Dümmster Selbstversuch ever? Ich lasse mir Freitag, den 13., einen Pechvogel tätowieren

Unsere Autorin fordert das Glück gleich doppelt heraus: Sie lässt sich am Freitag, den 13., ein Krähen-Tattoo stechen.

Alle paar Monate kommt er vor: ein Freitag, der auf einen Dreizehnten fällt. Auch wenn die meisten Leute das ihm nachgesagte Unheil wohl als Humbug abtun – kurz innehalten lässt einen der Blick aufs Kalenderblatt doch.

Aber ist Freitag, der 13., wirklich ein Pechtag? BRIGITTE.de-Redakteurin Susanne hat den Selbstversuch gewagt. Beim letzten "Unglücksdatum" begab sie sich ins Tattoo-Studio und ließ sich ausgerechnet einen Pechvogel tätowieren. Ihr Fazit: Unglück? Von wegen!

Schuse kriegt ein Glücksraben-Tattoo

Gepostet von F Mag am Freitag, 13. Oktober 2017

Warum mache ich das?

Abergläubische Menschen schlagen vielleicht die Hände über dem Kopf zusammen, aber ich tu's trotzdem: Ich lasse mir an diesem Freitag eine Krähe auf den Unterschenkel tätowieren – obwohl es der Dreizehnte ist. 

Bin ich leichtsinnig? Geht so. Bin ich besonders risikofreudig? Nein. Adrenalinsüchtig? Nope. Bin ich lebensmüde? Ganz im Gegenteil! Bin ich dann vielleicht verrückt? Definitiv - aber deshalb lasse ich mich nicht tätowieren ...

Ich habe vor diesem unglücklichen Freitag einfach keine Angst. Und vor Rabenvögeln erst recht nicht. Ich finde, es gibt schon genug Dinge auf der Welt, vor denen wir uns in Acht nehmen. Da müssen wir doch nicht noch mehr Ängste in die Welt setzen.

Ich bin aber keine Märtyrerin

Keine Sorge: Ich lasse mir kein Tattoo aus Trotz stechen. Auch nicht, um abergläubischen Menschen irgendetwas zu beweisen. Ich bin ja keine Märtyrerin! 

Meinetwegen darf jeder Mensch glauben, was er möchte und was für ihn und seine Mitmenschen am besten ist. Und was die Angst angeht: Ich habe selbst genug Gefühle, die ich nicht erklären kann. Da bin ich die Letzte, die sich anmaßt, andere von irgendetwas "kurieren" zu können.  

Wie es zu dem "Unglückstermin" kam

Die "unglückliche" Kombination aus Krähe und Freitag, dem 13., kam so: Mit meinem Tätowierer Felix hatte ich drei Termine verabredet, an denen ein riesiger Wolf auf meinem Oberarm entstehen sollte. Der Wolf entstand auch – nur eben schneller als geplant (Felix ist der Beste!). Und so habe ich noch einen Termin frei - am Freitag, den 13. Oktober.

Praktisch! Ich habe nämlich noch eine peinliche Baustelle auf dem Unterschenkel: Ein verpfuschtes Katzen-Tattoo, das ich mir - wahrscheinlich unter dem Einfluss von zu viel Sonneneinstrahlung - während eines Urlaubs für sehr wenig Geld habe stechen lassen (glaubt mir: diese Erfahrung könnt ihr euch getrost sparen!). Wieso nicht die peinliche Baustelle covern?

Und warum jetzt gerade eine Krähe?

Mit der Krähe verbinde ich positive, sehr persönliche Erinnerungen. Außerdem beeindruckt es mich jedes Mal, wenn ich beobachte, wie clever sich Krähen auf viel befahrenen Straßen verhalten - Pechvögel sehe ich in diesen Tieren nicht. 

Und nun ist es eine Frage der Auslegung: Ist es purer Zufall oder will das Schicksal, dass ich diesen ultimativen Test mache? Dass ich der Welt zeige, was an dem Image dieses speziellen Freitags und dieses armen Singvogels dran ist (ja, Krähen sind Singvögel!) …

Übrigens, das Resumé auch noch Monate später: Susanne ist total zufrieden mit ihrem Tattoo – und Unglück hat ihr die Aktion schon mal gar nicht gebracht. ✌️

Wer hier schreibt:

Themen in diesem Artikel