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Abnehmen mit Kokosöl Hilft Kokosöl uns dabei, Gewicht zu verlieren?

Mit Kokosöl abnehmen: Kokosöl und Kokosnuss auf Holztisch
© Africa Studio / Shutterstock
Kokosöl ist ein wahrer Allrounder – sowohl für unsere Haut, als auch in der Küche. Ob du mit Kokosöl abnehmen kannst, erfährst du hier.

Inhaltsverzeichnis

Abnehmen mit Kokosöl: Geht das wirklich?

Es klingt zunächst komisch: Abnehmen mit Fett. Obwohl Kokosöl zu etwa 90 Prozent aus Fettsäuren besteht, gibt es verschiedene Studien, die auf die positive Wirkung der Öle auf den Körper hindeuten. Das liegt vor allem an der Beschaffenheit der Fettsäuren: Kokosöl besteht unter anderem aus mittelkettigen Fettsäuren (MCT-Fette). MCT-Fett ist im Unterschied zu langkettigen Fettsäuren wasserlöslich und kann fast so schnell verdaut werden wie Kohlenhydrate.

Das bedeutet, der Körper verwendet das Fett zur Energiegewinnung und speichert es nicht direkt ein. Das wirkt natürlich nur, solange du es nicht mit der Menge übertreibst. Im Unterschied zu Kohlenhydraten setzt der Stoffwechsel weniger Insulin frei, was dem Körper ebenfalls hilft, die Fettverbrennung anzukurbeln. Insulin blockiert nämlich die Verwertung von Fett als Energie.

Diese Vorteile hat Kokosöl auf den Körper

Wenn du nicht weißt, ob du mit Kokosöl abnehmen möchtest, könnten dich diese Vorteile des Öls vielleicht davon überzeugen, es zu testen:

  • Schnell verwertbare Energie für den Körper
  • Ersetzt andere gesättigte Fettsäuren
  • MCT-Fettsäuren werden nicht als Speicherfett genutzt und helfen daher beim Abnehmen.
  • Gerade für die anabole Diät oder die Keto-Diät eignet sich Kokosöl als gesunde Fettquelle, die Energie liefert.

Davon abgesehen ist das Fett aus der Kokosnuss auch generell gesund, da es den Cholesterinspiegel senken kann.

4 praktische Tipps zum Abnehmen mit Kokosöl

  • Vor dem Essen: Baue Kokosöl am besten so in deine Ernährung ein, dass du es vor einer größeren Mahlzeit aufnimmst. Kokosöl ist sättigend und kann somit den Heißhunger bekämpfen. Zudem wird es am Anfang einer Mahlzeit nicht eingespeichert, sondern die Energie direkt verwertet.
  • Zum Kochen: Du kannst Kokosöl anstelle von Butter oder Olivenöl zum Kochen verwenden. Auch in Smoothies oder Süßspeisen macht sich das Öl gut. Kokosöl ist zudem sehr beständig und behält auch bei hohen Temperaturen (Rauchpunkt erst bei 177 Grad) seine Wirkung.
  • Aufs Brot: Das Öl hat bei Zimmertemperatur eine feste, aber sehr zarte Konsistenz. Deswegen kannst du es ganz einfach als Aufstrich auf Brötchen und Brot verwenden.
  • Einen Esslöffel: Für eine ausgewogene Ernährung ist es immer wichtig, auf die richtigen Mengen zu achten. Um ausreichend versorgt zu sein, kannst du pro Tag zwischen acht und 15 Gramm Kokosöl zu dir nehmen (etwa einen Esslöffel).

Welches Kokosöl ist das beste zum Abnehmen?

Achte darauf, kein raffiniertes oder stark verarbeitetes Öl zu kaufen. Auf der Verpackung sollte die Bezeichnung "natives Öl" oder "extra natives Kokosöl" zu finden sein. Alternativ kann es sich auch um kaltgepresstes Öl handeln.  Wenn du keinen dieser Begriffe entdeckst, handelt es sich wahrscheinlich um stark verarbeitetes Kokosöl, was weder gesund ist noch beim Abnehmen hilft.

Welche Kritik gibt es am Abnehmen mit Kokosöl?

Die "British Nutrition Foundation" (BNF) weist daraufhin, dass die bisher vorliegenden Studien zu einer möglichen Abnahme durch Kokosöl verhältnismäßig klein sind und mit einer nur geringen Anzahl an Teilnehmer:innen durchgeführt wurden. Außerdem enthält Kokosöl tatsächlich nur recht wenig der mittelkettigen Fettsäuren, die für den Abnehmeffekt hauptverantwortlich sein sollen. Daraus schließt die BNF: "Andere Abnehmmethoden sind besser belegt." 

Exkurs: Hilft Kokosöl gegen Alzheimer?

Es gibt einige Berichte von Demenzpatient:innen, die ihre Beschwerden angeblich mit Kokosöl mindern konnten. Demnach könnten Ketone, die von der Leber aus den mittelkettigen Fettsäuren produziert werden, die von der Krankheit betroffenen Hirnzellen mit Energie versorgen. Wissenschaftlich ist diese Theorie bisher nicht belegt.

Auch erste Studien, die auf einen positiven Einfluss von Kokosöl auf Alzheimer-Patient:innen hindeuten, sind laut der "British Nutrition Foundation" nicht haltbar. Zum einen handele es sich vorwiegend um Tierstudien, die nicht eins zu eins auf den Menschen übertragbar seien. Zum anderen wurde bei den Untersuchungen nicht handelsübliches Kokosöl benutzt, sondern ein spezielles Produkt mit einem hohen Anteil an Caprylsäure. 

Lesetipps: Wie du dir einfach einen Ernährungsplan erstellen kannst, erfährst du hier. Oder wie wäre es mit einer Low-Carb Diät, zum Beispiel der Atkins-Diät oder der Fatburner-Diät?

Quelle

Brigitte

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