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Studie zeigt Kinder kriegen macht erst ab 34 glücklich

In welchem Alter sollte man Kinder kriegen: Mutter mit Baby
© LightField Studios / Shutterstock
Was ist eigentlich das richtige Alter, um eine Familie zu gründen? Eine Studie liefert zumindest Hinweise auf diese Frage.

Die Deutschen werden immer später Eltern – das ist keine neue Erkenntnis. Karriere, späte Heirat, finanzielle Absicherung ....es gibt diverse Faktoren, die dafür sorgen, dass viele Paare ihren Kinderwunsch weit in die Dreißiger schieben.

Rein körperlich betrachtet ist das suboptimal – eine Frau Anfang 20 ist eben deutlich fitter als eine angehende Mama Ende 30. Gynäkologen warnen deshalb davor, mit der Familienplanung zu lange zu warten. Immerhin nimmt die Fruchtbarkeit auch mit dem Alter ab. Eine Studie zeigt aber, dass es auch einen Vorteil gibt, später Kinder zu bekommen. Man ist glücklicher! 

Wer behauptet denn sowas? 

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock. Die haben nämlich rund 7000 Menschen befragt und festgestellt, dass die Zufriedenheit bei Frauen ab 34 vor und im ersten Jahr nach der Geburt deutlich mehr zunimmt als die von Frauen Anfang 20. Ja, mehr noch – die Jüngeren sind sogar in der Schwangerschaft unzufriedener – und auch nach der Geburt sind sie nicht zufriedener als vor der Schwangerschaft. Wie das mit der Altersgruppe dazwischen aussieht? Ganz ähnlich, nur nicht ganz so ausgeprägt. Ergo: Spätes Mamaglück, maximale Happyness!

Echt jetzt – soll ich dann lieber noch warten?

Wie immer sind Studien interessant, aber keine Lebensanleitung. Wer sich bereit für ein Kind fühlt, der sollte es zu jedem auserwählten Zeitpunkt bekommen. Manche Frauen verspüren schon in der Jugend einen ausgeprägten Kinderwunsch, andere erst mit Anfang 40. In jedem Fall hilft es aber, die Motivation des eigenen Kinderwunsches zu hinterfragen: Möchte ich ein Kind, weil es MICH glücklich macht, oder vielleicht nur, weil es andere von mir erwarten? So verhindert man schon früh, in die Regretting-Motherhood-Falle zu geraten und hat höhere Chancen darauf, voll in der Mama-Rolle aufzugehen.


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