Krass: An dieser Sex-Puppe kann sich sogar ein Vergewaltiger austoben 😱

Sex-Roboter Roxxxy macht Sexträume wahr – auch Vergewaltigungsfantasien. Mit dem high-class Sex-Toy kann man vögeln, während es ausdrücklich "Nein" sagt.

Für einmalig rund 8.300 Euro kann man es Roxxxy so richtig besorgen – so oft und so lange man will.

"Sie hat immer Lust und ist allzeit bereit, zu spielen oder zu reden. Roxxxy ist dafür da, deine Träume wahr werden zu lassen!"

Mit diesem Versprechen wirbt die Firma TrueCompanion für ihren Sex-Roboter Roxxxy – und nimmt es dabei ganz genau: Schaltet die lebensgroße Sex-Puppe in einen bestimmten Modus, kann man an ihr seine Vergewaltigungsfantasien ausleben.

So funktioniert der Vergewaltigungsmodus

Roxxxy hat mehrere "Persönlichkeiten", wie die Hersteller angeben, eine davon nennt sich "Frigid Farrah" ("frigide Farrah"). In diesem Modus zeigt die Puppe keinerlei Zeichen von Erregung oder Lust, sondern sagt "Nein" zu Geschlechtsverkehr, intimen Berührungen oder sonstigen sexuellen Handlungen.

Außer der verbalen Ablehnung hat Roxxxy allerdings keine Möglichkeit, ihre Unlust zu signalisieren, aktiv wehren kann sich der Roboter nämlich nicht. Heißt also: Mit Roxxxy kann man wilden Sex haben, obwohl sie "Nein" sagt, was rechtlich einer Vergewaltigung entspricht.

"Roxxxy ermutigt Vergewaltiger"

Gut, nun ist Roxxxy ein Roboter – in Wahrheit hat sie weder echte Lust noch echte Unlust. Der "Frigid-Farrah"-Modus ist lediglich eine Einstellungsstufe, ähnlich wie "lautlos" beim Fernseher. Trotzdem ist Roxxxys vermeintliche Lustlosigkeit problematisch, denn: Ist es etwa okay, ein Spielzeug auf den Markt zu bringen, an dem jemand Vergewaltigungsfantasien ausleben kann?

Laura Bates, Gründerin der Sexismus dokumentierenden Website Everyday Sexism Project, sagt – wie Roxxxy – "NEIN". In einem Kommentar in der "New York Times" schreibt sie: "Vergewaltigung ist kein Ausdruck sexueller Leidenschaft. Sie ist ein gewalttätiges Verbrechen. Wir sollten genauso wenig Vergewaltiger dazu ermutigen, ein scheinbar sicheres Ventil dafür zu finden, wie Mörder, indem wir ihnen realistische, blutspritzende Puppen geben, die sie erstechen können."


Lieber Roxxxy vergewaltigen als eine echte Frau 

Es gibt aber auch die andere Meinung, der zufolge TrueCompanion uns mit Roxxxy einen Gefallen getan hat. Eine Puppe, die sich vergewaltigen lasse, gebe potentiellen Vergewaltigern eine Möglichkeit, ihre gestörten Fantasien auszuleben, ohne dabei einem echten Menschen zu schaden.

Dazu die Sex-Kolumnistin Vanessa de Largie: "Wir können uns vormachen, in einer Fantasiewelt zu leben, in der Vergewaltigungen und Vergewaltigungsfantasien nicht existieren. Aber Fakt ist, dass sie es tun. Und als eine Person, die eine Vergewaltigung erlitten hat, ziehe ich es vor, dass eine Person ihre Fantasie mit einem Sex-Roboter auslebt, bevor sie es mit einem Menschen tut."

Parallelen zur Killerspiel-Debatte

Welche der beiden Seiten der Wahrheit tatsächlich näher ist, wissen wir nicht. Bislang gibt es nämlich noch keine Studien, die die Auswirkungen solcher Sex-Roboter auf die Psyche von Menschen untersucht haben. Allerdings erinnert die Diskussion stark an die Killerspiel-Debatte: Verlieren Zocker, die ständig virtuell Leute abballern, die Fähigkeit zu Empathie und laufen eines Tages Amok, oder können sie zwischen Realität und Spiel unterscheiden?

Dummerweise sind sich Psychologen auch bei dieser Frage nicht einig. Zwar gibt es Studien, die nahelegen, dass Ballerspiele gerade bei Heranwachsenden zu Aggressionen und höherer Gewaltbereitschaft führen. Doch auch das genaue Gegenteil wollen Forscher schon nachgewiesen haben: Dass zwischen der Empathie-Fähigkeit von Aggro-Zockern und Nicht-Zockern kein Unterschied bestehe.

Problem unklar, Lösung aber nicht

Tja, da müssen die Psychologen im Hinblick auf Roxxxy wohl so oder so noch mal ran. Doch in der Zwischenzeit sollte TrueCompanion Roxxxy umprogrammieren oder aus dem Verkehr ziehen müssen, denn im Grunde laufen beide Theorien darauf hinaus: Wenn es stimmt, dass eine "frigide Farrah" potentielle Vergewaltiger ermutigt, muss der Modus sofort gelöscht werden.

Wenn sie potentiellen Vergewaltigern dagegen Erleichterung verschafft und als "Dummy" für echte Opfer fungieren kann, sollte sie verschreibungspflichtig sein und unter ärztlicher Aufsicht genutzt werden dürfen. So viel steht nämlich fest: Wer davon träumt, es einer Frau gegen ihren Willen zu besorgen oder Probleme damit hat, ein "Nein" zu akzeptieren, sollte dringend einen Arzt aufsuchen.

Hilfe für Menschen, die mit Gewaltfantasien kämpfen, bietet zum Beispiel auch die Organisation I CAN CHANGE. Ratsuchende können sich dort unter Wahrung ihrer Anonymität telefonisch, per Mail oder persönlich Hilfe holen. 

Opfer von Gewalttaten können sich rund um die Uhr an das Hilfetelefon (08000 116 016) wenden.


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Ohne Worte! Diese Sexpuppe hat einen extra "Vergewaltigungs-Modus" 😱

Sex-Roboter Roxxxy macht Sexträume wahr – auch Vergewaltigungsfantasien. Mit dem high-class Sex-Toy kann man vögeln, während es ausdrücklich "Nein" sagt.

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