Schwangerschaftswoche 32 (SSW 32): Perfekt vorbereitet

Wow, die 32. SSW ist da! Der Geburtstermin rückt näher und so langsam kannst du anfangen, die Kliniktasche zu packen und auch ein bisschen Papierkram vorzubereiten – damit er dich nach der Geburt nicht stresst.

So entwickelt sich das Baby in der 32. SSW

In der 32. SSW ist dein Baby schon etwa 1.800 Gramm schwer und 43 cm groß. Jetzt heißt es geduldig bleiben bis zum errechneten Geburtstermin in der 40. Schwangerschaftswoche. Dein Baby ist ein echter Langschläfer, denn 95% des Tages schläft es in deinem Bauch. Viele Kinder haben sich schon in Geburtsposition gebracht, einige lassen sich bis zur letzten Minute Zeit damit – oder wählen ihre eigene Geburtsposition… Die Entwicklung des Fötus ist weitestgehend abgeschlossen, nur zwei Dinge stehen in den nächsten Wochen der Schwangerschaft auf Babys To-Do-Liste:  

  • Der Körper muss Surfactant bilden - das Oberflächen-Protein, das verhindert, dass die Lungenbläschen kollabieren.
  • An Gewicht zulegen, denn es braucht noch eine schützende Fettschicht als Energiereserve und Wärmeregulator.

Baby hat Schluckauf!

Es wird eng in der Gebärmutter: In den kommenden Schwangerschaftswochen wird das Fruchtwasser weniger, proportional zur Gewichtszunahme und Größe des Babys. In deinem Bauch hickst es jetzt immer öfter: Durch das Einatmen des Fruchtwassers hat das Baby häufig Schluckauf, der für das Training seiner Atemwege wichtig ist.

Strampelt da ein Junge in deinem Bauch?

Bei Jungs senken sich die Hoden in der 32. SSW in den Hodensack. Es kann sein, dass sich zum Zeitpunkt der Geburt ein oder auch beide Hoden noch im Körperinneren befinden - in 75 Prozent der Fälle regelt sich das Problem innerhalb des ersten Lebensjahres von allein.

Schwangerschaftskalender: Das passiert in der 32. SSW (3. Trimester) mit deinem Körper

Du fühlst dich schon wie ein kugelrunder Ballon? Es geht noch weiter … Deine Gewichtszunahme hat sich in der 32. SSW auf etwa ein halbes Kilo pro Woche gesteigert, bis zur Geburt wird es nun so weitergehen. Du merkst, dass das Baby gegen deine Organe drückt, du kurzatmiger bist, dauernd zur Toilette musst und insgesamt schneller erschöpft bist? Dein Körper vollbringt Hochleistungen! Auch der Schlafmangel kann Schwangeren zu schaffen machen. 

Mach mal sutsche!

Wir empfehlen: Einen Gang zurückschalten, mach dir einen Plan, was du in dieser Woche nur für dich tust. Darauf könnte stehen: eine halbe Stunde auf dem Sofa liegen und einmal jedes Körperteil bewusst erspüren, eine Gesichtsmaske auflegen, einen Termin zur Pediküre machen, ein neues Hörbuch einlegen … 

Karpaltunnelsyndrom – Wassereinlagerungen sind schuld 

Kribbeln deine Finger oder fühlen sie sich taub an? Auch Schmerzen beim Greifen und in den Handgelenken können jetzt vorkommen, denn einige Schwangere leiden unter dem Karpaltunnelsyndrom.

Wassereinlagerungen im Gewebe können dazu führen, dass der Handwurzelkanal stark von den Schwellungen betroffen ist. Viele Schwangere spüren die Schmerzen in den Händen vor allem nachts. Helfen kann es, die Handgelenke durch eine Handschiene zu schonen. Auch Akupunktur kann eventuell helfen.

Papierkram erledigen – VOR der Geburt

Es klingt dramatischer, als es ist, aber muss eben erledigt werden: Ein paar Anträge rund um die Geburt kannst du jetzt schon vorbereiten!

  1. Jetzt: Mutterschaftsgeld bei der Krankenkasse beantragen. Die Antragstellung muss frühestens 7 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin bei der Krankenkasse erfolgen.
  2. Elternzeit nehmen: Mütter, die nach der Entbindung Mutterschaftsgeld, Arbeitgeberzuschuss oder eine Bezügefortzahlung erhalten, reichen den Antrag auf Elternzeit beim Arbeitgeber in aller Regel in der ersten Woche nach der Geburt des Kindes beim Arbeitgeber ein. (Warum schon in der ersten Woche nach der Geburt? Die Frist zur Beantragung der Elternzeit beträgt sieben Wochen, der Mutterschutz reicht bis acht Wochen nach der Geburt.) Diesen Brief kannst du schon einmal vorbereiten, es gibt sogar Formulare im Internet, die man kostenlos dafür nutzen darf. Wichtig: Der Zeitraum der Elternzeit ist (zumindest für zwei Jahre) verbindlich. Hast du den Antrag einmal eingereicht, kannst du ihn nur noch mit Einverständnis des Arbeitgebers ändern.
  3. Elterngeld beantragen: Auch das kannst du schon vorbereiten. Jedes Bundesland in Deutschland hat eigene Antragsformulare. Auch die Vordrucke für Arbeitgeber- oder Verdienstbescheinigungen, Bescheinigungen zum Ausfüllen durch die Krankenkasse oder die Meldebehörde sind je nach Bundesland unterschiedlich. Du kannst sie aber auf der Internetseite der Behörde herunterladen. Verdienstbescheinigungen schon einmal herauslegen, genauso wie die Belege über die Zahlung von Mutterschaftsgeld durch deine Krankenkasse.

Tipp: Für weitere Anträge, zum Beispiel den auf Kindergeld oder die Anmeldung deines Kindes beim Standesamt, die Anmeldung im Krankenhaus zur Geburt etc. brauchst du deine Geburtsurkunde (und die deines Mannes). Also: schon einmal herauslegen!

Kliniktasche packen

Du überlegst, was du zur Geburt unbedingt ins Krankenhaus mitnehmen willst? So viel vorweg: Du brauchst keinen großen Schrankkoffer, um im Kreißsaal einzuchecken. Was die Garderobe angeht, kommst du wahrscheinlich mit weniger aus, als du denkst.

  • Ganz wichtig sind mehrere bequeme Nachthemden und Shirts zum Knöpfen. Du wirst in den Tagen nach der Geburt viel schwitzen.
  • Feuchte Kosmetiktücher sorgen zwischendurch für eine kleine Erfrischung, falls du noch nicht duschen kannst (nach einem Kaiserschnitt zum Beispiel).
  • Bequeme Hosen sind ein Muss – besonders, da dein Bauch in den ersten Tagen nach der Geburt noch dicker ist.
  • Warme Socken oder ein Dreieckstuch zum Kuscheln sind prima. Fürs Baby zwei, drei Bodys und Strampler reichen erst einmal.
  • Ansonsten gilt: Nimm mit, was du zum Wohlfühlen brauchst!
saro
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