VG-Wort Pixel

Schwangerschaftswoche 34 (SSW 34): Endlich Mutterschutz!

34. SSW: Schwangere lehnt am Sofa und hält sich einen Macaron vors Auge
© Dmytro Zinkevych / Shutterstock
Hurra, der Mutterschutz beginnt. In der 34. SSW heißt es "Tschüss, Kollegen!" – und es sind nur noch 6 Wochen bis zum "Hallo Baby!".

So entwickelt sich das Baby in der 34. SSW

Dein Baby ist in der 34. SSW schon 45 cm groß und hat ein Gewicht von 2250 Gramm. In dieser Schwangerschaftswoche ist die Entwicklung fast vollständig abgeschlossen. Sollte dein Baby jetzt schon zur Welt kommen, bräuchte es möglicherweise noch etwas medizinische Hilfe bei der Atmung und Ernährung. Zeit für Baby-Talk? Der Hörsinn des Babys wird in dieser Schwangerschaftswoche weiter geschärft, es kann also besser verstehen, was gesagt wird. Hohe Töne nimmt es besonders aufmerksam war. Nimm dir zwischendurch immer mal Zeit, um mit deinem Baby zu sprechen, denn Mamis Stimme liebt es am meisten.

Erhöhter Kalziumbedarf

In den nächsten Schwangerschaftswochen hat dein Baby einen hohen Bedarf an Kalzium. Das Spurenelement sorgt für starke Knochen. Der Kalziumbedarf deines Kindes ist jetzt sogar höher als dein eigener. Auf kalziumreiche Ernährung achten:

  • Milch und Milchprodukte gehören auf den Speiseplan.
  • Genauso grünes Gemüse wie Brokkoli, Kohl, Spinat, Kresse und Petersilie.
  • Nüsse und Mandeln knabbern: Am meisten Kalzium enthalten Mandeln (264 mg Kalzium pro 100 Gramm), aber auch Paranüsse und Haselnüsse sind jetzt prima. Sesam ebenfalls. Unser Tipp: Dein Salatdressing kannst du auch mit etwas Tahin (Sesampaste aus der arabischen Küche) zubereiten. 
  • Orangen enthalten etwa 65 mg (pro Orange). Frisch gepresst sind sie ein toller Booster für den Tag.

Wichtig: Lebensmittel, die Kalzium enthalten, garantieren eine bessere Aufnahme des Spurenelements im Körper als Brausetabletten und Co.

Schwangerschaftskalender: Das passiert in der 34. SSW (3. Trimester) mit deinem Körper

Schwangere können die letzten Wochen vor der Geburt die Entspannungs- und Atemtechniken aus dem Geburtsvorbereitungskurs üben. Die Wehen treffen viele Gebärende so überwältigend stark, dass sie alles vergessen, was sie im Geburtsvorbereitungskurs zum Thema Schmerzlinderung durch Atem- und Entspannungstechniken gelernt haben. Viele verkrampfen in der Geburtsphase so extrem, dass es zu stärkeren Wehenschmerzen kommt und die Sauerstoffversorgung des Kindes darunter leidet.

Was war nochmal Tönen? Am besten übst du von nun an täglich, damit du deine Übungen zu Wehenbeginn ganz automatisch abrufen kannst. Denn: Richtiges Atmen während der Geburt kann den Geburtsschmerz lindern!

So geht die Luftballon-Übung 

Erholung zwischen den Wehen: Nach jeder Wehe einmal tief in den Bauch atmen, so als ob du darin einen Luftballon aufblasen wolltest. So bekommt das Baby eine Extraportion Sauerstoff.

So geht die Eisenbahn-Übung

Während der Geburt: Erinnere dich an eine alte Dampflokomotive und atme auf tsch, tsch, tsch, tsch aus. Das kann helfen, den Pressdrang zu unterdrücken, wenn der Muttermund noch nicht ganz offen ist. 

Hecheln, Mami!

Kurz vor der Geburt: Wenn das Köpfchen aus der Scheide ragt, darfst du nicht mehr mitpressen. Jetzt heißt es Hecheln wie ein Hund, denn das vermindert den Druck. So kann dass das Kind sanfter geboren werden. Keine Angst, deine Hebamme wird dich im Krankenhaus, Geburtshaus oder auch bei einer Hausgeburt darauf hinweisen.

Ist deine Kliniktasche gepackt? Wir haben in der 32. SSW darauf hingewiesen, was unbedingt mit ins Krankenhaus muss.

Himbeerblättertee trinken

Viele Schwangere fangen in der 34. SSW auf Anraten ihrer Hebamme an, Himbeerblättertee zur Geburtsvorbereitung trinken. Der Tee ist ein altes Hausmittel und soll den Beckenboden und den Muttermund weicher und somit die Geburt etwas leichter machen. Außerdem hat er eine reinigende Wirkung. Man kann ihn  in der Apotheke kaufen oder in Hebammenshops bestellen.

Adios Kollegen! Der Mutterschutz beginnt…

Spätestens in der 34. SSW beginnt derMutterschutz und du verabschiedest dich von deinen Kollegen zumindest für einige Wochen, Monate oder sogar Jahre. Die Schwangerschaft ist inzwischen schon so anstrengend geworden, dass die meisten Schwangeren sich darüber freuen. Die nächsten Wochen bis zur Geburt kannst du dann nochmal richtig entspannen – oder deinem Nestbautrieb freien Lauf lassen…

saro

Mehr zum Thema