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Gewichtsschwankungen Darum kann dein Gewicht bis zu 2,5 Kilo am Tag schwanken

Gewichtsschwankungen: Frau steigt auf die Waage
© mojo cp / Shutterstock
Du fragst dich, warum du Gewichtsschwankungen von bis zu 2,5 Kilo am Tag hast? Wir verraten, warum du dir bei leichten Schwankungen keine Sorgen machen musst.

Du hast es am Wochenende ein bisschen übertrieben mit dem Essen und Trinken – und bist nun entsetzt, dass die Waage drei Kilo mehr anzeigt? Dann sei ganz beruhigt: Es ist völlig normal, dass dein Gewicht bis zu 2,5 Kilo am Tag schwankt.

Wie entstehen Gewichtsschwankungen?

Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die für Gewichtsschwankungen sorgen können. Beispielsweise spielen der Wasserhaushalt des Körpers und deine generelle Ernährung eine Rolle. Diese Ursachen sind am häufigsten für Gewichtsschwankungen verantwortlich:

1. Ernährung

Wenn du salzreich isst, bindet der Körper automatisch mehr Wasser. Schon 0,9 Gramm Salz binden etwa 100 Milliliter Wasser. Darüber hinaus macht Salz auch noch durstig – und die erhöhte Trinkmenge macht sich ebenfalls auf der Waage bemerkbar. Mache dir darüber aber bitte keine Gedanken, denn ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen ist wichtig für die Gesundheit! Zwei bis drei Liter Wasser täglich sollten es schon sein.

2. Hormone

Gerade Frauen sind was Gewichtsschwankungen angeht in gewisser Weise ein Opfer ihrer Hormone. Beispielsweise kommt es in der zweiten Zyklushälfte vermehrt zu Wassereinlagerungen. Aber auch die Monatsblutung selbst sorgt in vielen Fällen für etwas mehr Gewicht. Immerhin: Nach der Periode klingt beides im Normalfall wieder ab. Zusätzlich kann die Hormonumstellung, die mit den Wechseljahren einhergeht, für Gewichtsschwankungen sorgen.

3. Verdauungsstörungen

Ein voller Darm kann uns auf der Waage bis zu ein Kilogramm schwerer machen. Um die Verdauung in Schwung zu bringen, ist es generell wichtig, ausreichend zu trinken und sich täglich etwas zu bewegen – hier kann schon ein kurzer Spaziergang helfen. Bei Verdauungsstörungen helfen beispielsweise Leinsamen, die im Darm aufquellen und die Darmtätigkeit so anregen.

4. Sport

Klingt komisch, aber am Tag nach deinem Workout wiegst du in der Regel kurzfristig etwas mehr. Das hat zwei Gründe: Zum einen wird in den Muskeln nach dem Training Wasser eingelagert, das aber von selbst wieder verschwindet. Zum anderen sind Muskeln schwerer als Fett. Was erst einmal kontraproduktiv klingt, wenn du abnehmen willst. Aber mehr Muskeln verbrennen nicht nur in Ruhephasen mehr Energie, sondern erhöhen auch deinen Grundumsatz. Beides zusammen bedeutet, dass du mehr essen kannst, ohne zuzunehmen. Das Workout lohnt sich also langfristig!

Tipps zum Wiegen

Damit es dir leichter fällt, dich über Gewichtsschwankungen nicht zu ärgern, solltest du folgende Tipps zum Wiegen beherzigen:

  • Es reicht, wenn du dich einmal pro Woche auf die Waage stellst – mehrfaches Wiegen sorgt gerade wegen der normalen Gewichtsschwankungen eher für Frust.
  • Wiege dich möglichst immer zur gleichen Zeit. Am besten gleich morgens nach dem Aufstehen auf nüchternen Magen.
  • Achte darauf, dass deine Waage gerade auf dem Boden steht und möglichst mit einem Abstand von 30 bis 50 Zentimeter zur Wand. Das macht den Messwert genauer.

Wann sollte ich Gewichtsschwankungen ärztlich abklären lassen?

Generell lässt sich sagen: Leichte Gewichtsschwankungen sind nicht schlimm und etwas ganz Normales. Aufmerksam solltest du immer dann werden, wenn sich dein Gewicht über längere Zeit hinweg unerklärlich kontinuierlich nach oben oder unten bewegt. Es ist möglich, dass diese Gewichtsschwankungen krankheitsbedingt sind – beispielsweise kann eine Schilddrüsenunterfunktion oder-überfunktion oder auch Diabetes dahinterstecken. In diesem Fall ist es ratsam, mit ärztlicher Hilfe nach den Ursachen zu suchen. Wenn du bestimmte Medikamente einnimmst, die beispielsweise zu Wassereinlagerungen führen, ist eine regelmäßige ärztliche Kontrolle ebenfalls Pflicht.

Lesetipp: Du möchtest etwas weniger Kohlenhydrate essen? Statt eine Diät zu machen, kannst du beispielsweise auf Low Carb setzen! Wie du schlank bleiben kannst, erklären wir außerdem hier.

Quellen

  • Comberg, H.-U. & Klimm, H.-D.: Allgemeinmedizin. Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2004
  • Übergewicht/Adipositas, DEBInet, zuletzt abgerufen am 14. März 2022
Brigitte

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