Barkeeperin wehrt sich gegen Belästiger: "Ich hab ihn zu Brei geschlagen"

Ein Mann begrapscht eine Barkeeperin – woraufhin sie ihn windelweich prügelt. Ihre Selbstverteidigung hat böse Folgen für sie ... 

Ein fremder Mann fasst dir in einer Bar unvermittelt unter den Rock und führt seine Hand in deinen Intimbereich – wie reagierst du? 

Diese Situation, von der wir uns alle wünschen, dass wir uns nur hypothetisch damit auseinandersetzen müssen, wurde für Barkeeperin Jacquelyn Blough offenbar Realität. Sie sei mit Freundinnen feiern gewesen – in der Bar, in der sie auch arbeitet –, als ein Mann sie plötzlich begrapscht habe.

"Er stieß energisch seine Finger an mir hoch, einfach so, aus dem Nichts – es war furchtbar. Ich drehte mich um, er sah mich an und sagte, er mache bloß Spaß. Ich habe ihn in den Schwitzkasten genommen und zu Brei geschlagen", berichtete Blough gegenüber Phillymag

Ihre Selbstverteidigung hat böse Folgen

Ein Türsteher habe den Mann daraufhin rausgeschmissen, sie selbst sei direkt ins Krankenhaus gefahren. "Mir war sofort klar, dass meine Hand gebrochen ist", sagte die 30-Jährige.

Den Großteil der Nacht habe sie im Krankenhaus verbracht, bis sie mit einem Gips entlassen worden sei – den sie nun wohl mindestens sechs Wochen tragen muss. Ihren Job am Tresen könne die Barkeeperin damit vorerst knicken.

"Ich muss die Krankenhausrechnung bezahlen und habe keinen Job. Es ist zum Verzweifeln. Ein Albtraum nach dem anderen. Und alles nur, weil sich jemand entschieden hat, ein ätzender Typ zu sein", sagt Blough.

Polizei sucht nach dem Beschuldigten

Die schlagkräftige Frau habe den Vorfall zunächst einfach nur hinter sich lassen wollen, wie sie sagt. Doch dann habe sie weitergedacht und ihr sei klar geworden, dass sie den Kerl anzeigen müsse: "Dieser Mensch sollte nicht frei rumlaufen. Was tut er der nächsten Frau an?"

Also meldete sich Blough bei der Polizei – vier Tage nach der Tat. Nun wird nach dem Mann gefahndet, den die Barkeeperin als stämmig, weiß und um die 40 beschrieb.

Blough bittet um Hilfe

Sie selbst hat auf Facebook kurz nach der Anzeige ein Bild von ihrer Gips-Hand gepostet, bei dem sie eine Gofundme-Page verlinkt, über die man sie finanziell unterstützen kann. Sie schreibt dazu:

Hi an alle. Wie einige von euch wissen, wurde ich am Samstag angegriffen. Ich habe mich gewehrt und den Typen zusammengeschlagen. Dabei habe ich mir drei Knochen gebrochen. Jetzt kann ich gerade nicht arbeiten und muss mit diesem Albtraum irgendwie umgehen. Ich bitte nie um Hilfe, es sei denn, es geht um Tierschutz. Ich schiebe meinen Stolz beiseite und bitte dieses eine Mal um Hilfe für mich selbst. 

Mehr als 200 Menschen haben mittlerweile für die Barkeeperin gespendet – die Zielmarke ist schon überschritten. Blough schreibt auf ihrer Gofundme-Seite:

Vielen, vielen Dank euch allen! Ich kann kaum glauben, wie großzügig ihr seid. Mit euren Spenden kann ich die bestehende Krankenhausrechnung und die anstehenden Arzttermine bezahlen. Ich gebe mein Bestes und nutze die Zeit, um mich geistig, körperlich und seelisch zu erholen.

Bei so einer Geschichte von einem Happy End zu sprechen, fällt schwer – insbesondere, solange der Fall nicht aufgeklärt ist. Fest steht aber: Wer sich erst gegen einen Angriff zur Wehr setzt und dann den Mut hat, um Hilfe zu bitten, beweist damit echte Stärke!

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    Barkeeperin wehrt sich gegen Belästiger - und prügelt ihn windelweich

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