Kann man mit der Hormon-Diät abnehmen?

In den Tagen vor der Periode schlagen wir uns mit allerlei Beschwerden herum. Die Hormon-Diät soll helfen – und zusätzlich noch beim Abnehmen unterstützen.

Wir geben es ja zu: Wir hassen PMS! Und den Zeiger unserer Waage auch, wenn der mal wieder in eine Richtung ausschwenkt, die uns so gar nicht zusagt. Wäre es nicht toll, wenn man gegen beides gleichzeitig etwas machen könnte? Das soll mithilfe der Hormon-Diät tatsächlich möglich sein!

Elli Erl: So sieht der DSDS-Star nicht mehr aus!

Die Hormon-Diät im Überblick

Anhänger der Hormon-Diät bauen auf die Wirkung des sogenannten Seed Cyclings. Das bedeutet: Es werden je nach Zyklusphase bestimmte Samen und Nüsse gegessen, die bei der Bildung der Hormone Östrogen und Progesteron helfen sollen. Die betroffenen Samen und Nüssen stecken demnach voller Nährstoffe, Vitamine und Fette, auf die der Körper für die Hormonbildung angewiesen ist. Dadurch bringt man den Zyklus wieder in Balance. 

Welche Samen und Nüsse werden verwendet?

Folgende Körner kommen beim Seed Cycling zum Einsatz:

  • Leinsamen
  • Kürbiskerne
  • Sonnenblumenkerne
  • Sesam

Tipp: Am einfachsten lassen sich die Samen und Kerne mit Müsli, Haferflocken oder -brei sowie mit Smoothies kombinieren.

So geht es

Zunächst einmal sollte frau ihren Zyklus kennen, bevor sie die Hormon-Diät startet. Ab dem ersten Tag der Periode ("Follikelphase") bis zum 14. Tag soll täglich ein Esslöffel Leinsamen und Kürbiskerne gegessen werden. Das hilft dem Körper bei der Bildung von Östrogen. In der zweiten Zyklushälfte ("Lutealphase") wird dagegen zur Bildung von Progesteron täglich ein Esslöffel mit Sonnenblumenkernen und Sesam gegessen. Das Schaubild verdeutlicht das Prinzip:

Und das funktioniert?

Generell gelten Kerne und Samen jeglicher Art als gesund, weil sie den Körper mit vielen Nährstoffen und gesundem Fett versorgen können – dass sie tatsächlich den Hormonhaushalt ausgleichen und so bei PMS-Beschwerden helfen, ist wissenschaftlich allerdings nicht erwiesen. Lediglich eine Studie belegt, dass Leinsamen bei Hitzewallungen in den Wechseljahren helfen können.

Kann man mit der Hormon-Diät abnehmen?

Dass durch die Hormon-Diät die Pfunde schmelzen sollen, begründet sich darin, dass sie PMS-Beschwerden lindern soll – also auch den berüchtigt-gefährlichen Heißhunger, der viele Frauen in den Tagen vor den Tagen wahnsinnig macht. Auch hier fehlt leider der wissenschaftliche Beweis. Aber: Grundsätzlich ist die vermehrte Einnahme von Kernen und Samen aufgrund ihrer guten Eigenschaften unbedenklich. Da sich die Diät auch leicht durchführen lässt, spricht immerhin nichts gegen einen Versuch. Beachten sollte man nur die individuelle tägliche Kalorienbilanz. Denn die gesunden Fette der Samen und Kerne sorgen für vergleichsweise viele Kalorien – nicht, dass der Zeiger der Waage dann doch wieder ungewollt in die falsche Richtung ausschlägt 😉

Wer hier schreibt:

Themen in diesem Artikel
Brigitte-Newsletter

Brigitte-Newsletter

Trends und Tipps aus den Bereichen Mode & Beauty, Reise, Liebe und Kochen - lies zum Wochenstart das Beste von Brigitte.