VG-Wort Pixel

Fettverbrennung ankurbeln Sport vor dem Frühstück hilft beim Abnehmen

Fettverbrennung ankurbeln: Frau beim Frühsport
© Seasontime / Shutterstock
Eine britische Studie deutet an, dass Sport vor dem Frühstück die Fettverbrennung um bis zu 20 Prozent ankurbelt. Hier erfährst du alles, was du wissen solltest.

Zugegeben: Nicht jeder steht gern in aller Frühe auf, schon gar nicht, um Sport zu machen. Laut britischen Wissenschaftler:innen könnte sich aber genau das lohnen, wenn man ein paar Kilo verlieren möchte. Ihre an der Universität Northumbria durchgeführte Studie deutet nämlich an, dass sich die Fettverbrennung durch Sport am Morgen und auf nüchternem Magen deutlich beschleunigen kann. Das Studienergebnis wurde im Fachmagazin British Journal of Nutrition veröffentlicht.

Sport am Morgen verbessert die Kalorienverbrennung

Dr. Emma Stevenson, ihr Kollege Javier Ganzalez und ihr Team ließen für die Untersuchung zwölf gesunde männliche Probanden um zehn Uhr morgens auf das Laufband steigen. Die eine Hälfte der Probanden hatte zuvor gefrühstückt, die andere frühstückte erst nach der Trainingseinheit. Die verzehrte Nahrungsmenge wurde dabei genau dokumentiert. Nach dem Lauftraining erhielten alle Teilnehmer einen Schokoladenshake, zum Mittagessen gab es für alle Pasta. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Die Probanden, die vor dem Frühstück aufs Laufband gegangen waren, hatten eine um bis zu 20 Prozent bessere Fettverbrennung als diejenigen, die vor dem Training gegessen hatten. 

Eine mögliche Erklärung für das Phänomen: Die Kohlenhydratspeicher des Körpers werden über Nacht weitgehend geleert. Wer am Morgen Sport macht, braucht dafür aber Energie – die sich der Körper dann eher aus den Fettreserven zieht.

Kein größerer Hunger durch Sport

Und die erhöhte Fettverbrennung ist nicht der einzige Vorteil des Frühsports: Die Forscher:innen hatten vor der Untersuchung vermutet, dass sich der Sport vor dem Frühstück durch ein größeres Hungergefühl bei den Probanden bemerkbar machen würde. Dem war aber nicht so – weder verspürten die Probanden mehr Hunger, noch aßen sie mehr als diejenigen, die bereits vor dem Training gefrühstückt hatten. 

3 Tipps für Sport am Morgen

Natürlich muss man bei der Studie die geringe Anzahl an Teilnehmern berücksichtigen, daher ist das Ergebnis mit Vorsicht zu genießen. Aber der Sport am Morgen kann sich definitiv lohnen! Du möchtest das Morgentraining jetzt auch probieren? Diese drei Tipps helfen dir dabei:

  1. Wärm dich richtig auf: Unsere Gelenkflüssigkeit wird in der Nacht etwas zäh, was dazu führt, dass die Muskeln am Morgen Zeit brauchen, um wirklich beweglich zu werden. Deshalb solltest du dich vor dem Training richtig aufwärmen: Jogge zum Beispiel etwas auf der Stelle, strecke die Arme zu den Seiten aus und kreise mit ihnen. Wenn du laufen willst, lass es ruhig angehen und bleibe erst einmal im lockeren Tempo.
  2. Such dir einen Sportpartner: Der innere Schweinehund ist nur schwer zu überwinden – erst recht für diejenigen, die sowieso nur schwer aus dem Bett kommen. Ein Sportpartner kann dir dabei helfen, dich leichter zu überwinden – denn wer fest verabredet ist, hat meist eine hohe innere Hürde, abzusagen.
  3. Setz auf ein gesundes Frühstück: Ob du nun vor oder nach dem Sport frühstückst, musst du letztendlich selbst entscheiden. Aber um den Trainingserfolg nicht zu torpedieren, solltest du zumindest darauf achten, was auf deinem Teller landet: Komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe, beispielsweise in Form von Haferflocken oder Vollkornbrot, sind ebenso sinnvoll wie eine große Portion Eiweiß durch Joghurt oder Magerquark. Auch Nüsse, Samen und Beeren bieten sich für ein gesundes Frühstück an.

Verwendete Quelle: British Journal of Nutrition

Brigitte

Mehr zum Thema