"Leggings nur mit Size Zero" - Fat Shaming von der Direx

"Wer nicht maximal Größe 34 trägt, sieht in Leggings fett aus" - das sagte die Direktorin einer High School in den USA auf einer Versammlung mit Schülerinnen und Schülern. Erst nach heftigen Reaktionen entschuldigte sie sich für ihr Fat Shaming. 

Keine schulterfreien Tops, Röcke bis unter die Kniekehlen und schon gar kein sexy Dekolleté – man kann von der Kleiderordnung an amerikanischen Schulen halten, was man will, aber eines geht gar nicht: Mädchen aufgrund ihrer Kleidergröße Vorschriften zu machen.

Genau das hat aber die Direktorin der Stratford High in South Dakota getan – zumindest unterschwellig. Auf einer Versammlung mit der zehnten Jahrgangsstufe sagte Rektorin Heather Taylor zum Thema Leggings:

Ich habe euch das schon gesagt, aber ich sage es jetzt noch einmal: Wenn ihr keine Size Zero oder Two seid und so etwas anzieht, seht ihr fett aus, selbst wenn ihr gar nicht fett seid.

Eine klare Ansage: Nach Meinung der Direktorin könnten nur Mädchen bis zu einer Kleidergröße 34 Leggings tragen, ohne fett auszusehen.

Bestürzte Reaktionen bei Eltern und Schülerschaft

Viele Eltern und Schüler*innen reagierten erschüttert auf die Aussage und auch Medien berichteten über das Fat Shaming der Direktorin der Stratford High. 

Die Schülerin Allison Veazey sagte dem Fensehsender WCBD News 2: "Ich bin keine Size Zero und habe mich irgendwie bloßgestellt gefühlt. Ich war wirklich verletzt, weil ich dachte, mit meiner Größe sehe ich eklig aus, wenn ich solche Klamotten trage."

Bei Facebook hat eine Userin zu dem Vorfall geschrieben: "Als Teenagerin und Erwachsene, die unter Magersucht leidet, sage ich: Das ist nicht wahr und nicht okay! Du bist schön und wertvoll als Size Zero, Two und 20!"

Die Rektorin bittet um Entschuldigung - zu spät?

Nach den vielen negativen Reaktionen hat sich Taylor mittlerweile entschuldigt. "Ich wollte niemanden angreifen oder verletzen", schrieb sie in einem Statement, "Ich habe meinen Schülerinnen und Schülern versichert, dass ich einer ihrer größten Fans bin.

Nachdem ich mit ihnen gesprochen und viel Unterstützung von ihnen erfahren habe, bin ich zuversichtlich, dass wir bereit sind, weiterzumachen und ein wunderbares Jahr zu haben. Ich danke allen für den Support und dafür, dass sie mir die Gelegenheit gegeben haben, auf ihre Sorgen zu reagieren."  

Ob diese Entschuldigung den Eindruck wieder aufheben kann, den ihre Aussage auf viele Schüler*innen gemacht haben dürfte, ist fraglich - zumal sie diese Aussage ja offenbar wiederholt gemacht hatte. Fest steht dagegen eines: dass sich niemand schämen muss, Leggings zu tragen!  

 

 

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