Dukan-Diät: Was steckt dahinter?

Dukan-Diät - die perfekte Diät für Fleischliebhaber: Kaum Fett und Kohlenhydrate, dafür eine Menge tierischer Proteine! Doch kann das gesund sein?

Schlank wie die Französinnen

Die Dukan-Diät wurde nach ihrem Erfinder, dem französischen Arzt Pierre Dukan, benannt, der Millionen Teilnehmern Abnehm-Wunder versprach. Etliche Stars, unter anderem Pippa und Kate Middleton, Jennifer Lopez und Penelope Cruz, sollen glühende Anhänger des Konzeptes sein – und Millionen Französinnen sollen diesem Schlankheitsgeheimnis vertrauen. So wird die Diät zumindest angepriesen. Doch was steckt hinter dem Konzept? Wie gesund ist die Dukan-Diät für unseren Körper?

Die Idee hinter der Dukan-Diät

Die Ernährung während der Dukan-Diät basiert auf drei Prinzipien:

  • wenig Fett
  • wenig Kohlenhydrate
  • wenig Kalorien

Dafür steht Eiweiß – egal, ob in pflanzlicher oder tierischer Variante – auf dem Programm. Proteine gelten während der Dukan-Diät als Motor, deren Ernährungsplan sich im Grunde um 72 proteinreiche Lebensmittel mit geringem Fettgehalt dreht.

Wie Pierre Dukan in seinen Büchern betont, ist der Vorteil einer solchen Ernährung, dass die Proteine schwerer verdaut werden, und das Sättigungsgefühl länger anhält. Weiterer Pluspunkt: Der Körper verbraucht 30 Kilokalorien, um proteinreiche Lebensmittel mit 100 Kilokalorien zu verarbeiten.

In vier Phasen zum Idealgewicht

Pierre Dukan hat seine Dukan-Diät in eine Angriffsphase, eine Aufbauphase, eine Stabilisierungsphase und eine dauerhafte Erhaltungsphase eingeteilt.

1. Angriffsphase

Die Angriffsphase dauert circa einen bis zehn Tage: In dieser Phase stehen 78 proteinhaltige Lebensmittel und 28 Gemüsesorten auf dem Ernährungsplan, die miteinander kombiniert und in unbegrenzter Menge gegessen werden dürfen. Das Ziel: Gewichtsverlust bei gleichzeitiger Erhaltung der Muskeln. Als Nahrungsmittel kommen Fisch, Soja, mageres Fleisch, Eier, fettarme Milchprodukte, Haferkleie und Gemüse nach Belieben infrage. Verboten sind Alkohol, Fett, Zucker und Obst.

2. Aufbau- oder Stärkungsphase

In der Aufbau- oder Stärkungsphase wechseln sich ein Tag mit proteinreicher Kost und ein Tag mit Proteinen und Gemüse ab. In dieser Zeit sind nicht alle Gemüsesorten erwünscht. Wer es genau wissen will, bekommt die jeweiligen Sorten auf der Internetseite der Diät aufgelistet. Erlaubt sind beispielsweise Tomaten, Gurken, Spinat und Blattsalate. Kartoffeln, Mais und Erbsen sind verboten. In dieser Phase sollte man sich etwa 30 Minuten täglich bewegen. Wer sein Wunschgewicht erreicht hat, darf in die dritte Phase übergehen.

3. Stabilisierungsphase

Die Länge der Stabilisierungsphase hängt vom Gewichtsverlust ab. Hast du vier Kilo verloren? Dann dauert diese Phase etwa 40 Tage, da Dukan pro verlorenes Kilo zehn Tage veranschlagt. Jetzt geht es darum, nicht dem Jo-Jo-Effekt zu verfallen. Gegessen wird wie in Phase eins, hinzu kommt eine tägliche Portion Obst, zwei Scheiben Vollkornbrot und 40 Gramm Hartkäse.

4. Erhaltungsphase

In der dauerhaften Erhaltungsphase sind wieder alle Lebensmittel erlaubt. Im Idealfall hast du jedoch in den vorangegangenen Phasen eine neue Einstellung zum Essen entwickelt. An einem Tag wird noch immer ein strenger Proteintag empfohlen, in der restlichen Woche sollte die erlernte Selbstdisziplin zum Tragen kommen, die das Gewicht langfristig stabilisiert.

Während der Dukan-Diät müssen mindestens zwei Liter Wasser am Tag getrunken werden, sodass die Giftstoffe aus dem Körper gespült werden. Ein weiterer Baustein der Dukan'schen Lehre ist Bewegung.

Das sagen die Kritiker zu der Dukan-Diät

Schnell abnehmen klappt mit der Dukan-Diät bestimmt, dennoch wird das Abnehm-Programm von der British Dietic Association stark kritisiert: Sie zählt diese Low-Carb-Diät zu den schlimmsten Diäten, da die vermehrte Aufnahme von Proteinen für Menschen mit schwachen Nieren höchst gefährlich werden kann. Wird zu viel Eiweiß aufgenommen, kann das Krankheiten wie Gicht begünstigen.

Die Dukan-Diät ist zudem sehr einseitig. Insbesondere in der Anfangszeit fehlen viele Vitamine, die durch Obst und Gemüse aufgenommen werden. Insbesondere für Schwangere, Stillende, Menschen mit Diabetes I und II sowie mit Herzproblemen ist die Dukan-Diät ungeeignet.

Im Zentrum von Dukans Ernährungsphilosophie steht Fleisch, da es alle acht vom Organismus benötigten Aminosäuren liefert. Das Problem dabei: Wenn der Körper Eiweiß abbaut, fallen Endprodukte in der Harnsäure an, die dann über die Nieren ausgeschieden werden. Ist der Konsum von Proteinen übermäßig hoch, droht der Körper auch die giftigen Stoffe einzulagern.

2012 schlug Dukan vor, Schüler mit einem BMI von 18-25 in seinem Heimatland Frankreich besser zu benoten und mit Punkten zu belohnen. Seine Zulassung als Arzt hat er mittlerweile verloren.

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jg
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