Schwangerschaftswoche 40 (SSW 40): Jetzt geht's los!

In der 40. SSW sollte es nun eigentlich so weit sein: die Geburt steht unmittelbar bevor. Wann genau es so weit ist, bestimmt aber nur einer/eine: dein Baby!

So entwickelt sich das Baby in der 40. SSW

Dein Baby wiegt nun rund 3400 g und ist 51 cm lang. Die körperliche Entwicklung ist vollständig abgeschlossen, nur die Schädelplatten sind noch nicht verwachsen, damit der Kopf durch den Geburtskanal gepresst werden kann. Viele Babys kommen mit einem leicht verformten Kopf auf die Welt, aber keine Sorge –  nach ein paar Tagen oder Wochen nach der Geburt bildet sich die Verformung zurück.

Einige Babys werden mit einem Storchenbiss (der Name erinnert an die Mär vom Storchen, der in seinem Schnabel die Kinder bringt) geboren, der sich als Rötung der Haut meist an Stirn oder Nacken zeigt. Die Rötung wird durch vermehrte und erweiterte Adern (Kapillargefäße) hervorgerufen und ist gar kein Grund zur Sorge. 60 bis 70 % aller Neugeborenen haben diese Rötungen, wenn die Haut im Laufe der Jahre dicker wird, sieht man die meisten Storchenbisse gar nicht mehr. 

Schwangerschaftskalender: Das passiert in der 40. SSW (3. Trimester) mit deinem Körper

Hurra, es ist die 40. SSW und du rechnest sekündlich damit, dass die Geburtswehen losgehen? (Falls du unsicher bist, ob es wirklich Wehen sind: Wir haben in der 38. SSW erklärt, wie sich Übungswehen von Geburtswehen unterscheiden.) Seit Monaten wartest du auf diesen einen Termin, den der Gynäkologe bereits zu Beginn deiner Schwangerschaft errechnet hat. Aber: Nur sehr wenige Babys kommen tatsächlich am errechneten Geburtstermin zur Welt. Laut einer Online-Umfrage von Urbia werden 9 Prozent der Babys am ET geboren, 49 Prozent vorher und 42 Prozent nachher. Dein Baby bestimmt den Zeitpunkt selbst. Natürlich gibt es diverse Maßnahmen, die Wehen einzuleiten, und auch Kaiserschnitte werden heute meist in der 40. SSW durchgeführt. 

Es gibt Schwangere, die haben in der 40. Schwangerschaftswoche einfach keine Geduld mehr. Der Bauch ist riesengroß, die Haut spannt, der Rücken zwickt, seit Wochen ist der Schlaf gestört – und die Ungeduld wächst. Komm endlich raus, Baby!

Wehen fördern: Das kannst du tun, um den Beginn der Geburt zu voranzutreiben

  • Es gibt einige Hausmittel, die Hebammen empfehlen, um Wehen zu fördern. 
  • Zum Beispiel ein Tee mit Zimt, Ingwer und Nelken, oder auch Himbeerblättertee.
  • Eine sanfte Bauchmassage mit ätherischen Ölen aus  Eisenkraut, Nelke, Ingwer oder Zimt hilft. Ein heißes Bad mit diesen Zusätzen wirkt ebenfalls.
  • Viele Schwangere können es sich in der 40. SSW nicht mehr vorstellen, aber Sex ist eine Möglichkeit: Prostaglandine im Sperma wirken wehenfördernd. Außerdem schüttet der Körper beim Sex Oxytozin aus, und die Kontraktionen der Gebärmutter beim Orgasmus können den Geburtsvorgang auslösen.
  • Leichte Gymnastik, zum Beispiel kreisende Bewegungen mit dem Becken auf einem Gymnastikball.
  • Das berühmte Glas Rotwein wurde lange Zeit diskutiert. Inzwischen weiß man aber, dass es keine wehenauslösende Wirkung hat.
  • Besprich dich mit deiner Hebamme: Ein Wehencocktail kann ebenfalls die Geburt einleiten. Jede Hebamme hat ihr eigenes Rezept, meist enthält er Rizinusöl, Aprikosensaft, Mandelmus und Alkohol (um das Rizinusöl zu lösen). Einige Mischungen enthalten auch Eisenkraut.

Kleine Tipps für die ersten Wehen

Wenn die ersten Wehen einsetzen, hast du (normalerweise) noch genug Zeit, um einige Vorbereitungen zu treffen, zu duschen oder zu baden und etwas Leichtes zu essen. Jetzt heißt es: Ruhig bleiben und konzentriert atmen. Die ersten starken Wehen können manchmal so überwältigend sein, dass man in eine Verkrampfung kommt, aus der man sich schwer wieder lösen kann. Manchmal führt sie sogar dazu, dass der Geburtsvorgang erschwert wird. Versuche, die schmerzhafte Anspannung zwischen den Wehen loszulassen - auch wenn die Angst vor dem nächsten Schmerzschub schon da ist. Falls die Geburt ins Stocken gerät, kann es sein, dass ein Notkaiserschnitt gemacht werden muss. Auch das ist nicht schlimm und hat nichts damit zu tun, dass du dich nicht richtig verhalten hast. Eine PDA (Periduralanästhesie) kann eine Option sein, dir etwas Erleichterung zu schaffen, da sie die Schmerzen unterdrückt. Hauptsache, deinem Baby geht es gut – egal, auf welche Weise es das Licht der Welt erblickt.

Wir wünschen dir für die Geburt alles alles Gute und dass du dein gesundes Baby bald in den Armen halten kannst!

saro
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