Apfeldiät: Das neue Abnehm-Wunder?

Bei der Apfeldiät stehen nur Äpfel auf dem Speiseplan - ist das gesund? Und gibt es moderate Alternativen? Was macht den Apfel beim Abnehmen so wertvoll?

Die Apfeldiät zählt, ähnlich wie die Kartoffeldiät, zu den sogenannten Mono-Diäten und setzt dabei auf die positiven Eigenschaften des Apfels. Denn wie heißt es so schön? An apple a day keeps the doctor away! Äpfel sind nicht nur der perfekte Vitamin-Lieferant, sondern stecken zudem voller Pektin, was lange satt hält und Kalium, welches entwässert.

Da wir generell nicht viel von Mono- oder Crash-Diäten halten und nicht umsonst viel lieber auf abwechslungsreiche Konzepte wie die BRIGITTE-Diät setzen, stellen wir euch im Folgenden zwei Varianten vor: Die extreme Variante der Apfeldiät und eine gesunde, nachhaltige Variante.

Die extreme Apfeldiät

Bei der extremen Variante der Apfeldiät stehen pro Tag etwa fünf bis sechs Äpfel auf dem Speiseplan, dazu viel kalorienfreie Flüssigkeit wie Wasser und Früchte- oder Kräutertee, am besten drei Liter pro Tag! Die Apfeldiät verspricht in dieser Form einen schnellen Gewichtsverlust von bis zu sechs Kilogramm in einer Woche - doch Vorsicht:
Der enorme Gewichtsverlust ist hier vor allem auf die stark reduzierte Kalorienzufuhr zurückzuführen!

Wer sich an die strikte Apfeldiät hält, isst lediglich 500 Kalorien am Tag - und liegt damit deutlich unter der von der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfohlenen Tagesmenge! Trotz eines enormen Kaloriendefizits empfehlen Verfechter der Apfeldiät eine Dauer von zwei Tagen bis hin zu zwei Wochen. Wie bei jeder Crashdiät ist der Jojo-Effekt so gut wie vorprogrammiert.

Die gesunde Variante der Apfeldiät

Bei der gesunden Variante der Apfeldiät essen wir ein bis zwei Äpfel vor jeder Mahlzeit. Dadurch wird unser Hungergefühl gestillt, wir essen im Anschluss weniger und sparen so rund 200 kcal pro Mahlzeit ein! Das in den Äpfeln enthaltene Pektin hält lange satt, Vitamin C beschleunigt den Fettabbau, Enzyme kurbeln den Stoffwechsel an und die Verdauung wird dank der Ballaststoffe ordentlich angeregt.

Natürlich reicht es nicht, lediglich einen oder zwei Äpfel vor jeder Mahlzeit zu essen. Wer danach doch wieder vermehrt zur Tiefkühlpizza oder Sahnetorte greift, wird keine Erfolge sehen. Alles in Maßen lautet das Credo. Wer sich grundsätzlich gesünder ernähren möchte, sollte über eine Ernährungsumstellung nachdenken, wer abnehmen möchte, sollte seine Kalorienzufuhr um etwa 200-500 Kalorien reduzieren - und nicht auf ein Minimum hinunterschrauben, wie es Mono- oder Crash-Diäten grundsätzlich vorsehen.

Vielleicht hilft es auch schon, sich öfters bewusst fragen: Was tut meinem Körper jetzt gut? Das kann (und muss!) natürlich auch mal ein Stückchen Schokolade oder Franzbrötchen zwischendurch sein, aber eben auch der frische Salat, statt dem nächsten Tiefkühl-Fertigprodukt. Wer längerfristig abnehmen möchte, kommt zudem um Sport gar nicht herum - und der ist wiederum auch gut für den Kopf!

Die gesunden Eigenschaften des Apfels im Überblick

Diät hin oder her- die gesunden Eigenschaften des Apfels können sich sehen lassen und sollten bei einer ausgewogenen Ernährung nicht fehlen:

  • Vitamin C: Hält uns gesund – und soll bei der Apfeldiät zusätzlich unseren Fettabbau beschleunigen
  • Pektin: Sorgt für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl
  • Kalium: Wirkt entwässernd
  • Ballaststoffe: Regen die Verdauung an und die DGE empfiehlt eine tägliche Zufuhr von 30 g/Tag
  • Enzyme: Kurbeln unseren Stoffwechsel an

Du hast keine Lust auf stures Kalorienzählen und genug von Crash-Diäten? Wir verraten die sieben Grundsteine für eine gesunde Ernährung! Auf unserem Pinterest-Board nehmen wir noch mehr Diäten unter die Lupe!

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