Menstruation ist teurer Luxus – sagt unser Steuergesetz

Menstruation gehört für die meisten zum Frausein einfach dazu. Für einige ist sie superlästig, andere lieben sie als Teil ihres Selbst. Doch die Regel als Luxus verbuchen? Eher nicht! Genau das tut aber unser Steuergesetz – und kassiert uns deshalb so richtig schön ab! Lasst uns was dagegen tun! #BloodyLuxuryTax

Wir haben es ja mittlerweile mehrfach gesagt: Unser aktueller Bundestag ist, was die Repräsentation von Frauen angeht, eine absolute Katastrophe. AfD, CDU und FDP sei Dank.

Daher ist es umso wichtiger, dass wir auch von außen aktiv werden und Gerechtigkeit einfordern, wo immer es geht - und "aktiv werden" können wir zum Glück schon mit ein paar wenigen Klicks.

Wir können zum Beispiel die Petition der Kampagne #BloodyLuxuryTax unterstützen und sie bestenfalls auch noch teilen und weiter verbreiten. Denn es ist einfach nicht fair, dass wir für Binden höhere Steuern müssen als für Toilettenpapier, weil irgendwelche Vollhorsts Binden als Luxusartikel einstufen!  

Kinokarten gelten als lebensnotwendig, Tampons als Luxus

Für Gemüse, Fleisch und Toilettenpapier zahlen wir 7 Prozent Mehrwertsteuer – weil es essenzielle Produkte sind, die jeder Mensch braucht. Das gleiche gilt offenbar für Kaffee (absolut essenziell!), Kinokarten (hmmm...) und Hotelzimmer (naja, kann schon mal essenziell sein). 

Für Luxusgüter wie Restaurantbesuche, Goldfische und Saft zahlen wir dagegen 19 Prozent – genauso wie für Tampons, Binden und Menstruationstassen (du hast noch nie von Menstruationstassen gehört? Hier erfährst du mehr).

Zugegeben: Es gibt auch andere Produkte, die unsinnig klassifiziert sind. So werden beispielsweise Kinderkekse mit 19, Hundekekse aber nur mit 7 Prozent besteuert. Ebenso schlägt der Staat bei Pferden nur 7, bei Goldfischen aber 19 Prozent drauf, wie Focus berichtet. 

Sollen wir einfach mal laufen lassen, oder was?

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass es ungerecht und falsch ist, Binden mit 19, Klopapier aber nur mit 7 Prozent zu besteuern. Was denkt sich der Gesetzgeber dabei, Tampons als Luxusartikel einzustufen? Sollen wir einfach mal laufen lassen, wenn es so weit ist, oder was?

In kaum einem Land zahlen Frauen so hohe Steuern auf Hygieneartikel für ihre Regelblutung wie bei uns. Nur Schweden bittet mit 25 Prozent noch drastischer zur Kasse.

Ungerechte Steuer kostet uns mindestens eine fette Reise - aber noch mehr geht es ums Prinzip!

Im Schnitt zahlen wir im Laufe unseres Lebens rund 2000 Euro allein an Steuern für Hygieneartikel, die wir wegen unserer Periode brauchen. Okay, das ist vielleicht nicht für jeden die Welt, aber davon könnten wir mindestens eine fette Reise in unserem Leben machen oder uns einmal einen megateuren Laptop leisten.

Doch im Grunde geht's nicht ums Geld, sondern ums Prinzip: Wir bluten ja nicht, weil wir es so geil finden, sondern weil es zu unserem natürlichen Zyklus dazugehört, der uns fruchtbar macht, Kinder zur Welt bringen lässt und dem Rentensystem die Einzahler sichert (jetzt mal ganz blöd und platt formuliert).

Deshalb will die Kampagne #BloodyLuxuryTax diesen offensichtlichen Fehler in unserem Steuergesetz endlich beheben. Doch dafür braucht sie unseren Support!

Hier könnt ihr die Kampagne unterstützen.


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