Große Enttäuschung: Lupita Nyong'o wurden krause Haare auf Cover wegretuschiert

Große Enttäuschung bei Oscar-Preisträgerin Lupita Nyong'o: Auf dem Cover der Grazia UK sind ihre krausen Haare ungefragt wegretuschiert. Warum sie das so verletzt, erklärte sie in einem Instagram-Post. 

Perfekte Lippen, perfekte Haut, perfekte Haare – perfekte Beschreibung für die meisten Coverbilder, auf denen Stars abgebildet sind. Dass da grundsätzlich viel bearbeitet und retuschiert wird, wissen wir alle.

Doch während die Mehrheit der Modelle dabei mitmacht, ohne es groß zu thematisieren, hat Lupita Nyong'o, Oscar-Gewinnerin und Darstellerin in "Star Wars: Das Erwachen der Macht", mit ihrem neuesten Coverbild auf der Grazia UK ein gewaltiges Problem: Die Bildbearbeiter haben ihr knallhart die langen krausen Haare abrasiert und geglättet.

Warum sie das so stört, erklärt sie bei Instagram wie folgt:

Wie ich in der Vergangenheit schon so oft deutlich gemacht habe, stehe ich mit jeder einzelnen Faser zu meiner Herkunft und meinem natürlichen Erbe. Obwohl ich damit aufgewachsen bin, dass helle Haut und glattes, weiches Haar der Inbegriff von Schönheit seien, weiß ich jetzt, dass meine dunkle Haut und mein krauses, lockiges Haar auch schön sind. Auf dem Cover einer Zeitschrift zu sein, freut mich deshalb, weil es mir die Möglichkeit bietet, anderen dunkelhäutigen, kraushaarigen Menschen – insbesondere Kindern – zu zeigen, dass sie schön sind, wie sie sind. Ich bin enttäuscht, dass Grazia UK mir angeboten hat, auf ihrem Cover zu sein, und mein Haar dann wegretuschiert und geglättet hat, damit es zu ihrer Vorstellung von Schönheit passt. Wäre ich gefragt worden, hätte ich erklärt, dass ich es weder unterstützen noch dulden kann, wenn sie etwas wegretuschieren, das meine Herkunft widerspiegelt – damit sie verstehen und anerkennen, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben im Kampf gegen die unbewussten Vorurteile gegenüber der Hautfarbe und dem Haar von schwarzen Frauen.

Klar kann man jetzt sagen, dass Stars, die in der Unterhaltungsindustrie arbeiten, mit so etwas rechnen müssen und nicht erwarten sollten, in Coverbildern ihre politischen Botschaften zu transportieren. Aber verständlich ist ihre Enttäuschung allemal! Und wenn sich mehr Promis wie sie dafür einsetzten, dass Magazine Menschen in ihrer natürlichen Unterschiedlichkeit und Vielfalt zeigten, wäre das definitiv gesund für die gesellschaftliche Auffassung von Schönheit und Aussehen.

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