Schwangerschaftswoche 36 (SSW 36): Jetzt wird's echt eng!

In der 36. SSW wird es immer enger in deinem Bauch. Gleichzeitig kannst du nun wieder besser Luft holen. Wieso eigentlich?

So entwickelt sich das Baby in der 36. SSW

In der 36. SSW wiegt dein Baby etwa 2.750 Gramm und ist durchschnittlich schon 47 Zentimeter groß. Die Bewegungen deines Babys werden weniger, kein Wunder, denn in deinem Bauch ist kaum noch Platz. Manchmal kann man Babys Ellenbogen oder Fuß ganz deutlich unter der Bauchdecke fühlen – oder sogar sehen! Das Baby liegt nun schon in Geburtsposition und das Köpfchen ist – dank Senkwehen – in der 36. SSW schon tief ins Becken gesunken. Einigen Schwangeren tut das Sitzen auf einem harten Stuhl jetzt weh, da der Kopf des Babys dabei auf den Beckenboden drückt.

Wenn das Baby nun geboren würde, wäre es immer noch ein "spätes Frühchen". Aber keine Sorge, jetzt braucht dein Baby keine zusätzliche medizinische Versorgung mehr. Alle Organe funktionieren, der Körper bildet eigenständig Surfactant, so dass Atmung und auch Immunsystem nun von ganz alleine arbeiten. Die Regulierung des Wärmehaushalts ist inzwischen durch Fettreserven abgesichert. Jetzt heißt es in den nächsten vier Wochen bis zur Geburt nur noch: Gewicht zulegen. Die meisten Babys haben ein Geburtsgewicht von 3300 und 3500 Gramm

Schwangerschaftskalender: Das passiert in der 36. SSW (3. Trimester) mit deinem Körper

Da dein Baby nun dank Senkwehen tiefer ins Becken gerutscht ist, hast du oben im Bauch wieder mehr Platz, kannst besser atmen – und auch etwas mehr essen. Dafür musst du wahrscheinlich häufiger zur Toilette, da der Druck auf die Blase steigt. Du wirst langsam hibbelig? In dieser Schwangerschaftswoche rückt die Geburt in realistische Nähe, schließlich besagt eine Online-Umfrage von Urbia, dass 49 Prozent der Babys vor dem errechneten Termin, neun Prozent zum ET und 42 Prozent nach dem Termin zur Welt kommen. Die meisten Geburten wichen aber nur bis maximal zehn Tage vom errechneten Termin ab. Der Anteil tatsächlicher Frühgeburten (Geburt vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche) liegt bei etwa zwölf Prozent.

Eisenmangel?

Wenn der Frauenarzt bei der Blutuntersuchung in diesen Schwangerschaftswochen Eisenmangel feststellt (gegen Ende einer Schwangerschaft ist der Eisenspeicher der meisten Frauen leer), empfiehlt er oft ein Eisenpräparat. Als Nebenwirkung droht allerdings Verstopfung und der Stuhl färbt sich dunkel. Deshalb solltest du viel trinken, dich bewegen und ballaststoffreich essen. Im Gegensatz zu Jod und Folsäure lässt sich der Bedarf an Eisen komplett über Nahrung decken. Eisen steckt in Lebensmitteln wie Kürbiskernen, Sesamsamen, Linsen, weiße Bohnen, Hirse und Haferflocken. Zu den Mahlzeiten empfiehlt sich ein Glas Orangensaft oder anderer Vitamin-C-haltiger Saft – so wird Eisen besser vom Körper aufgenommen. Kaffee, Milch und Tee sollten nicht zu den Mahlzeiten getrunken werden, da sie die Aufnahme von Eisen blockieren.

Zahnfleischbluten?

Wie oft hört man den Spruch "Jedes Kind kostet einen Zahn"? Leider ist tatsächlich etwas dran, denn der Mundraum verändert sich in der Schwangerschaft. Hormonelle Veränderungen bewirken eine verstärkte Speichelbildung. Außerdem ist der Speichel meist säurehaltiger. Das Kariesrisiko steigt und auch Zahnfleischbluten kommt häufiger vor. Gut vorbeugen mit Zahnzwischenraumbürstchen und Zahnseide. 

Ein kleiner Orga-Reminder…

Alles parat falls die Wehen jetzt einsetzen? Deine Kliniktasche steht wahrscheinlich schon fertig gepackt im Schlafzimmer, aber zur Geburt solltest du auch deinen Mutterpass, die Krankenversicherungskarte, die Heiratsurkunde, die eigene Geburtsurkunde und die Vaterschaftsanerkennung, falls du nicht verheiratet bist, bereit halten.

Hast Du schon alle wichtigen Telefonnummern im Mobiltelefon eingespeichert? Kreißsaal, ärztlicher Notfalldienst, die Nummer deiner Hebamme (Beleg- oder Wochenbetthebamme), die Nummern der Verwandten und Freunde, die Du nach der Geburt informieren willst. Solltest Du schon ein Kind haben, brauchst Du natürlich auch die Telefonnummern der Menschen, die während der Entbindung auf das Geschwisterkind aufpassen. Am besten, Du druckst die Liste auch noch aus, der Handyempfang auf einigen Wochenbettstationen ist nicht der beste, und vielleicht ist dein Akku auch mal leer.

P.S.: Falls du Bilder von dir als Schwangere machen (lassen) willst – wir haben ein paar echte Lacher gesammelt, wie du es nicht machen solltest: Total verünglückte Schwangerschaftsfotos

saro
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