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Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft: Ursachen & Tipps

Wassereinlagerungen Schwangerschaft: Schwangere Frau
© Demkat / Shutterstock
Mit Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft haben viele Frauen zu kämpfen! Hier erfährst du, welche Ursachen dahinterstecken und was du dagegen tun kannst.

Wassereinlagerungen während der Schwangerschaft kommen bei zwei Dritteln der Frauen vor. Vor allem im letzten Trimester kann es sein, dass sich vermehrt Wassereinlagerungen bemerkbar machen: Auf einmal passen die Schuhe nicht mehr oder Ringe an den Fingern zwicken! Die Ursache dahinter ist relativ einfach zu erklären …

Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft: Ursachen

Wassereinlagerungen während der Schwangerschaft (medizinisch als Ödeme bezeichnet) werden durch Schwangerschaftshormone verursacht: Sie veranlassen, dass sich die Blutgefäße weiten und nicht mehr so elastisch sind. Als weitere Konsequenz werden die Blutgefäße durchlässiger und lassen Wasser austreten, welches sich in den Zellzwischenräumen des Bindegewebes einlagert. Vor allem nach langem Sitzen und Stehen sammelt sich die Flüssigkeit an. Auch warmes Wetter kann diesen Effekt fördern. Betroffen sind dabei hauptsächlich Beine, Füße, Gesicht und Hände.

Hinzukommend verändern sich in der Schwangerschaft die Werte der Elektrolyte, die im System der Flüssigkeitsregulation eine wichtige Funktion erfüllen. Das kann die Entstehung der Ödeme begünstigen.

Sind Wassereinlagerungen gefährlich?

Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft sind normalerweise harmlos. Die Beschwerden können zwar unangenehm werden, gehen aber allmählich nach der Geburt wieder weg. Direkt nach der Geburt können sie zwar noch einmal zunehmen, anschließend bilden sie sich aber zurück, indem das überschüssige Wasser mit dem Harn oder durch Schwitzen ausgeschieden wird. 

Gefährlich und unter Umständen sogar lebensbedrohlich wird es, wenn weitere Symptome zu den Wassereinlagerungen dazukommen:

  • Bluthochdruck
  • Eiweißausscheidungen über den Urin
  • Gewichtszunahme in kurzer Zeit (über 1 Kilogramm pro Woche während des dritten Trimesters)
  • Wassereinlagerungen im Gesicht
  • Kopfschmerzen
  • Oberbauchschmerzen
  • Sehstörungen
  • Schwindel
  • Ohrensausen

In diesem Fall kann eine Präeklampsie vorliegen. Dabei handelt es sich um eine Schwangerschaftsvergiftung, die bei drei bis fünf Prozent der werdenden Mütter auftreten kann. Dabei müssen nicht alle Symptome gleichzeitig eintreten und selbst, wenn nur ein geringer Verdacht besteht, sollte man sofort den Arzt aufsuchen!

Was kann man gegen Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft tun?

  • Vermeide langes Sitzen oder Stehen in der Schwangerschaft.
  • Bewege dich regelmäßig, dadurch wird der Blutkreislauf in Schwung gehalten und Flüssigkeit abtransportiert.
  • Vermeide enge Schuhe oder abschnürende Kleidung beziehungsweise engen Schmuck in der Schwangerschaft, das könnte den Blutfluss zusätzlich behindern.
  • Trinke ausreichend viel Flüssigkeit (mindestens 2 Liter pro Tag), um den Stoffwechsel zu unterstützen.
  • Gerade der Sommer birgt mit seiner Wärme die Gefahr, dass sich die Blutgefäße in der Schwangerschaft noch mehr weiten. Versuche daher die Hitze zu meiden!
  • Beine hochlegen, wirkt wahre Wunder bei Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft! Indem du die Beine für 20 bis 30 Minuten hochlegst, kann die Flüssigkeit in den Beinen besser abfließen. Auch während der Nachtruhe ist es empfehlenswert, dass die Beine etwas höher liegen als das Becken.
  • Lege Stützstrümpfe nach dem Aufstehen an. Sie verhindern, dass das Blut sich in den Beinen ansammelt. 
  • Gönne dir hin und wieder Fußbäder mit Salzwasser, sie reduzieren die Wassereinlagerungen. Auch Wechselduschen der geschwollenen Stellen sind sinnvoll, um die Durchblutung anzuregen. Dabei solltest du mit kaltem Wasser abschließen.
  • Führe regelmäßig leichte Massagen an den Beinen durch: Indem du deine Beine mit sanftem Druck gen Herzen streichst, wird der Rückfluss des Blutes angeregt.

Achtung: Früher galt, dass Schwangere, die unter Wassereinlagerungen leiden, kein salzreiches Essen zu sich nehmen sollten. Dazu wurden verschiedene Entwässerungskuren vorgeschlagen. Diese Ratschläge sollten auf keinen Fall befolgt werden! Salz ist für einen funktionierenden Stoffwechsel sehr wichtig und sollte deshalb nicht vermieden werden. Auch von speziellen Diäten, entwässernden Tabletten oder Hausmitteln ist abzuraten. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist während der Schwangerschaft sehr wichtig!

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