4 Anzeichen dafür, dass du zu viel Salz isst

Zu viel Salz ist ungesund – so eine häufige Meinung. Eine neue Studie widerspricht der Annahme. Aber wie viel ist zu viel und woran merke ich das?

Wer zu viel Salz isst, öffnet Krankheiten wie Bluthochdruck und Schlaganfall Tür und Tor – so die häufige Meinung. Dabei lieben die Deutschen Salz: Rund 8,4 Gramm davon essen Frauen täglich, bei Männern sind es etwa zehn Gramm. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Höchstdosis von sechs Gramm. 

Ist zu viel Salz schädlich? 

Kanadische Forscher widersprechen den ständigen Warnungen zum Salzkonsum jetzt. Laut ihrer Studie ist zu viel Salz zum einen nicht so gesundheitsschädlich wie angenommen, zum anderen könnte es sogar dabei helfen, Herz und Gefäße zu schützen. Andrew Mente und seine Kollegen haben für ihre Studie die Daten von 95.767 Teilnehmern im Alter von 35 bis 70 Jahren aus 18 Ländern analysiert. Ihr Ergebnis: Problematisch wird Speisesalz erst, wenn man täglich über 12,5 Gramm verzehrt – hauptsächlich waren Chinesen davon betroffen. 

Natrium als Verursacher 

Laut den Studiendaten führte diese große Menge Natriumchlorid aus Salz bei den Probanden tatsächlich zu hohem Blutdruck und Schlaganfällen. 

Gleichzeitig fanden die Forscher aber auch Hinweise, dass ein Salzkonsum unter 12 Gramm täglich zu weniger Herzinfarkten und einer niedrigeren Sterblichkeitsrate führen könnte – Salz könnte uns also sogar gesund halten. Allerdings weisen die kanadischen Wissenschaftler daraufhin, dass es sich lediglich um eine Beobachtungsstudie handelt – der nachgewiesene Effekt lässt sich also gar nicht eindeutig auf das Kochsalz beziehungsweise auf das Natrium zurückführen. 

Woran sehe ich, ob ich eine Salz-Diät einlegen sollte? 

Häufig zeigen uns Körper und Geist, ob wir zu viel Salz essen – und zwar nicht nur durch einen zu hohen Blutdruck oder geschädigte Nieren. Diese vier Anzeichen solltest du ernst nehmen: 

Das Essen schmeckt fade 

Gerade verarbeitete Lebensmittel wie zum Beispiel Fertigprodukte haben von Haus aus einen hohen Salzgehalt – was unseren Geschmackssinn für Salziges nach und nach abstumpfen lässt. Wenn du viele derartige Lebensmittel isst, fängst du wahrscheinlich früher oder später an, auch frisches Essen ordentlich nachzusalzen, weil du es als fade empfindest. Zum größten Teil ist es also eine Angewohnheit, viel nachzusalzen. Wenn du merkst, dass du dein Essen ständig nachsalzen willst, solltest du die Salzzugabe nach und nach bewusst reduzieren – und auf versteckte Salzfallen bei deiner sonstigen Ernährung achten. 

Du fühlst dich aufgebläht, deine Gelenke schwellen an 

Salz bindet Wasser – und diese Wassereinlagerung kann mehrere Effekte haben: 

  • Du nimmst zu 
  • Du fühlst dich aufgebläht 
  • Gelenke wie Finger- und Fußknöchel schwellen an 

Diese Symptome treten oft eher im mittleren Lebensalter auf. 

Du hast unerklärliche Kopfschmerzen 

Du hast ständig Kopfschmerzen – und kannst dir nicht erklären, woher sie kommen? Dann überleg beim nächsten Auftreten der Beschwerden, ob du kurz zuvor ein salziges Gericht gegessen hast. Zu viel Salz kann dazu führen, dass sich die Blutadern im Gehirn weiten – was ein häufiger Auslöser von Kopfschmerzen ist. 

Du musst ständig zur Toilette 

Je älter wir werden, desto häufiger müssen wir nachts auf die Toilette. Eine japanische Studie aus dem Jahr 2017 zeigte, dass ein erhöhter Salzkonsum besonders bei älteren Menschen den Harndrang noch mehr verstärken kann. Dadurch kommt es zu Schlafstörungen und ständiger Müdigkeit. Als die Probanden ihren Salzkonsum um 25 Prozent reduzierten, mussten sie nachts weniger oft auf Toilette.

Übrigens: Um deinem Körper etwas Gutes zu tun, kannst du auch von Speisesalz zu Meersalz wechseln. In diesem sind mehr Spurenelemente und Mineralien enthalten als im normalen Salz.

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