#WhereIsMyName: So kämpfen afghanische Frauen für ihre Rechte

In Afghanistan ist der Name einer Frau tabu. Sie existiert nur abhängig von einem Mann und wird "Tochter von ..." oder "Frau von ..." genannt. Jetzt wird dagegen angetwittert: #WhereIsMyName - Let the Tweetstorm begin!

Wie würdest du dich fühlen, wenn dich niemand bei deinem Namen nennen würde? Wenn du immer nur "Tochter von ..." wärst? Abhängig? Minderwertig? Wie Eigentum?

Genau so fühlen sich Frauen in Afghanistan. Dort ist der Name einer Frau tabu. Bis zu ihrer Hochzeit ist sie die "Tochter ihres Vaters", dann wird sie zur "Frau ihres Mannes". Ehre und Respekt, so die patriarchalische Tradition, gebühren allein dem Mann.

Jetzt wollen Frauen diese patriarchalische Tradition überwinden! 

Das wollen sich viele Afghaninnen nicht mehr länger gefallen lassen. Mit der Kampagne #WhereIsMyName protestieren sie für das Recht auf einen eigenen Namen – das grundlegendste Symbol für Eigenständigkeit, Vollwertigkeit, Individualität und Unabhängigkeit, das es gibt.

"Wir wollen die Tabus und die schlechten Traditionen abschaffen, die verhindern, dass Frauen als eigenständige Personen wahrgenommen werden. Dass wir bei unserem Vor- und Nachnamen genannt werden, ist der Punkt, an dem unsere Rechte beginnen. Es ist unser erstes Recht, es bedeutet, dass wir als vollwertige Menschen betrachtet werden", erklärte die Gründerin der Kampagne Laleh Osmany der Emma.

Unter dem Hashtag #WhereIsMyName sollen Frauen ihren Namen in den sozialen Medien nennen. Männer, die die Kampagne unterstützen wollen, können den Namen ihrer Tochter, Schwester oder Frau twittern.

Heute, am 18. September, soll die Kampagne zu einem weltweiten Tweetstorm anwachsen. Also Leute: Twittert mit! Lasst uns #WhereIsMyName trenden!

 


 

Themen in diesem Artikel