Darum wird Abnehmen schwerer, wenn wir älter werden

Einst ein Kilo pro Woche, heute eins im Monat: Je älter wir werden, desto schwerer ist es, abzunehmen. Forscher haben nun einen neuen Grund dafür entdeckt.

Gründe, warum es mit dem Abnehmen gerade mal wieder nicht klappt, gibt es so einige: Wir naschen immer noch zu viel, lassen den Sportkurs am Abend mal ausfallen oder können die Essenseinladung der Freundin einfach nicht ausschlagen. Aber immerhin: Mit etwas Willensstärke lässt sich an diesen Punkten arbeiten. Schwierig wird es, wenn uns unser Körper selbst in die Quere kommt und jeden Abspeckversuch torpediert. Eine ziemlich häufige Ursache dafür: Unser Alter.

Werden wir durch Alterung automatisch dick?

Es ist traurig, aber wahr: Je älter wir werden, desto schwieriger wird es, ein paar Pfunde loszuwerden. Dafür gibt es einige wissenschaftlich bestätigte Gründe – diese zum Beispiel:

  • Der Grundumsatz sinkt: Muskeln schwinden, dafür entstehen mehr Fettzellen. Diese verbrennen nicht nur weniger Kalorien, sie verlangsamen auch den Stoffwechsel – wodurch der Grundumsatz sinkt. Dadurch kommt es wiederum schneller zu Übergewicht.
  • Hormonproduktion sinkt: Je älter wir werden, desto weniger der Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron produziert der Körper. Auch das hat leider negative Auswirkungen auf den Grundumsatz.
  • Wenig Bewegung: Ständig zwickt es im Rücken oder piekt im Knie – kein Wunder, dass ältere Menschen die Bewegung oft eher schleifen lassen. Körperliche Beschwerden sorgen für weniger Bewegung – und machen so den Weg für Übergewicht frei.
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Fiese Fettzellen

Als ob das alles nicht reichen würde, haben Forscher nun mithilfe einer kleinen Studie einen weiteren Übeltäter für Übergewicht im Alter gefunden: Unsere eigenen Fettzellen. Die Wissenschaftler untersuchten die Entwicklung der Fettzellen von 54 Männern und Frauen über einen Zeitraum von 13 Jahren. Im Fokus ihrer Beobachtung stand der Abbau des Fetts (Lipide) aus den Fettzellen. Dabei stellten die Forscher fest, dass dieser sogenannte Lipidumsatz zurückging, die Geschwindigkeit des Abbaus also abnahm.

20 Prozent Zunahme

Wer diesem körperlichen Defizit nicht entgegensteuert, indem er weniger isst und sich mehr bewegt, muss fast schon zwangsläufig mit einer Gewichtszunahme als Resultat rechnen. In einer weiteren Studie kam heraus, dass die Probanden durch den verringerten Lipidumsatz durchschnittlich 20 Prozent zunahmen. Unser Fettstoffwechsel spielt also eine wichtige Rolle bei der Frage, ob wir im Alter zunehmen oder nicht.

Zugegeben, erfreulich ist dieses Studienergebnis nicht. Aber verzagen müssen wir deshalb noch lange nicht! Wenn du mit ein paar überschüssigen Pfunden unzufrieden bist, teste doch mal unsere Abnehmtipps. Außerdem verraten wir, wie Abnehmen ab 50 funktioniert.

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