Übelkeit während der Schwangerschaft leiden und wenig Essen zu sich nehmen können beziehungsweise im Magen behalten, so ist das Baby dadurch nicht gefährdet. Der Körper zapft in dieser Zeit seine Nährstoffreserven an und versorgt damit das Kind. Auch ein verkrampfter Bauch während des Erbrechens schadet dem Baby nicht, da es durch das umliegende Fruchtwasser geschützt ist. Sollte aber gar keine Nahrung oder Flüssigkeit mehr drinnen behalten werden können, wende dich an einen Arzt oder deine Hebamme: In diesem Fall kann eine Hyperemesis Gravidarum vorliegen – ein unstillbares Schwangerschaftserbrechen, das behandelt werden muss, da andernfalls die Gefahr der Dehydrierung besteht.

Tipps gegen Schwangerschaftsübelkeit

Da jeder Körper individuell auf die Schwangerschaft reagiert, hilft auch jeder Frau etwas anderes gegen ihre Übelkeit. Probiere verschiedene Sachen aus und achte genau darauf, was dir guttut:

  • Ingwertee ist ein bewährtes Mittel gegen Übelkeit. Trinke also hin und wieder den Tee oder esse kandierten Ingwer.
  • Generell solltest du sehr viel Flüssigkeit zu dir nehmen, wenn du unter Erbrechen leidest. Kräutertee (z. B. Kamillentee), Säfte oder Wasser sind hier eine gute Wahl. 
  • Auch wenn er nicht besonders schmackhaft ist, aber Zwieback hat sich bei Übelkeit bewährt! Du kannst es auch mit zuckerarmen Keksen oder Brioche versuchen.
  • Esse lieber kleine Mahlzeiten und dafür häufiger.
  • Getrocknete Früchte und Nüsse können bei auftretender Übelkeit gegessen werden. Langsames und gründliches Kauen kann hierbei helfen, die Übelkeit zu vertreiben.
  • Was du jetzt brauchst, sind Ruhe, Schlaf und Entspannung. Auch viel Bewegung und frische Luft können helfen, die Übelkeit zu überwinden.
  • Manchmal kann es helfen, wenn du bereits morgens im Bett etwas Kleines zu dir nimmst, wie zum Beispiel Knäckebrot oder Kekse. Gönne dir danach noch eine halbe Stunde Ruhe und stehe dann erst auf. 
  • Viele Schwangere mit starker Übelkeit reagieren noch empfindlicher auf sehr süße oder fettige Speisen. Auch stark gewürztes Essen ist erst mal nicht zu empfehlen. Außerdem solltest du Koffein und Kohlensäure meiden!
  • Notiere deine Speisen und Lebensmittel, die du zu dir nimmst und wie du darauf reagierst. So kannst du herausfinden, auf welche Lebensmittel du mit Übelkeit reagierst.
  • Der Duft von Zitrusfrüchten entspannt und soll vielen Schwangeren helfen, die Übelkeit. abzumildern. Ein paar Tropfen Zitronenöl oder eine halbe Zitrone sind hier ein gutes Mittel
  • Auch Akupunktur und Akupressur können wertvolle Praktiken sein, um der Schwangerschaftsübelkeit entgegenzuwirken. Wende dich diesbezüglich an deinen Arzt, Hebamme oder Heilpraktiker.
  • Zieh deine Hebamme zurate, sie kennt sich mit Schwangerschaftsübelkeit aus und weiß Rat. Bei sehr starker anhaltender Übelkeit kann der Arzt auch bestimmte Medikamente verschreiben. Generell sollte dies aber nur in Erwägung gezogen werden, wenn es unbedingt notwendig ist. 

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