Senkwehen: So erkennst du sie!

Ein eindeutiges Zeichen dafür, dass sich deine Schwangerschaft dem Ende neigt, sind Senkwehen. Woran du sie erkennst und wie sie sich von Übungswehen oder den echten Wehen unterscheiden, liest du hier.

Deine Schwangerschaft nähert sich dem Ende, bald hast du es geschafft und hältst endlich dein Baby in den Armen. Doch bis es soweit ist, bereitet sich dein Körper fleißig auf die Geburt vor – allen voran deine Gebärmutter. Der Muskel zieht sich immer wieder zusammen und trainiert schon während der gesamten Schwangerschaft, was du  möglicherweise als leichte Kontraktionen spürst. Ist dein Baby bereit für die Geburt, werden aus ihnen schließlich die echten Geburtswehen. Zuvor wirst du vermutlich ab etwa der 25. Schwangerschaftswoche (25. SSW) immer wieder einen harten Bauch bemerken. Das sind die sogenannten Übungswehen, die schließlich in den letzten Wochen in Senkwehen übergehen. 

Was sind Senkwehen überhaupt? 

Etwa um die 36. SSW wirst du vermehrt Senkwehen spüren. 

So fühlen sich Senkwehen an:

  • sie dauern etwa 30 Sekunden bis eine Minute 
  • sie treten über mehrere Stunden immer wieder unregelmäßig auf
  • die Abstände zwischen Senkwehen sind relativ lang und dauern 15 Minuten oder länger
  • machen sich durch Ziehen im Rücken oder Unterleib (ähnlich wie Menstruationsschmerzen) bis hinein in die Oberschenkel bemerkbar
  • ihre Intensität ist von Frau zu Frau unterschiedlich – manche spüren sie gar nicht, andere müssen die Senkwehen veratmen

Was bewirken Senkwehen?

Durch die Kontraktionen rutscht das Baby tiefer ins Becken und nimmt seine Geburtsposition ein. Positiver Nebeneffekt: Du bekommst wieder besser Luft, da das Baby nicht mehr so sehr auf die Lunge drückt. Auch das Sodbrennen sollte jetzt weniger werden. Außerdem bewegt sich der Gebärmutterhals von der Kreuzbeinhöhle nach vorne in Richtung Schambein. Diese Veränderungen verursachen bei manchen Frauen Beschwerden und Schmerzen. So erzeugt der Druck des Köpfchens Reibung an den Beckenknochen, den Bändern und Knorpelverbindungen im Becken. Auch die Bewegung des Muttermunds kann als Stechen in der Vagina zu spüren sein. Mit Wärme und einer sanften Massage können die Schmerzen gelindert werden.

Im Gegensatz zu den vorhergehenden Übungswehen, die du meist kaum spürst, können Senkwehen also nicht nur schmerzhaft sein, sondern auch schon Auswirkungen auf den Muttermund und Gebärmutterhals haben. Der kann sich nämlich schon langsam öffnen bzw. verstreichen. Deshalb solltest du spätestens jetzt auch deine Kliniktasche packen und die letzten Sachen für die Baby-Erstausstattung einkaufen, falls noch etwas fehlt.

Worin unterscheiden sich Senkwehen von echten Geburtswehen?

Manche Frauen verwechseln die frühen Senkwehen mit Geburtswehen, vor allem dann wenn der Termin schon fast vor der Tür steht. Wenn du dir nicht sicher bist, ob es wirklich losgeht, ruf am besten erst einmal im Krankenhaus oder bei deiner Hebamme an. Dass du die Wehen nicht sofort einordnen kannst, ist vollkommen normal, schließlich bekommt man nicht jeden Tag ein Baby.
Du kannst auch einen einfachen Test anwenden: Nimm einfach ein warmes Entspannungsbad:

  • Werden die Wehen dadurch stärker sind es wahrscheinlich echte Geburtswehen.
  • Verschwinden sie wieder, sind es Senkwehen

Auch wenn die Wehen mit der Zeit in ihrer Intensität steigen, die Abstände immer kürzer und regelmäßiger werden und die Schmerzen zunehmen, sind das vermutlich Geburtswehen. 

Senkwehen: Dann solltest du besser zum Arzt gehen

Übungs- und Senkwehen sind in den letzten Wochen vor der Entbindung normal. Allerdings sollten sie zwischendurch immer mal wieder verschwinden. Ist das nicht der Fall und halten sie über einen längeren Zeitraum an, solltest du zur Sicherheit mit deiner Hebamme oder deiner Ärztin sprechen. Übrigens auch immer dann, wenn du ein ungutes Gefühl hast!

Willst du dich mit anderen werdenden Mamis über deine Schwangerschaft und die bevorstehende Geburt austauschen? Dann schau doch mal in unserer BRIGITTE Community vorbei.

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