Diese Beschlüsse zeigen: So frauenfeindlich ist Trumps Politik

Seit rund 10 Monaten ist Donald Trump als 45. Präsident der USA im Amt. Welche Auswirkung hatte seine Amtszeit bislang für Frauen? Diese sieben Maßnahmen zeigen es.

wirkt bei seinen öffentlichen Auftritten oft wie ein chauvinistisches Arschloch – da gibt es nichts zu beschönigen. Aber ist auch seine Politik frauenfeindlich? Oder ist er einfach der Typ, der in Fettnäpfchen tritt, blöde Sprüche klopft und in Wahrheit nichts Böses will?

Urteilt am besten selbst ...   

1. Hochschulen müssen nicht mehr so energisch gegen Vergewaltigung vorgehen

2011 hatte ein Gesetz erlassen, das Hochschulen verpflichtete, sexuelle Übergriffe auf dem Campus schnellstmöglich aufzuklären und zu ahnden. Unis, die nicht genug taten, um gegen sexuellen Missbrauch vorzugehen, wurden die staatlichen Fördermittel gekürzt oder entzogen. Dieses Gesetz hat die Regierung Trump im September aufgehoben.

2. Frauen müssen für Verhütung selbst bezahlen

Die Krankenversicherung zahlt für die Pille? Nicht mit Trump! Diesen Monat hat der Präsident eine Maßnahme aus Obamas Gesundheitsreform-Paket gekillt, die vorschrieb, dass Versicherungen die Verhütung von Arbeitnehmerinnen abdecken müssen.

3. Die medizinische Versorgung von Müttern und Schwangeren hat keine Priorität

Im März entschied Trump zusammen mit einem Haufen männlicher Kongress-Abgeordneter, welche 10 Bereiche so wichtig sind, dass Krankenversicherungen sie auf jeden Fall abdecken müssen. Für die Herrenrunde nicht unter den Top-Ten der Herrenrunde: Die medizinische Versorgung von Müttern und Schwangeren.

4. Regierungsausschuss für Frauenrechte liegt auf Eis

Der "White House Council on Women and Girls" ist ein Ausschuss, der darauf achtet, dass die Regierung bei ihren Entscheidungen die Interessen von Frauen berücksichtigt. Um Geld zu sparen, hat Trump diesen Ausschuss auf Eis gelegt. Mit demselben Argument steht auch das "Department of Labor's Women's Bureau", das sich für die Interessen berufstätiger Frauen einsetzt, auf der Abschussliste – allerdings wird's für dieses Department frühestens 2018 ernst.

5. Maßnahme gegen den Gender Pay Gap gestoppt

Im August hat Trump verhindert, dass eine Maßnahme für mehr Lohngerechtigkeit zwischen den Geschlechtern umgesetzt wird. Obama hatte ein Gesetz auf den Weg gebracht, das Unternehmen verpflichten sollte, die Gehälter nach Hautfarbe und Geschlecht aufzuschlüsseln. Die Daten sollten dabei helfen, den Gender Pay Gap, der in den USA bei etwa 20 Prozent liegt, zu schließen.

6. Förderung von  "Planned Parenthood" wird den Kommunen selbst überlassen

Im April hat Trump ein Gesetz unterzeichnet, das die Förderung von Non-Profit-Organisationen wie Planned Parenthood den Städten und Kommunen überlässt. Planned Parenthood – ähnlich wie unser Pro Familia – bietet gynäkologische Leistungen wie Schwangerschaftstests, Brustkrebs-Screenings und Abtreibungen an.

Im Mai ging Trump noch einen Schritt weiter und schlug vor, Planned Parenthood staatliche Fördermittel, die die Organisation nicht für Abtreibungen einsetzen darf, grundsätzlich zu entziehen.

7. Staatliche Entwicklungshilfe ist nicht für Abtreibungen da 

NGOs, die sich weltweit für eine bessere medizinische Versorgung einsetzen, müssen gemäß der "Global Gag Rule" beweisen, dass sie staatliche Fördermittel NICHT für Abtreibungen einsetzen.

8. Transgenders dürfen diskriminiert werden

Im Februar hat Trump zunächst ein Gesetz rückgängig gemacht, das Transgender-Studenten die Entscheidung freistellt, ob sie die Herren- oder die Damen-Toilette benutzen. Im Oktober erklärte die Regierung Trump, dass der Civil Rights Act, der Arbeitnehmer vor Diskriminierung schützen soll, nicht für Transgenders gilt.  

   

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