Reisdiät: Kann ich damit wirklich abnehmen?

Die Reisdiät eignet sich als kurzer Motivations-Kick, um in wenigen Tagen ein paar Kilo zu verlieren. Aber wie funktioniert diese Ernährungsform und wie lange kann ich sie durchführen?

Was ist die Reisdiät?

Du hast eine Schwäche für Reis und würdest gern in ein paar Tagen ein paar Pfund verlieren? Dann könnte die Reisdiät genau das richtige für dich sein! Dabei nimmt Reis nämlich den Hauptbestandteil der Mahlzeiten ein – deshalb handelt es sich auch um eine der sogenannten Monodiät. Durch die damit automatisch verringerte Kalorienzufuhr (etwa 850 bis 1.000 kcal pro Tag) kannst du mit der Reisdiät in wenigen Tagen bis zu drei Kilo verlieren.

Erfunden wurde die Reisdiät eigentlich zur Behandlung von Bluthochdruck. Der Deutsch-Amerikaner Dr. Walter Kemper entwickelte das Diät-Konzept, um seinen Patienten eine möglichst natriumarme Ernährung zu ermöglichen.

So funktioniert die Reisdiät

Je nachdem, ob man mit der sehr strengen oder lockere Variante der Reisdiät abnehmen will, wird der Reis zu jeder Mahlzeit mit mehr oder wenigen anderen Lebensmitteln kombiniert. Folgt man dem Konzept streng, wird in der ersten Diätwoche täglich zu allen drei Mahlzeiten Reis gegessen, und zwar je eine 60 Gramm Portion (Trockengewicht). Um den Geschmack ein wenig zu variieren, darf etwas Apfelmus oder Salat dazu verspeist werden.

In Woche zwei stehen dann zusätzlich Obst und Gemüse auf dem Speiseplan, ab Woche drei kommen Fisch und magere Fleischsorten (zum Beispiel Hühnchen) dazu.  Dazu trinkt man am besten Wasser oder ungesüßten Kräutertee. Wollen wir die Reisdiät moderat durchführen, sind alle Zugaben (Fleisch, Obst, etc.) von Anfang an erlaubt. Dadurch lassen sich Rezepte natürlich deutlich mehr variieren.

Was bringt die Diät?

Der Effekt dieser Diätform kann sich schnell sehen lassen: Reis bindet Wasser und enthält viel Kalium (besonders Vollkornreis, in dem auch gesunde Ballaststoffe stecken). Dadurch wird der Körper entwässert. Und die Reisdiät hat noch mehr Vorteile:

  • Wenig Kalorien
  • Glutenfrei, daher auch für Zöliakie-Patienten geeignet
  • Stoffwechsel wird angeregt

Welche Nachteile hat die Reisdiät?

Letztendlich ist auch die Reisdiät nur eine vorübergehende Ernährungsumstellung, die zwar kurzfristig ein paar Kilos verschwinden lassen kann, aber ein großes Risiko für den unschönen JoJo-Effekt in sich birgt. Folgende Nachteile hat die Diät:

  • Sehr einseitig und daher schwer durchzuhalten
  • Geringer Eiweißgehalt, was den Muskelabbau fördert
  • Energie kommt anders als bei Low-Carb vor allem über Kohlenhydrate. Es kann zu Vitamin- und Nährstoffmangel kommen

Was sollte ich bei der Diät vermeiden?

Einige Lebensmittel sollten wir während der Reisdiät komplett vom Speiseplan streichen:

  • Geräuchertes
  • Gepökeltes
  • Salz
  • Fettiges

Letztendlich beruht der Erfolg der Reisdiät wie bei vielen anderen Diäten vor allem darauf, dass sie entwässernd wirkt. Das kann am Anfang einer Umstellung der Ernährung motivierend sein, aber die Diät sollte man nicht länger als ein paar Tage machen. Die strenge Variante sollte gar nicht umgesetzt werden, weil der Körper dadurch zu wenige Nährstoffe bekommt.

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Reisdiät: Kann ich damit wirklich abnehmen?

Die Reisdiät eignet sich als kurzer Motivations-Kick, um in wenigen Tagen ein paar Kilo zu verlieren. Aber wie funktioniert diese Ernährungsform und wie lange kann ich sie durchführen?

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