USA: Senatoren müssen zum Anti-Sexismus-Training

Wer im US-amerikanischen Senat arbeiten will, muss als Voraussetzung dafür künftig ein Anti-Sexismus-Training absolvieren. Das hat der Senat am Donnerstagabend einstimmig beschlossen, um so sexuelle Belästigung von Senatsmitarbeiter*inne*n zu reduzieren oder zu verhindern.

Sexuelle Belästigung ist nicht nur in Hollywood ein weit verbreitetes Problem: Gerade auch aus politischen Kreisen kamen in den vergangenen Wochen im Rahmen der #Metoo-Debatte eine Reihe von Belästigungsfällen ans Licht. Ob im EU-Parlament, der britischen Labour-Partei oder bei den Republikanern in den – offenbar gibt es überall schwarze Schafe, die noch nicht verstanden haben, wie man respektvoll mit Kolleginnen und Kollegen umgeht.

Der jüngste Vorwurf richtet sich gegen den republikanischen Senator Roy Moore: Ihn beschuldigen gleich vier Frauen, sie als Teenager verführt und sexuell missbraucht zu haben.

Senat beschließt Anti-Sexismus-Maßnahme

Um endlich gegenzusteuern hat der US-Senat jetzt einstimmig eine verpflichtende Maßnahme für Senatsmitglieder beschlossen: Die Teilnahme an einem "Sexual harassment training", also im Grunde einem Anti-Sexismus-Seminar. Den Kurs müssen künftig alle Senatoren und Senatorinnen und ihre Beraterinnen und Berater absolvieren, um im Senat arbeiten zu dürfen.

"Jeder Mensch hat es verdient, sich an seinem Arbeitsplatz sicher und wohl zu fühlen. Die Einführung dieser neuen Senatsregel ist eine wichtige Maßnahme, um sicherzustellen, dass das in diesen Räumen der Fall ist", sagte Senatorin Amy Klobuchar in einem Statement.

Das geplante "sexual harassement training" soll neben Sexismus auch Diskriminierung aufgrund von Rasse, Religion, Behinderung oder anderer Merkmale behandeln.

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