"Darf ich deine Muschi lecken?" – Studentin sammelt Anmachsprüche und malt sie auf die Straße

Für so was kann man Instagram nur lieben: Unter @catcallsofnyc postet eine New Yorker Studentin Anmachsprüche, die Frauen über sich ergehen lassen mussten. Peinlich, peinlich, liebe Herren!  

Komplimente? Immer her damit! Flirten? Macht das Miteinander doch erst interessant! Blöde Anmachsprüche im Vorbeigehen, bei denen wir uns am liebsten Harry Potters Tarnumhang überwerfen würden? Bitte nicht!

Warum kennen so viele Männer immer noch nicht den Unterschied zwischen Kompliment und Sexismus? Warum überschreiten immer noch so viele Typen ständig die Grenze zwischen Flirt und ? Sind sie zu dumm? Zu arrogant? Zu unsicher? Ist es ihnen egal, dass sie Frauen damit nerven oder sogar Angst machen und das Verhältnis zwischen den Geschlechtern allgemein verseuchen?

Studentin sammelt Anmachsprüche bei Instagram

Egal, was der Grund ist, es ist höchste Zeit, etwas dagegen zu tun! Das meint offenbar auch die Studentin Sophie Sandberg. Bei Instagram erregt die 21-jährige Studentin derzeit Aufsehen mit ihrem Account @catcallsofnyc. Darauf postet sie Anmachsprüche, die Frauen in New York über sich ergehen lassen mussten.

Gesammelt hatte Sandberg die Sprüche über einen Aufruf an ihre eigenen -Follower, sie mögen ihr bitte ihre Erlebnisse mit Belästigern schicken. Die eingesendeten Zitate hat sie dann fein leserlich und mit bunter Kreide an den jeweiligen "Tatort" gemalt, das Kunstwerk dann wiederum geknipst und anschließend über Instagram der großen weiten Welt zugänglich gemacht.

Gegenüber Huffingtonpost sagte die Studentin: "Indem ich die Kommentare dort auf den Gehweg schreibe, wo es dazu kam, mache ich die Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam. Die bunte Kreide und die bunten Worte fallen den Leuten ins Auge. Sie zwingen diejenigen, die normalerweise keine Belästigung erleben, ein zweites Mal hinzuschauen."

"Ich ficke dich härter als Trump das Land fickt"

Tatsächlich fallen die gesammelten Sprüche nicht nur durch die leuchtenden Farben und die großen Buchstaben auf – sondern auch durch ihre Inhalte. Hier einige Beispiele:

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Ich ficke dich härter als Trump das Land fickt

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Jesus Christ, nette Titten ... ich wünschte, ich könnte an ihnen saugen.

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Ich werde in deinem Mund kommen

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Darf ich deine Muschi lecken?

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Bring sie mit nach Hause! Bring die Schlampe mit nach Hause!

Tja ... Flirten sieht definitiv anders aus. Wer solche Sprüche okay findet, sollte dringend mal ein paar Jahre am Stück durchmeditieren oder auf anderen Wegen nach Erleuchtung suchen, denn von Durchblick zeugt das nicht.

"Für mich war das immer mehr als ärgerlich"

Sandberg ist selbst im Big Apple aufgewachsen und werde, seit sie 15 ist, regelmäßig Opfer von sogenanntem "Catcalling" – also blöden Anmachen oder Belästigung durch Männer. "Niemand hat es in Frage gestellt oder angeprangert. Es wurde einfach als etwas Ärgerliches akzeptiert", sagt die 21-Jährige. "Für mich war es aber immer mehr als ärgerlich."

Durch ihre Erfahrungen mit Belästigung habe sie sich oft unsicher und unwohl gefühlt, wenn sie allein unterwegs war. Mit ihrem Projekt möchte sie nun Menschen dazu bewegen, einzugreifen, wenn sie Zeuge von Belästigung werden. Und natürlich möchte sie Frauen, die blöd angemacht werden, ermutigen und die ihr wohlbekannte Unsicherheit nehmen.

Schluss mit Schweigen – jede Stimme trägt etwas bei

"Ich möchte, dass Menschen, die sich stumm, wie ein Objekt oder als Opfer fühlen, verstehen, dass sie etwas verändern können. Eine Stimme kann zu einer gesellschaftlichen Bewegung beitragen. Damit haben wir Macht und können nicht mehr zum Schweigen gebracht werden."

Genau wie #Metoo, #notheidisgirl oder auch #womenspreading zeigt Sandberg mit ihrem @catcallsofnyc: Die Zeit des Hinnehmens ist vorbei!

Es ist nicht lächerlich, sich über blöde Anmachen aufzuregen und Belästigung zu thematisieren. Wir sind nicht empfindlich, wenn wir auf so etwas reagieren. Und wir sind auch nicht schwach, wenn wir zugeben, dass uns das Angst macht. Mal ehrlich, so ganz ohne dunkle Straße und bedrohliche Situation drum herum: "Ich möchte an deinen Titten saugen" – wer sich hier lächerlich macht, steht ja wohl nicht zur Diskussion.


 

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