Trennkost: Was taugt die Diät?

Bei der Trennkost-Diät werden Kohlenhydrate und Proteine strikt voneinander getrennt. Wie das Ernährungskonzept funktioniert, welche Vorteile die Trennkost hat und was Ernährungsexperten dagegen einwenden, erklären wir im Folgenden.

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Welches Prinzip steckt hinter Trennkost?

Hinter der Trennkost-Theorie steckt die Annahme, dass eine Übersäuerung (verursacht durch die Kombination von und Proteinen) des Körpers zu Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes führen kann.

Um den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Lot zu bringen und schlank zu werden, hat Erfinder, William Howard Hay, zwei grundlegende Regeln aufgestellt:

  1. Lebensmittel der Kohlenhydratgruppe und Eiweiße müssen getrennt voneinander gegessen werden. Auf Nahrungsmittel, die beide Inhaltsstoffe in großen Mengen enthalten, sollte komplett verzichtet werden. Gemeint sind etwa Hülsenfrüchte oder Wurst. Neben den kohlenhydrat- und eiweißreichen Lebensmitteln gibt es noch sogenannte neutrale Lebensmittel, die zu beiden Lebensmittelgruppen gezählt werden dürfen.
  2. Selten genannt, aber doch ein Bestandteil der Trennkost: Die Mahlzeiten sollen zu drei Vierteln aus Basen bildenden Lebensmitteln, wie Salat und Gemüse, bestehen. Säurebildner, wie Milch, Fleisch, Fisch oder Käse, dürfen nur ein Viertel des täglichen Bedarfs ausmachen. Zwischen den Mahlzeiten soll jeweils eine Pause von drei bis vier Stunden liegen. Ein Snack ist innerhalb dieser Pause nicht erlaubt.

Die Lebensmittel werden demnach in drei Gruppen unterteilt:

  • Kohlenhydratgruppe: Getreideprodukte wie Brot, Schwarzbrot, Nudeln, Kuchen, Weizenmehlprodukte, Roggen, Kartoffeln, Reis, Zucker, Bananen etc.
  • Eiweißgruppe: Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Milchprodukte mit einem Fettanteil unter 50 Prozent, Milch, Joghurt, Quark, Käse, Soja, Eier, Nüsse, Früchte etc.
  • Neutrale Gruppe: Gemüse, Salat, Avocado, Heidelbeeren, Melonen, Fette, Milchprodukte mit mind. 60 Prozent Fettanteil, Erdnüsse, Pilze etc.

Wie gut funktioniert die Trennkost in der Praxis?

Die Trennkost-Kur fordert eine starke Umstellung der traditionellen Ernährungsgewohnheiten. Also keine Spaghetti Bolognese, kein Schnitzel mit Kartoffeln und kein Brot mit Käse. Stattdessen könnt ihr die Mahlzeiten unterschiedlich kombinieren, solange ihr keine Eiweiße mit Kohlenhydraten mischt.

Insgesamt sind die Rezepte, die in den Trennungsplan kommen, sehr gesund, da Gemüse und Salat immer als Beilage gewählt werden können. Kalorienzahlen (kcal) spielen im Wochenplan und der dazugehörigen Tabelle überhaupt keine Rolle. Wer sich streng an die Vorgaben hält, dürfte durch die Trennkost-Diät einige Kilos purzeln sehen. Immerhin sind die Lebensmittel gesund und auf fettiges Fleisch wird weitestgehend verzichtet.

Ein typischer Trennkost-Tag könnte so aussehen:

Morgens: Kohlenhydrate in Form von Möhren-Zimt-Müsli oder Brötchen mit Honig.

Mittags: Eisberg-Mais-Salat mit Putenbruststreifen

Abends Kohlenhydrate in Form von Risotto.

Snacks: Ihr dürft reichlich Obst und Gemüse essen, immerhin sollen die "Basenbildner" drei Viertel der täglichen Nahrungsaufnahme ausmachen. Wichtig: Viel trinken! Zum Beispiel Wasser oder ungesüßten Tee.

Welche Kritik gibt es am Trennkost-Konzept?

Die Theorie, dass Proteine und Kohlenhydrate getrennt voneinander verdaut werden, ist wissenschaftlich nicht belegt. Etliche Lebensmittel enthalten sowohl Eiweiß als auch Kohlenhydrate und Fette, die gleichzeitig verdaut werden, bemängelt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Eine Übersäuerung bei üblicher Mischkost sei demnach laut DGE nicht zu befürchten, da die menschlichen Puffersysteme den Säure-Basen-Spiegel im Körper konstant halten.

Ernährungswissenschaftler kritisieren zudem am Diäten-Konzept, dass sich die Trennkost nicht für eine Gewichtsabnahme eignet, da es beim Abnehmen auch um die zugeführte Menge an Kalorien (kcal) geht. Und nicht nur um die Kombination der jeweiligen Nahrungsmittel. Bestimmte Lebensmittel würden zudem willkürlich bestimmten Gruppen zugeordnet. So enthalten Kartoffeln oder Käse nicht nur Kohlenhydrate, sondern auch jede Menge Eiweiß (und Kalorien).

Fazit

Trotz aller Kritikpunkte muss man dem Trennkost-Konzept eines zugutehalten: Gemüse, Obst, Salat und wenig Fleisch ergeben eine gesunde, kalorien- und fettarme Ernährung. Dadurch sinken natürlich auch die Fettwerte im Blut, was sich wiederum positiv auf das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes auswirkt.

Dennoch ist die Form der Ernährung insbesondere für Schwangere oder Kinder nicht geeignet, da es zu einem Mangel an Eisen, Kalzium und Jod kommen kann.

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jg

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Trennkost: Was taugt die Diät wirklich?

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