Online-Dating: Deutsche Männer setzen auf Pitbulls und American Football

Eine Studie auf Grundlage von mehr als 22 Mio. Profilbildern auf Dating-Portalen hat ergeben, dass sich viele Männer offenbar mit Pitbulls, Kaffee und Waffen für unwiderstehlich halten. Frauen glauben dagegen anscheinend mehrheitlich an die Macht ihres Dekolletés.

Online-Dating: Deutsche Männer setzen auf Pitbulls und American Football

Ja, nee, ist klar. Ohne Pitbull kann man sich als Mann im Internet ja heutzutage auch nicht mehr sehen lassen. Zumindest scheinen das männliche Singles zwischen 35 und 44 zu glauben. Laut einer Studie des Portals ZU-ZWEIT.de präsentieren sie sich nämlich auf ihren Profilbildern in Dating-Portalen mehrheitlich mit einem Pitbull. Auf Platz 2 der beliebtesten Motive landete Kaffee, gefolgt von Tauchen und Waffen.

Tja. Männer müssen ja auch schwere Geschütze auffahren, denn der Konkurrenzdruck beim Online-Dating ist gerade für sie laut Studie groß: In der Altersgruppe der Pitbull-Liebhaber beträgt der Männeranteil stolze 76 Prozent – wer da weder Kampfhund noch Knarre hat, sollte besser mal guten Espresso zubereiten können.

Mehr als 100 Millionen Datenzeilen aus 16 Ländern analysiert

Für die Studie hat das Online-Dating-Verbrauchertest-Portal ZU-ZWEIT gute 22 Millionen Profilbilder aus insgesamt 16 Ländern maschinell analysiert und dabei mehr als 100 Millionen Datenzeilen ausgewertet.

Zeigen sich die User mit oder ohne Bart? Haben sie lange oder kurze Haare? Sind sie eher nackt oder gut bekleidet? Spielen sie Fußball oder hängen sie am Bungee-Seil? Die Ergebnisse sind ... ähem ... interessant.

Deutlicher Männerüberschuss, besonders bei den Älteren

Deutlich in allen Altersgruppen ist jedenfalls der Männerüberschuss, der mit zunehmender Lebensreife dramatischer wird: Von 61 Prozent Männeranteil bei den 18- bis 24-Jährigen verschlechtert sich das Verhältnis für die über 55-jährigen Herren auf einen Anteil von 92 Prozent – es sei denn, sie interessieren sich selbst mehr für Männer.

Sowohl bei Frauen als auch bei Männern gibt es allerdings mit Abstand die größte Auswahl in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen – dieser Gruppe gehören bei beiden Geschlechtern die meisten Online-Dater an.

Männer spielen Football, Frauen reisen

Überraschend: Männer zwischen 25 und 34 zeigen sich am häufigsten beim American Football, während der gute alte europäische Fußball nur auf Platz 4 landet. Vielleicht wollen sie härter wirken oder glauben, dadurch aus der Masse herauszustechen? Realistisch erscheint diese Rangfolge jedenfalls nicht. Wobei wir bedenken sollten, dass Online-Dater grundsätzlich nicht unbedingt ein repräsentatives Bild der Bevölkerung widerspiegeln.


Das weibliche Pendant zu den American-Football-Spielern zeigt sich auf Profilfotos am häufigsten mit exotischen Tieren beziehungsweise auf Reisen, denn auf Platz 2 und 3 folgen Regenwald und Wüstenlandschaften. Im Alter von 18 bis 24 zeigen Frauen dagegen besonders gerne ihr Dekolleté.

Wenig Tattoos und Zungen, Frauen beim Bungee-Jumping vorn

Extremsportarten wie Rafting, Skydiving und Klettern sind insgesamt bei Männern verbreiteter. Mit Ausnahme vom Bungee Jumping: Die hochgeladenen Bungee-Jumping-Bilder stammen zu 51 Prozent von Frauen.

Sowohl männliche als auch weibliche Online-Dater zeigen sich zudem konservativer als die Gesamtbevölkerung in Wahrheit ist: Nur 0,2 Prozent der Frauen und noch weniger bei den Männern stellen Tattoos zur Schau – tatsächlich ist mittlerweile jede*r fünfte Deutsche tätowiert. Mit 0,2 Prozent versus 0,07 Prozent sind die Frauen aber ein My frecher und mutiger, indem sie ihre Zunge auf ihren Profilbildern zeigen.

Und suchen Menschen beim Online-Dating die große Liebe oder eher eine schnelle Nummer? In die Köpfe kann man natürlich niemandem gucken, aber bei den Homosexuellen zeigen sich 24 Prozent der Frauen und 21 Prozent der Männer heiratswillig, bei den Heterosexuellen steht es 34 Prozent zu 22 Prozent.

Learnings: Locker bleiben und Kopf hoch

Was lernen wir jetzt aus dieser Studie? Erstens: Wer beim Online-Dating auffallen möchte, sollte unbedingt die Zunge herausstrecken und seine Tattoos zeigen – aber nicht, wenn es ein Pitbull-Tattoo auf einer 35- bis 44-jährigen männlichen Haut ist (ob auffallen auch zum Erfolg führt, ist allerdings fraglich).

Zweitens: Allein schon durch den krassen Männerüberschuss stehen weibliche Online-Dater hoch im Kurs – also ruhig Blut, Ladies! Drittens: Wer einen Typen zwischen 25 und 34 daten will, kann getrost die Abseitsregel vergessen und sich stattdessen vielleicht mal damit auseinandersetzen, was ein Touchdown ist.

Viertens: Wir sollten unbedingt mehr Skydiven (okay, das lernen wir nicht aus der Studie – kleiner Gratis-Tipp am Rande). Fünftens: Online-Dating-Plattformen haben offenbar nicht soooo viel mit der Realität gemeinsam ... Also: Wer online ein Match findet: Herzlichen Glückwunsch! Bei wem es nicht klappt: Kein Grund, den Kopf hängen zu lassen!

 

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Eine Studie auf Grundlage von mehr als 22 Mio. Profilbildern auf Dating-Portalen hat ergeben, dass sich viele Männer offenbar mit Pitbulls, Kaffee und Waffen für unwiderstehlich halten. Frauen glauben dagegen anscheinend mehrheitlich an die Macht ihres Dekolletés.

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