Zimt in der Schwangerschaft: Das musst du wissen

Zimt steht im Verruf, Wehen zu fördern. Ob du während der Schwangerschaft deshalb komplett auf Zimt verzichten solltest und was es sonst noch bei dem Gewürz zu beachten gilt, erfährst du hier!

Zimt in der Schwangerschaft: Gefährlich oder nicht?

Gerade in der Weihnachtszeit ist Zimt omnipräsent: Zimtsterne verströmen ihren aromatischen Duft und die ganzen anderen Leckereien kann man sich auch nur schwer ohne das Gewürz vorstellen. Grundsätzlich hat Zimt auch viele gesundheitlich positive Wirkungen (erfahre hier alles zur Wirkung von Zimt), generell wird bei Schwangeren aber zur Vorsicht beim Verzehr des Gewürzes aufgrund folgender Eigenschaften aufgerufen:

  • Zimt gehört zu den wehenfördernden Gewürzen. Dennoch musst du während der Schwangerschaft nicht komplett auf Zimt verzichten: Denn erst bei einer Menge von 300 Gramm puren Zimt, könnte die wehenfördernde Wirkung eintreten. Zum Vergleich: In vielen Zimtstern-Rezepten werden lediglich zwei Teelöffel Zimt im Rezept verwendet, was ungefähr 4 Gramm des Gewürzes entspricht.

Allerdings besitzt bestimmter Zimt noch zwei anderen Inhaltsstoffe, die sich negativ auswirken können: Cumarin und Zimtaldehyd.

  • Cumarin sorgt für den verführerischen Duft von Zimt, kann aber auch in großen Mengen zu Schwindel, Erbrechen, Kopfschmerzen und Schäden an der Leber führen.
  • Ebenso können größere Mengen von Zimtaldehyd schädlich für das Ungeborene sein, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung betont.

Aber: Es gibt einen Unterschied zwischen Zimt und Zimt!

Im Handel werden zwei Sorten Zimt angeboten: Der günstige Cassia-Zimt und der qualitativ hochwertige Ceylon-Zimt. Letzterer enthält so gut wie kein Cumarin, wie Stiftung Warentest erklärt, weshalb der Ceylon-Zimt eindeutig zu bevorzugen ist.

Das müssen Schwangere beachten

  • Konsumiere Zimt und Zimtprodukte nur in Maßen in der Schwangerschaft! Auch wenn in den einzelnen Rezepten nie besonders viel Zimt enthalten ist, riskierst du so nicht, doch höhere Mengen Cumarin aufzunehmen.
  • Vermeide Fertigprodukte: Sie enthalten meist Cassia-Zimt, der wie beschrieben die Stoffe Zimtaldehyd und Cumarin aufweist. Backe stattdessen selber und zwar mit dem unbedenklichen Ceylon-Zimt.
  • Achte auf Bio-Qualität beim Zimt. Hierbei stellst du sicher, dass keine Pestizid-Rückstände vorhanden sind.
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Darauf solltest du während der Schwangerschaft verzichten

  • Zimtkapseln: Viele Diabetiker nehmen Zimtkapseln ein, da diese den Blutzuckerspiegel senken. Die Zimtkapseln zeichnen sich ebenfalls durch eine hohe Menge an Zimtaldehyd und Cumarin aus, was den Rückschluss zulässt, dass bei der Herstellung Cassia-Zimt zum Einsatz kommt. Somit sieht das Bundesinstitut für Risikobewertung für Schwangere hier ein Risiko, weshalb du in der Schwangerschaft gänzlich auf die  Einnahme der Kapseln verzichten solltest.
  • Zimt-Öl: Das ätherische Öl ist für Schwangere nicht geeignet, da durch die hohe Konzentration eine erhöhte Gefahr besteht, Wehen hervorzurufen.

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