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Kinder vegetarisch ernähren Stiftung Kindergesundheit empfiehlt fleischlose Ernährung

Kinder vegetarisch ernähren: Kind mit Gemüse
© Maria Sbytova / Shutterstock
Sollte ich mein Kind vegetarisch ernähren? Die Stiftung Kindergesundheit hat hier nun eine Empfehlung ausgesprochen – und zwar für die fleischlose Ernährung. 

Vegetarisch, vegan, omnivor, low carb, paleo oder doch frutarisch? Der Ernährung wird heutzutage eine stets wachsende Bedeutung zugeschrieben – und zwar nicht nur die der Erwachsenen, sondern auch der Kinder. Wer eine Familie gründet, überlegt sich nicht nur, wie es erzogen wird, sondern auch was es dabei essen soll.

Kinder können von vegetarischer Ernährung profitieren

Die Anzahl der Vegetarier*innen steigt in Deutschland seit einigen Jahren stetig an, ebenso die der Menschen, die beschließen, sich völlig vegan zu ernähren. Was für Erwachsene völlig normal ist, gilt für Kinder jedoch noch immer als hoch umstritten. Nun hat die Stiftung Kindergesundheit erstmals eine klare Empfehlung ausgesprochen – und die besagt eine fleischlose Ernährung.

Dabei geht es konkret um die sogenannte lakto-ovo-vegetarische Kost, von der auch Kinder profitieren können. Im Mittelpunkt der Ernährungsform steht der Verzicht auf Fisch und Fleisch, während Milch und Eier weiterhin auf dem Speiseplan stehen. 

Wer sich vegetarisch ernährt, halte sich laut Stiftung Kindergesundheit automatisch an die Empfehlungen der modernen Ernährungswissenschaft: Man nehme weniger tierische Eiweiße, Cholesterin und gesättigte Fettsäuren zu sich, dafür sei die Kost leichter, ballaststoff- und antioxidantienreicher. Damit könnte die fleischlose Ernährung Kinder sogar vor späteren Erkrankungen wie Übergewicht, Herzinfarkt und Diabetes schützen.  

Wie immer gilt jedoch: Die Ernährung sollte ausgewogen sein. Darauf weist auch Ber­thold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit auf aerzteblatt.de hin. Wer seine Kinder vegetarisch aufzieht, sollte dabei immer darauf achten, dass keine Mangelerscheinungen entstünden. Generell sei das Risiko eines Nährstoffmangels zwar höher, je mehr Produkte vom Speiseplan gestrichen und je früher die Ernährungsformen durchgesetzt würden. Bei besagter lakto-ovo-vegetarischer Kost gebe es jedoch keine Gefahr eines Mangels, sofern das Kind denn ausgewogen esse.

"Kinder, die nach diesen Prinzipien ernährt werden, haben hinsichtlich ihres Wachstums und ihrer Ent­wicklung keine Beeinträchtigungen zu befürchten“, gibt Koletzko schlussendlich Entwarnung. Wer sein Kind nicht nur vegetarisch, sondern sogar vegan ernähren möchte, sollte hingegen sicherheitshalber eine medizinische Beratung in Anspruch nehmen – dann könnte möglichen Gefahren frühzeitig vorgebeugt werden.

verwendete Quellen: aerzteblatt.de, Stiftung Kindergesundheit


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