Schwangerschaftswoche 11 (11. SSW): Tu dir und dem Baby Gutes!

Die Schwangerschaft stabilisiert sich in der 11. SSW, bei vielen verschwinden nun hormonell bedingte Beschwerden. Jetzt ist auch die Zeit, sich mit dem Thema Pränataldiagnostik zu befassen.

Du bist jetzt in der 11. Schwangerschaftswoche (SSW 11). Vielleicht spürst du es selbst: Gegen Ende von Trimester 1 pendeln sich langsam die Schwangerschaftshormone ein. Was aber nicht heißt, dass es nicht jederzeit zu unerwarteten Gefühlsausbrüchen kommen kann. Dein ungeborenes Baby sieht nun immer mehr aus wie ein richtiger Mensch, der sogar schon trinken kann, nämlich das Fruchtwasser in deinem Bauch. Das Risiko für eine Fehlgeburt sinkt weiter.

Jetzt sollten du gemeinsam mit deinem Partner überlegen, ob das freiwillige Ersttrimester-Screening für euch in Frage kommt, und darüber mit eurem Arzt oder der Hebamme sprechen. Mehr dazu liest du weiter unten.

So entwickelt sich das Baby in der 11. SSW

Der Fötus in deinem Bauch ist jetzt drei bis vier Zentimeter groß (Scheitel-Steiß-Länge).

Eine echte Hautschicht bedeckt das Kind nun, die in den nächsten Schwangerschaftswochen durch neue Hautschichten noch dicker wird. Auf der Brust sind schon kleine Brustwarzen vorhanden.

Arme und Beine entsprechen jetzt schon den späteren Proportionen, sie wachsen von nun an etwas langsamer weiter. Übergroß bleibt allerdings weiter das kleine Köpfchen.

An den Fingern wachsen in der 11. SSW winzige Fingernägel und unter dem Zahnfleisch entstehen schon die Anlagen für die Milchzähne.

Das ungeborene Kind hat auch schon Augenlider – allerdings bleiben diese noch geschlossen. Erst ab der 24. SSW beginnen sich die Augen des Fötus zu öffnen.

Dein Kind kann jetzt den Mund öffnen und schluckt schon Fruchtwasser aus deiner Gebärmutter, die es über die Niere und Harnblase wieder ausscheidet.

Das passiert in der 11. SSW mit deinem Körper

Dein Körper im dritten Schwangerschaftsmonat (SSW 9 - 12).

Zum Ende des ersten Trimesters haben die meisten Frauen Schwangerschaftsbeschwerden, wie die verhasste Übelkeit, hinter sich gelassen. Die Schwangerschaftshormone haben sich einigermaßen eingependelt, trotzdem kann es weiter zu Stimmungsschwankungen kommen

Der Körper arbeitet weiterhin auf Hochtouren, dein Blutvolumen steigt weiter, so langsam gibt es eine Gewichtszunahme und Kreislaufprobleme oder Müdigkeit sind ein regelmäßiger Begleiter. Wir raten dir darum: Hab Geduld mit dir und gönn dir Gutes. Jede Form von Stress schadet nicht nur dir, sondern auch der Entwicklung des Babys.   

SSW 11: Das steht jetzt an

Ersttrimesterscreening: Eine freiwillige Sache

Zu Beginn deiner Schwangerschaft bekommst du von deinem Gynäkologen oder deiner Hebamme eine Übersicht über die festen Vorsorgeuntersuchungen in jedem Trimester bis zur Geburt des Kindes. Bei diesen Terminen werden deine Gesundheit und die Entwicklung des Kindes kontrolliert, die Kosten übernimmt deine Krankenkasse.

Es gibt darüber hinaus aber noch weitere, optionale Untersuchungen, die so genannte Pränataldiagnostik. Diese pränatalen Untersuchungen sind etwas aufwändiger und dienen vor allem dazu herauszufinden, ob das ungeborene Kind womöglich eine Behinderung hat. Die Kosten dafür werden in der Regel nicht von der Krankenkasse getragen. Sie gehören damit zu den sogenannten individuellen Gesundheitsleistungen (iGeL).

Zur Pränataldiagnostik gehört zum Beispiel die Nackenfaltenmessung, auch Nackentransparenzmessung genannt. Wenn du dich dafür entscheidest, wird sie in der Regel zwischen der 11. und 14. SSW durchgeführt. Sie soll Aufschluss darüber geben, ob beim ungeborenen Kind Trisomie 21 (Down-Syndrom) oder ein anderer genetischer Defekt vorliegt. Dafür misst ein speziell geschulter Arzt die Dicke des Flüssigkeitsbereichs im Nacken des Fötus. Die Nackenfaltenmessung gilt als sehr sicher, weil die benötigten Daten per Ultraschall ermittelt werden – es wird also nicht in den Bauch eingedrungen wie etwa bei einer Fruchtwasser-Untersuchung (Amniozentese).

Ob du die Nackenfaltenmessung machen willst oder nicht, hängt also vor allem davon ab, wie ihr zum Thema Behinderung steht. Wollt ihr es vorher wissen? Macht euch das Thema große Sorgen oder wollt ihr es lieber auf euch zukommen lassen? Sprich mit deinem Partner und deinem Arzt darüber – auch über die Kosten. Am Ende ist es ganz deine eigene Entscheidung.

Unser Schwangerschafts-Tipp: Pflege deinen Bauch!

Schwangerschaftsstreifen sind eine weit verbreitete, aber eher ungeliebte Folge einer Schwangerschaft. Sie entstehen, weil die Haut stark gedehnt wird und das Bindegewebe an einigen Stellen reißt. Das gilt natürlich besonders für den Bauch. Du kannst versuchen, Dehnungsstreifen vorzubeugen, indem du deinen Bauch regelmäßig einölst und eincremst.

Viele Frauen schwören darauf, denn es macht die Haut weicher und flexibler. Abgesehen davon tut es auch einfach gut, den Körper zu pflegen und gleichzeitig zu massieren. Eine Garantie ist es allerdings nicht – denn es ist auch eine Frage der Veranlagung, ob eine Frau Schwangerschaftsstreifen kriegt oder nicht. Also gräme dich nicht zu sehr, wenn hier und da mal ein bisschen das Gewebe schlappmacht – dein Körper leistet gerade Unglaubliches, du hast wirklich allen Grund stolz auf ihn zu sein! 

Außerdem interessant in der 11. SSW:

Hibbelliste: Gemeinsame Vorfreude ist doppelte Vorfreude!

In einer so genannten "Hibbelliste" vernetzen sich Frauen, die gerade gleichzeitig schwanger sind und die ihr Kind ungefähr im gleichen Monat bekommen, also in etwa in der gleichen SSW sind. Auch bei uns im Forum Kinderschwunsch und Babyjahre kannst du bei einer passenden Hibbelliste mitmachen und dich austauschen.

Geburtstermin berechnen:

Hier erklären wir dir, wie du deine aktuelle SSW und den Geburtstermin berechnest. Außerdem Tipps für Schwangerschaftskalender im Netz. Jetzt deine Schwangerschaftswoche berechnen

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