"Mit 13 hatte ich meine erste Depression"

Mit ihrer Musik hat sich Sarah Klang (25) als "traurigste Frau Schwedens" einen Namen gemacht. Aber ist sie wirklich so traurig? Und wenn ja, warum? Wir haben sie gefragt.

F Mag: Warum sind deine Lieder alle so traurig?

Sarah: Ich bin einfach super traurig. Musik ist mein Ventil. Andere Leute gehen zum Therapeuten, ich verarbeite meine Traurigkeit in der Musik. Manchmal bin ich auch super fröhlich - aber davon brauche ich keine Erleichterung. Ich werde wahrscheinlich nie fröhliche Musik machen.

Warum bist du denn so traurig?

Ich habe meine Gründe. Ich wurde schon mit einem Hang zum Dramatischen geboren. Meine erste Depression hatte ich mit 13. Das ist okay. Ich fühle mich okay. Selbst wenn ich könnte: Ich würde mich nicht ändern. Ich mag mich so, wie ich bin.

Hast du nie mit dir gehadert?

Oh doch! Als ich in der Pubertät war, war gerade O.C. California total hip – mit Mischa Barton und all diesen anderen superschönen Menschen. Da hat es mich total abgefuckt, dass ich nicht so aussehe. Ich dachte, mit mir stimmt etwas nicht, weil ich einen normalen Körper habe.

Wurdest du schon mal wegen deiner Figur geshamed?

Nein, jedenfalls nicht so, dass ich es mitbekommen habe. Eher wurde ich mal als Nutte bezeichnet, oder mein Körper wird sonst irgendwie mit einem sexuellen Bezug kommentiert.


Glaubst du, Frauen haben es in deiner Branche schwerer?

Ich glaube schon. Als Typ musst du nur ein cooles T-Shirt anziehen, und alles ist okay. Als Frau muss immer alles stimmen: Dein Outfit muss zu deiner Musik passen, du musst möglichst unkompliziert und witzig sein und lächeln. Die Leute wollen, dass Frauen keine Probleme machen und flach sind. Männer dürfen viel kontroverser sein.

Wärst du manchmal lieber ein Mann?

Wenn ich nachts allein nach Hause gehe, wäre ich lieber ein Mann. Es nervt, Angst haben zu müssen. Aber eigentlich will ich nur keine Angst mehr haben müssen, denn im Grunde bin ich gerne eine Frau. Ich schminke mich GERNE und ziehe mich GERNE schick an. Tut mir leid für die Männer, dass sie das nicht kennen.  

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