Studien zeigen: 6 Erziehungs-Maßnahmen, mit denen ihr Super-Kinder bekommt

Diese bahnbrechenden Studien helfen uns Eltern, Kinder besser zu erziehen. Und: Was der Windelinhalt mit Intelligenz zu tun hat.

Wenn unsere Kinder sich anders verhalten, als wir es uns vorstellen, kann das natürlich Temperament, Charakter oder auch einfach ein Trotzanfall sein. Oder?

Forscher haben in Sachen Kindererziehung jedenfalls jetzt bewiesen, was wir teilweise auch schon geahnt haben: Vieles liegt am Verhalten und der Erziehung der Eltern. Oder einfach am Windelinhalt. Auf huffingtonpost.de sind die entscheidenden und teilweise bahnbrechenden Studien dazu zusammengetragen. Die wichtigsten Erkenntnisse sind:

Wenn Eltern häufig am Smartphone hängen, neigen Kinder öfter zu Wutanfällen

Brandon McDaniel, Professor für Familienleistungen und Jenny Radesky, Ärztin und Professorin für Pädiatrie (Universität Michigan), gelingt es, vermeintlich schlechtes Verhalten von Kindern auf Smartphone-Nutzung der Eltern zurückzuführen. Demnach neigen Kinder, deren Eltern beim Zusammensein ständig vom Checken der Mails, dem Tippen von Nachrichten und der Nutzung von Social Media abgelenkt werden, stärker zu Wutanfällen, Überempfindlichkeit, Hyperaktivität und Quengeln.

Über 200 Familien wurden dazu beobachtet. Die Kinder versuchen, mit den Smartphones der Eltern um Aufmerksamkeit zu buhlen. Deshalb sollte das Smartphone beim Zeitverbringen mit den Kindern in einen anderen Raum verbannt oder ausgeschaltet werden. Die Langzeitwirkung von echter Aufmerksamkeit zahlt sich am Ende mehr aus als der schnelle Erfolg bei der Smartphonenutzung.

Kinder müssen auch mal scheitern

Eltern sollten nicht sofort einspringen, um Kindern bei allem womöglich nicht zu Schaffenden zu helfen. Und sie auch nicht ablenken, wenn sie sich über Versäumnisse und Fehler ärgern! Denn die Erfahrung des Scheiterns ist sehr wichtig für sie, beweisen Noelle Nelson, Selin Malkoc und Baba Shiv von der Ohio State University. Und deshalb müssen sie sich damit auch auseinandersetzen.

Denn nur dann werden sie diese Fehler weniger wiederholen und das Erfahren von negativen Gefühlen hilft ihnen auf ihrem Lebensweg. Deshalb raten die Experten mit gutem Beispiel voran zu gehen und auch eigene Enttäuschungen offen zu zeigen. Natürlich sollten Eltern auch das dann vorbildlich betreiben! Nicht schreien, schimpfen oder fluchen, bitte.

Gewalt in der Kindheit macht gewalttätige Partner 

Dass geschlagene Kinder auch aggressive Erwachsene werden, war schon öfter trauriges Ergebnis vieler Studien. Jeffrey Temple, Professor für Frauen- und Kinderleistungen, University of Texas, und seine Kollegen können außerdem darlegen, dass eine gewaltfreie Erziehung von Kindern auch später für weniger Gewalt zwischen Liebespartnern sorgt.

Weniger Koliken bei Neugeborenen durch Hilfe vom Partner

Mehr als 3000 Familien haben mitgemacht und es ist tatsächlich wahr! Wenn der Partner nach der Geburt des Babys die Mutter mehr unterstützt, hat das Baby weniger Kolik-Symptome. Chandran Paul Alexander, Professor für Pädiatrie an der Penn State, hat das zusammen mit Kollegen bewiesen. Babys aus solchen gleichberechtigten Partnerschaften entwickeln sich viel gesünder. Und noch ein spannender Nebeneffekt: Happy wife, happy life!

Toleranz ist lernbar

Wenn Kinder lernen, dass nicht alle Menschen äußerlich gleich sind und das auch nicht sein müssen, würden sie später weniger "über Menschengruppen generalisieren" und damit weniger rassistisch sein. Das sagt zumindest Gail Heyman, Psychologieprofessor am University College San Diego.

In einer Studie mit mehr als 100 chinesischen Kindern beweist er mit seinem Forscherteam, dass rassistische Vorurteile abgebaut werden können, wenn fünfjährigen Kindern beigebracht wird, die Gesichter afroamerikanischer Menschen zu unterscheiden. Das kann sie angeblich vor späterer Intoleranz bewahren.

Der Windelinhalt ist ein IQ-Testergebnis

Eine einfältige Darmflora bedeutet laut neuster Studien auch intelligentere Kinder. Das haben Forscher rund um Rebecca Knickmeyer, Assistenzprofessorin für Psychiatrie an der University of North Carolina, herausgefunden. Angeblich können spätere kognitive Entwicklungen anhand von mikrobiellen Gemeinschaften in den Ausscheidungen vorhergesagt werden. Aha. Mehr Respekt vorm Windelinhalt also!
 

Und mehr Respekt vor der Würde der Kinder, ganz viel Liebe und so viel wertvolle Zeit wie möglich zusammen verbringen. Das sollten wir auch ohne Studien wissen.

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Vater hat Tochter auf Schultern und beide tragen Superheldenkostüme
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