Schlank bleiben: Mit 60 öfter mal was Neues

Ein Leben lang schlank bleiben - schön wär's, doch meist hat der Stoffwechsel etwas dagegen. Das lässt sich ändern. Die besten Strategien für Frauen um die 60.

Älter werden wir von allein. Um aber ein Leben lang schlank zu bleiben, müssen wir etwas tun. Zwar gilt leichtes Übergewicht - BMI bis 27 - im höheren Alter als gesundheitlich unbedenklich. Doch klar ist auch: Etwa vom 30. Lebensjahr an verlieren wir Muskelmasse und an ihre Stelle tritt Fett. Immer weniger Muskeln bedeutet: Der Grundumsatz sinkt, wir frieren leichter und haben weniger Kraft und Energie. Zum Glück lässt sich dieser Prozess aufhalten und sogar umkehren - und zwar in jedem Alter!

25 Kilo in einem Jahr abgenommen - weil Riley nicht mehr diese Sache isst!

Ihre Situation

Sie stecken mitten im Leben, wissen, was Sie wollen, sind angekommen. Arbeitskollegen und Familie schätzen Ihre Erfahrung und Routine. Sie bleiben gelassen, auch was die Figur betrifft.

Was jetzt in Ihrem Körper passiert

Der neue, eher männliche Figurtyp - Fettdepots am Bauch statt an Oberschenkeln und Hüften - setzt sich für gewöhnlich fest (siehe auch "Schlank bleiben: Mit 50 die Fettverbrennung ankurbeln"). Eine schlechte Nachricht für alle mit viel Übergewicht. Denn mit dem Bauch wächst das Risiko für Bluthochdruck. "Das erleben wir sehr häufig", sagt Prof. Christoph Bamberger vom Medizinischen PräventionsCentrum Hamburg, "Frauen, die immer niedrige Werte hatten, haben plötzlich einen hohen Blutdruck. Und sind völlig überrascht." Ebenso können Blutzucker- oder Cholesterinspiegel steigen. "Schuld ist das Bauchfett, vor allem das 'unsichtbare' zwischen den Bauchorganen. Allein das produziert die schädigenden Botenstoffe. Das sollte genug Ansporn sein, auf einen gesunden Taillenumfang zu achten."

Was Sie tun können, um schlank zu bleiben

Weiterhin Ausdauer- und Kraftsport betreiben - bzw. jetzt damit anfangen, denn es ist nie zu spät! Aber bitte entspannt an die Sache herangehen. Eine Konfektionsgröße mehr zu tragen, ist in der zweiten Lebenshälfte sogar von Vorteil. So zeigt eine große europäische Studie: Frauen Anfang Fünfzig haben bei einem Body-Mass-Index von 24,3 die höchste Lebenserwartung. Das beträfe zum Beispiel eine Frau, die 1,70 Meter groß ist und 70,2 Kilo wiegt. Ein paar Pölsterchen mehr könnten auch deswegen gut tun, weil Fettgewebe geringe Mengen Östrogen produziert, das uns vor Osteoporose und Herzproblemen schützt. In jedem Fall aber sollten Sie Ihr Sportprogramm beibehalten, dann sind Sie gut aufgestellt. Zwar lässt sich der Speckschicht rund um die Taille mit Bauchmuskelübungen nur schwer beikommen, trotzdem sollten Sie dabei bleiben, weil ein trainierter Bauch den Rücken entlastet. Es ist schon alles gut, so wie es ist. Denn mit dreimal Sport pro Woche ist es sehr unwahrscheinlich, dass Ihr Stoffwechsel in eine ungesunde Schieflage kommt. Hauptsache, Sie kommen beim Training ins Schwitzen, dann verschwindet als erstes das schädliche Fett zwischen den Bauchorganen. "Das ist wahrscheinlich der wichtigste Effekt, den Bewegung für die Gesundheit hat. Und er ist da, noch bevor sich eine Gewichtsreduktion auf der Waage zeigt", sagt Prof. Bamberger. Eine übergewichtige aber fitte Frau hat kaum ein höheres Risiko für gefährliche Stoffwechselentgleisungen als eine schlanke.

Ihre Strategie: Die Psyche ausbalancieren und fit bleiben

Diana Helfrich, Tanja Pöpperl

Wer hier schreibt:

Tanja Pöpperl
Themen in diesem Artikel
Brigitte-Newsletter

Brigitte-Newsletter

Trends und Tipps aus den Bereichen Mode & Beauty, Reise, Liebe und Kochen - lies zum Wochenstart das Beste von Brigitte.