7 "peinliche" Krankheiten, über die wir reden sollten!

Unangenehme und vermeintlich peinliche Krankheiten können uns davon abhalten, zum Arzt zu gehen – aber das sollten sie nicht! Diese Beschwerden solltest du kennen und behandeln lassen.

Wegen Erkältungen, Kopfschmerzen und Co. zum Arzt zu gehen, bereitet wohl den wenigsten Probleme. Was aber, wenn die Beschwerden sehr intime Körperteile wie die Genitalien betreffen oder uns ständige Blähungen in der Öffentlichkeit vor Scham erröten lassen? Über unangenehme Krankheiten wollen viele Patienten nicht einmal mit ihrem Hausarzt sprechen. Dabei muss uns beim Arzt im Grunde gar nichts peinlich sein!

Oh Gott, wie peinlich!

Dabei sind manche dieser Erkrankungen nicht einfach nur unangenehm, sondern können schlimme Folgen nach sich ziehen. Aus einem Abszess am Po kann zum Beispiel eine Analfistel entstehen. Dabei handelt es sich um einen oft mit Eiter gefüllten Gang im Analbereich, der schlimmstenfalls den Schließmuskel beschädigt – wodurch der Patient stuhlinkontinent werden kann.

Peinliche Krankheiten, über die wir reden müssen

Ein Tipp vorweg: Vielleicht hilft der Gedanke, dass der Arzt meist schon alles einmal gesehen hat und deine Beschwerden mit nüchterner Sachlichkeit betrachten kann. Diese Krankheiten solltest du beim Arzt auf keinen Fall verschweigen:

1. Blähungen

Ist zu viel Luft im Bauch, zum Beispiel durch aufblähende Speisen, zu viel Stress oder zu hastiges Essen, entweicht sie in Form von Blähungen. Meist hilft es dagegen schon, ausgewogener zu essen (viele Ballaststoffe, Obst und Gemüse, Milchprodukte, Fisch und ein wenig Fleisch), gut zu kauen und sich dafür auch Zeit zu nehmen. Bleiben die Beschwerden, sollte der Arzt nach möglichen organischen Ursachen suchen.

2. Fußpilz

Die Fußhaut ist bei Fußpilz gerötet, dabei schuppt und spannt sie. Die entsprechenden Keime werden z. B. durch Barfuß laufen im Schwimmbad übertragen. Ein Pilz abtötendes Mittel erledigt den Fußpilz, was allerdings mehrere Wochen dauern kann. Solange ist gute Hygiene wichtig: Trag Baumwollsocken und wasche diese bei 60 Grad.

3. Scheidenpilz

Für viele Frauen vermutlich noch unangenehmer als Fußpilz: Bei Scheidenpilz juckt und brennt es in der Scheide und an der Scham, generell ist der Intimbereich oft geschwollen und rötlich verfärbt. Manche Frauen leiden an weißlich-krümeligem Ausfluss. Die auslösenden Pilze lassen sich durch Scheidenzäpfchen und spezielle Salben behandeln.

4. Hämorrhoiden

Hämorrhoiden verursachen Jucken und Schmerzen am Anus, manchmal auch leichtes Bluten. Die Gefäßpolster entstehen zum Beispiel durch Verstopfung und harten Stuhl. Leichte Beschwerden lassen sich durch eine gesunde Ernährung, genug Wasser und Bewegung oft in den Griff bekommen. Lassen die Schmerzen nicht nach, sollte der Arzt andere Erkrankungen ausschließen. Hämorrhoiden-Hausmittel verraten wir dir übrigens hier.

5. Erektile Dysfunktion

Bekommt der Mann in mehr als zwei Dritteln aller Fälle keine Erektion oder kann sie nicht aufrechterhalten, spricht man von einer erektilen Dysfunktion. Häufig sind körperliche Auslöser wie z. B. eine Arteriosklerose verantwortlich. In vielen Fällen helfen hier Medikamente, die der Arzt verschreiben kann.

6. Blasenschwäche

Je nach Stärke der Blasenschwäche verlieren Frauen Urin, zum Beispiel beim Niesen, Husten oder Laufen. Auslöser können zum Beispiel eine Fehlstellung der Gebärmutter oder auch eine zu starke Belastung des Beckenbodens durch eine Schwangerschaft sein. Beckenbodentraining kann hier Abhilfe schaffen.

7. Kopfläuse

Erst bei stärkerem Läusebefall fängt die Kopfhaut zu jucken an. Die abgelegten Eier der Läuse (Nissen) erkennt man mit bloßem Auge. Die Übertragung findet oft von Mensch zu Mensch statt. Gegen Läuse helfen spezielle Shampoos und Läusekämme – die Behandlung sollte nach acht bis zehn Tagen wiederholt werden. Bettzeug, Wäsche und Co. sollten auf mindestens 60 Grad gewaschen werden, um sie von den Läusen zu befreien.

Videotipp: Blähungen? DAS sagen sie über deine Gesundheit aus!

Blähungen, Gas

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peinliche Krankheiten: Frau sitzt im Wartezimmer beim Arzt
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