"Paul äh... Jonas!" Darum verwechseln Eltern die Namen ihrer Kinder

Alle Eltern, die mehr als ein Kind haben, werfen regelmäßig die Vornamen durcheinander. Woran liegt das eigentlich?

"Sind die anderen wichtiger als ich?"

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Diese Frage kann schon mal in den Kopf kommen, wenn die eigene Mutter einen anspricht und erst mal die Namen aller Geschwister, der Tante und auch noch des Golden Retrievers nennt, ehe sie sich an den richtigen Vornamen erinnert.

Tatsächlich ist diese Marotte aber sehr verbreitet. Spätestens, wenn das zweite Kind da ist, vertüddeln Eltern regelmäßig die Namen ihres Nachwuchses – ganz gleich, um welche Gelegenheit es sich handelt.

Laut "Psychologie Heute" müssen sich die Kinder aber keine Sorgen machen, dass die Schusseligkeit etwas mit mangelnder Wertschätzung zu tun hat. Die amerikanische Psychologin Samantha Deffler hat in einer Studie zu dem Thema mehr als 1700 Menschen befragt.

Sie fand heraus, dass in der Regel nur Vornamen aus der gleichen semantischen Kategorie verwechselt werden. Heißt: Enge Familienmitglieder werden mit anderen Familienmitgliedern verwechselt. Freunde mit anderen Freunden. Kollegen mit Kollegen.

Die Forscher gehen darum davon aus, dass unser Gehirn die Namen alle in der gleichen Beziehungskategorie abspeichert – und weil sie dort alle gleichwertig herumliegen, greift das Gehirn eben ab und zu daneben.

Verstärkt wird das Verwechseln übrigens, wenn die Namen den gleichen Anfangsbuchstaben haben. Das Geschlecht hingegen spielt kaum eine Rolle.

Und was ist mit dem Hund?!

Interessanterweise hat die Studie ergeben, dass die Hundenamen häufig mit den Namen von Familienmitgliedern verwechselt wurden – Katzen-Namen hingegen gar nicht. Und das obwohl die Zahl der Hundebesitzer etwas so groß war wie die der Katzenhalter.

Das bedeutet, schlussfolgern die Forscher, dass Hunde bei ihren Besitzern den Stellenwert eines Familienmitglieds einnehmen. (Für alle, die trotzdem beleidigt sind: Es ist also eher eine Aufwertung des Tiers als eine Abwertung des Kindes.) Katzen hingegen müssen auf diese Beförderung leider noch warten (vielleicht pfeifen sie aber auch darauf).

miro
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