7. Schwangerschaftswoche: Gönn dir Ruhe!

In der 7. Schwangerschaftswoche (7.SSW) bildet sich das Gesicht des Babys. Viele innere Organe sind auch schon angelegt. Bis die Schwangerschaft wirklich stabil ist, dauert es aber noch etwas.

Du bist jetzt in der 7. Schwangerschaftswoche (7. SSW). So langsam hast du dich bestimmt an den Gedanken gewöhnt, dass da ein neuer Mensch in deinem Körper heranwächst. Vielleicht hast du auch schon in der Erstuntersuchung auf einem Ultraschallbild das kleine Würmchen und das winzige Herz pochen gesehen. Ein irrer Moment!

Aber auch, wenn du am liebsten jedem von der Neuigkeit erzählen würdest, warte lieber noch ein wenig. Du bist jetzt mitten im ersten Trimester und das ist leider noch eine Phase, in der die Schwangerschaft als noch nicht stabil gilt. Das Risiko für eine Fehlgeburt ist in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft ziemlich hoch – Es kann schnell passieren, dass der Körper den Fötus noch abstößt, wenn er sich nicht richtig entwickelt. Falls du in dieser Zeit Blutungen hast, solltest du auf jeden Fall zum Frauenarzt gehen.

Falls dein Kinderwunsch sehr groß ist, kann diese Zeit des Wartens hart sein. Aber gerade deshalb solltest du mit dem Outing noch warten – denn im Fall einer Fehlgeburt hast du bestimmt keine Lust, dich auch noch allen Verwandten und Kollegen zu erklären. Deinen engsten Vertrauten (Mann, Mutter, beste Freundin) kannst du natürlich die Schwangerschaft verkünden – vor allem für eventuelle Beschwerden und Sorgen zu bekommen.

So entwickelt sich das Baby in der 7. SSW

So sieht der Embryo in der 7. SSW aus.

Doch schauen wir jetzt lieber auf die schönen Seiten dieser Schwangerschaftswoche: Der Embryo hat in dieser SSW etwa die Größe einer Kidneybohne. Und an der kleinen Bohne ist schon so einiges dran: 

  • erste Ansätze von Armen und Beinen sind schon zu erkennen. Der Embryo ist zwar noch immer sehr gekrümmt und besitzt am Ende einen kleinen Schwanz, aber das wird sich schon bald ändern. Denn der Fortsatz verschwindet in den nächsten Schwangerschaftswochen und bildet sich zum Steiß zurück.
  • zum Beispiel ins Gesicht des Embryos. Das beginnt sich nämlich in dieser SSW zu formen. Dein Baby hat jetzt eine kleine Nasenspitze und auch die Augenlidfalten entwickeln sich jetzt.
  • viele innere Organe schon angelegt, etwa der Magen, die Bauchspeicheldrüse und die Leber.
  • es  bilden sich auch die ersten Muskelstränge – das Baby beginnt sich jetzt zu bewegen! Allerdings wirst du davon noch nichts spüren.
  • Das Gehirn des Embryos entwickelt sich rasant. Es besitzt jetzt schon drei Ausbuchtungen, aus denen später das Vorderhirn, Mittelhirn und Hinterhirn werden.   

Das passiert in der 7. SSW mit deinem Körper

Dein Körper im zweiten Schwangerschaftsmonat (SSW 5 - 8).

Äußerlich ist von deiner Schwangerschaft noch nicht wirklich etwas zu sehen, innerlich ist dein Körper aber schon total im Babymodus:

  • Deine Gebärmutter dehnt sich weiter aus, um Platz fürs wachsende Baby zu schaffen.
  • Das Blutvolumen in deinem Körper nimmt zu, weshalb sich dein Herzschlag und die Atmung auch etwas beschleunigen. Insgesamt muss der Körper ganz schön viel leisten, kein Wunder also, dass wenn du bei Anstrengungen etwas kurzatmig wirst.
  • Typische Schwangerschaftsanzeichen wie Übelkeit, Müdigkeit, Ziehen im Bauch, Sodbrennen und Stimmungsschwankungen machen sich jetzt bereits bemerkbar. Das liegt u.a. an der Hormonumstellung, die aber gegen Ende des ersten Trimesters abgeschlossen ist. Dann verschwinden auch die meisten Schwangerschaftsbeschwerden. 

Vielleicht hast du aber auch Glück und du fühlst dich fit wie ein Turnschuh und merkst kaum, dass du schwanger bist (mal abgesehen vom Glücksgefühl).

Das gibt es in der 7. SSW zu tun

Wenn die Gefühle verrückt spielen, ist es ratsam, dem Körper etwas Ruhe zu gönnen. Tue dir Gutes, schlaf dich aus (wenn das Baby erstmal da ist, wirst du noch genug Schlafmangel haben) und gönne dir im Alltag Ruhepausen.

Dass heißt aber nicht, dass du nur noch auf dem Sofa liegen musst – im Gegenteil! Sport in der Schwangerschaft tut Schwangeren gut – besonders Ausdauersport, Gymnastik oder Schwimmen. (Extremsport solltest du in den nächsten Monaten lieber sein lassen.)

Wenn du Lust hast, kannst du auch anfangen ein Schwangerschaftstagebuch zu führen. Es hilft dir, deine Gedanken zu sortieren und ist eine tolle Erinnerung für später. In das Schwangerschaftstagebuch kannst du zum Beispiel auch die Bilder aus den Ultraschalluntersuchungen einkleben oder den Geburtstermin eintragen. 

Bitte meiden!

Gerade in dieser sensiblen Phase der Schwangerschaft ist es außerdem wichtig, dass du Risikofaktoren aus dem Weg gehst. Dazu gehören:

  • Alkohol,
  • Rauchen und
  • vielen Medikamenten
  • bestimmte Lebensmittel wie rohes Fleisch, Rohmilchprodukte und Nahrungsmittel mit rohem Ei
7. Schwangerschaftswoche: Gönn dir Ruhe!

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Toxoplasmose

Riskant für das Ungeborene ist auch eine Infektionskrankheit namens Toxoplasmose. Sie wird durch den Parasiten Toxoplasma gondii übertragen. Dieser ist für Menschen mit einem stabilen Immunsystem zwar harmlos, kann aber dem ungeborenen Baby ernsthaft schaden. Die Erreger können sich zum Beispiel in Katzenkot befinden. Falls du also eine Katze hast, solltest du jetzt nicht mehr selber das Katzenklo sauber machen. Eventuell lohnt es sich auch darüber nachzudenken, die Katze für die Zeit der Schwangerschaft woanders unterzubringen – auf jeden Fall, wenn sie krank ist. Du solltest außerdem keine streunenden Katzen oder andere Tiere, die draußen leben, streicheln.

Toxoplasmose kann allerdings auch durch Lebensmittel übertragen werden, weshalb du auf gut auf deine Ernährung in der Schwangerschagft achten solltest. So kann beispielsweise rohes Fleisch die Parasiten enthalten – ein Grund mehr, in der Schwangerschaft auf keinen Fall rohes Fleisch (zum Beispiel Tartar) zu essen und Fleisch beim Kochen immer gut durchzugaren. 

Falls du die Toxoplasmose schon hattest, kannst du dich nicht noch einmal damit infizieren. Um festzustellen, ob du immun bist gegen Toxoplasmose oder nicht, kannst du dich beim Frauenarzt testen lassen. Allerdings zahlen nicht alle gesetzlichen Krankenkassen diesen Toxoplasmose-Test.

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miro
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