Pilotin gesucht: Darum will easyJet mehr Frauen in den Cockpits 👏

Klare Ansage vom Billigflieger easyJet: SpĂ€testens 2020 soll jeder fĂŒnfte neu eingestellte Pilot eine Frau sein.

Die Wahrscheinlichkeit, dass uns eine Pilotin auf die Malediven fliegt, ist verschwindend gering: Nur vier Prozent aller kommerziellen Piloten weltweit sind Frauen.

Beim Billigfluganbieter easyJet sieht's kaum besser aus: Der Konzern beschĂ€ftigt aktuell gut fĂŒnf Prozent Pilotinnen. Den Status einer FlugkapitĂ€nin hat allerdings nur jede dritte easyJet-Pilotin – nach Adam Riese sind also weniger als 2 Prozent aller easyJet-Piloten FlugkapitĂ€ninnen.

50 Prozent Gender Pay Gap - easyJet gelobt Besserung

Der neue CEO der britischen Fluggesellschaft Johan Lundgren will diesen Missstand schleunigst Ă€ndern, wie er jetzt ankĂŒndigte: 2020 soll die Einstellungsquote weiblicher Piloten bei 20 Prozent liegen.

Wenn der Konzernchef den aktuellen Kurs hĂ€lt, könnte das wohl klappen: Vergangenes Jahr stellte easyJet 49 Pilotinnen und 320 Piloten ein – die Frauenquote bei den Neueinstellungen lag damit immerhin schon bei 13 Prozent.

FĂŒr Lundgren stellt die geringe Frauenquote in den Cockpits wohl vor allem deshalb ein Problem dar, weil sie mit dazu beitrĂ€gt, dass easyJet immer wieder fĂŒr einen monströsen Gender Pay Gap kritisiert wird.

Kein Wunder: Die Jobs als Flugbegleiter, in denen bekanntlich ĂŒberdurchschnittlich viele Frauen beschĂ€ftigt sind, sind (wer hĂ€tte das gedacht🙄) deutlich schlechter bezahlt als die renommierten Stellen im Cockpit. Das unausgewogene GeschlechterverhĂ€ltnis in Cockpit und Kabine trĂ€gt daher bei easyJet maßgeblich dazu bei, dass die GehaltslĂŒcke zwischen Mann und Frau mit stolzen 50 Prozent zu Buche schlĂ€gt.

Der CEO geht mit gutem Beispiel voran đŸ€‘

"Bei easyJet fĂŒhlen wir uns absolut verpflichtet, gleiches Gehalt zu zahlen und Frauen und MĂ€nnern die gleichen Chancen zu geben", sagte Lundgren jetzt im Zusammenhang seiner AnkĂŒndigung zum Aufbau eines Pilotinnenstabs.

Und um zu beweisen, dass ihm die Gleichberechtigung wirklich so sehr am Herzen liegt, kĂŒrzte er sein eigenes Jahresgehalt um stolze 34.000 Pfund (38.600 Euro). Statt mit den ausgehandelten 740.000 Pfund will er mit nur 706.000 Pfund (808.000 Euro) pro Jahr ĂŒber die Runden kommen - Lundgrens VorgĂ€ngerin Carolyn McCall hatte in ihrem 7. Jahr an der Spitze des Unternehmens nĂ€mlich auch nicht mehr zur VerfĂŒgung.

Unangetastet von jeglichem Verzicht im Sinne der Gleichberechtigung bleiben allerdings die Bonuszahlungen an den Konzernchef. Wenn es gut lĂ€uft, sind da noch einmal 1,7 Millionen Euro zusĂ€tzlich fĂŒr ihn drin.

Lindgrens VorgĂ€ngerin Carolyn McCall hatte den Chefsessel bei easyJet im Dezember 2017 fĂŒr den ehemaligen TUI-Manager gerĂ€umt. Sie sucht ihr berufliches jetzt als Chefin beim britischen Privatsender ITV.


 

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EasyJet: Flugzeug bei Sonnenaufgang auf der Startbahn
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