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Weihnachtsmannlüge Ab diesem Alter solltest du laut Psychologin dein Kind aufklären

Mädchen mit Weihnachtsmütze und Kerze am Fenster
© CLM Images / Getty Images
Spätestens in der Grundschule wird die Weihnachtsmannlüge schon von ganz allein enttarnt. Das denken und hoffen zumindest die meisten Eltern. Doch wenn das nicht passiert, sollte ich mein Kind dann aufklären? Eine Psychologin sagt "Ja!". Aber wann ist der richtige Zeitpunkt?

Der Zauber von Weihnachten ist bei den allermeisten Kindern untrennbar mit dem Weihnachtsmann, dem Christkind, Wichteln, Elfen und fliegenden Rentieren verbunden. Da leuchten die Augen beim Malen der Wunschzettel und staunen, wenn der Nikolaus wirklich nachts die Stiefel gefüllt hat. Und die Erwachsenen fühlen sich in ihre eigene Kindheit zurückversetzt. Spätestens mit Kindern wird die Magie von Weihnachten wieder zum Leben erweckt, wenn sie zwischendurch vielleicht etwas verloren gegangen ist. Eine britische Psychologin warnt jedoch, dass es ernsthafte Folgen haben kann, wenn Eltern ihre Kinder zu lange in diesem Glauben belassen. 

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

„Wie viel Mal muss ich noch schlafen bis Weihnachten?“ Eine Frage, die Eltern in der Adventszeit sehr, sehr oft gestellt bekommen. Auch nicht verwunderlich, schließlich steht Weihnachten für Kinder (und viele Erwachsene) auf gleicher Stufe mit dem eigenen Geburtstag. Ein Fest, das alles zu bieten hat: Geschenke, viel Süßkram, tolle Geschichten und Märchen, Lichter und Leuchten. Kein Wunder, dass die Tage aufgeregt gezählt werden. Doch die Magie hat ein Ablaufdatum. Spätestens dann wenn den smarten Kids die vielen Ungereimtheiten langsam auffallen, sie den Weihnachtsmann hinterfragen oder in der Grundschule die ersten aufgeklärten Mitschüler die Weihnachtsmann-Lüge enttarnen. Doch auch Eltern fragen sich mit jedem Jahr: Wann ist der richtige Zeitpunkt, um den Kindern die Wahrheit zu erzählen, ohne das Vertrauen zu zerstören?

Mit zehn Jahren sollten Eltern ihre Kinder in Sachen Weihnachten aufklären

Die britische Kinderpsychologin Dr. Amanda Gummer empfiehlt, Kindern spätestens mit etwa zehn oder elf Jahren die Wahrheit zu sagen, falls sie es bis dahin nicht ohnehin schon selbst herausgefunden haben. Dies ist das Alter in dem die Kinder fast überall auf die weiterführende Schule wechseln. Um zu vermeiden, dass sie dort für ihren kindlichen Glauben an den Weihnachtsmann ausgelacht und gehänselt werden, sollten sie dann die Wahrheit kennen. "Es ist wichtig, dass Ihre Kinder Ihnen vertrauen und glauben, was Sie ihnen erzählen. Wenn Sie den Mythos zu lange aufrechterhalten, besteht die Gefahr, dass Sie Ihre Glaubwürdigkeit bei ihnen beschädigen, was sich negativ auf Ihre Beziehung auswirken kann, wenn sie älter werden“, so Gummer gegenüber dem britischen Mirror. Aber wie geht man das an?

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Wie sage ich es meinem Kind?

Auf keinen Fall mit der Holzhammer-Methode! Am besten sei es  zu warten, bis die Kinder danach fragen und von uns wissen wollen, was wir denken. Laut Gummer ist einfacher, einen Verdacht zu bestätigen, den sie bereits haben, als ihnen die Nachricht aus heiterem Himmel zu überbringen. Nichtsdestotrotz kann man den Zauber von Weihnachten erhalten, indem man erklärt, dass es auch für die Erwachsenen eine magische Zeit ist, in der es nicht nur um Geschenke, sondern vor allem um Freundlichkeit, Friede und Liebe geht.

Quelle: mirror.co.uk

jba Brigitte

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