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WW: So geht abnehmen mit Weight Watchers

WW: Gesundes Essen mit Fleisch und Gemüse
© kuvona / Shutterstock
WW, ehemals Weight Watchers, ist wohl eines der bekanntesten Ernährungssysteme der Welt. Wir erklären, wie das Abnehmen nach Punktesystem funktioniert.

Was ist WW?

WW, früher als Weight Watchers bekannt, ist keine klassische Diät, sondern versteht sich als Ernährungssystem. Alle Lebensmittel sind erlaubt, jedes hat jedoch einen bestimmten Punktwert. Und jeder Teilnehmer hat eine bestimmte tägliche Anzahl von Punkten, die er für diese Lebensmittel "ausgeben" darf. Im November 2019 hat der Konzern sein Konzept erneut verändert und als "meinWW" veröffentlicht. Ziel bei WW sind eine gesunde Ernährungsumstellung sowie eine langsame, aber stetige Gewichtsabnahme. Dass das klappen kann, wird von vielen Teilnehmern bestätigt.

Wie funktioniert das Prinzip?

Statt Kalorien zählen die Weight-Watchers-Teilnehmer Punkte, die sogenannten SmartPoints. Das System dahinter: Jedes Gericht oder Lebensmittel hat einen fest zugeordneten Wert, der sich aus den Kalorien, den gesättigten Fettsäuren sowie dem Eiweiß- und Zuckergehalt errechnet. Das soll den Teilnehmenden dabei helfen, gesunde und fettarme Gerichte zu erkennen – und in die Ernährung zu integrieren. Grundsätzlich gilt: Verboten ist nichts, solange das Punktekonto nicht überzogen wird. Es gibt auch außerdem sogenannte ZeroPoint Lebensmittel, die unbegrenzt gegessen werden dürfen.

Woher weiß ich, wie viele Punkte ich zu mir nehmen darf?

Das neue "meinWW" geht jetzt mehr auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Interessenten ein. Der Teilnehmer füllt dazu anfangs einen Ernährungsfragebogen aus, der Essgewohnheiten, Lebensstil, Verhalten und das Aktivitätslevel berücksichtigt. Anhand der Antworten wird der Teilnehmer dann in eine von drei Gruppen sortiert:

  • Grün: Mindestens 30 SmartPoints täglich sowie mehr als 100 ZeroPoint Lebensmittel
  • Blau: Mindestens 23 tägliche SmartPoints und mehr als 200 ZeroPoint Lebensmittel
  • Lila: Mindestens 16 SmartPoints täglich sowie mehr als 300 ZeroPoint Lebensmittel

Die SmartPoints werden anhand der individuellen Körperdaten 

  • Alter, 
  • Größe, 
  • Gewicht 
  • und Geschlecht 

errechnet. Ziel des Programms ist ein möglichst individueller Plan, der einen flexiblen Alltag erlaubt und die Umstellung auf eine gesunde Ernährung so leicht wie möglich machen soll. WW verspricht mit dem Prinzip einen Gewichtsverlust von bis zu einem Kilo pro Woche.

Wie werden die Punkte ermittelt?

Die genaue Formel zur Punkteberechnung ist das Betriebsgeheimnis von WW. Fakt ist jedoch, dass diese den Kalorien- und Nährstoffgehalt eines Lebensmittels berücksichtigt. Ein hoher Fettgehalt wirkt sich meist negativ auf den Punktwert aus. Die Punktzahl verdeutlicht also auf einfache Weise, wie gesund oder ungesund ein Lebensmittel ist.

Was kostet die Teilnahme bei Weight Watchers?

WW bietet Monatspässe an, die aus dem Workshop mit Coach, der App und der Nutzung des Online-Angebots bestehen und regulär 42,95 Euro kosten. Wer auf die Treffen verzichtet und nur das Online-Angebot und die App nutzt, zahlt deutlich weniger. Zusätzlich fällt bei allen Angeboten eine einmalige Anmeldegebühr in Höhe von 29,95 Euro an. Außerdem wirbt das Unternehmen regelmäßig mit vergünstigten Konditionen für die Kombination aus Online-Programm und App. Hier lohnt es sich, die Augen offen zu halten.

Gibt es Kritikpunkte am Programm?

Aus gesundheitlichen Aspekten ist gegen WW eigentlich nichts einzuwenden. Das Konzept basiert auf einer langsamen Ernährungsumstellung und die Teilnehmer lernen, bewusster zu essen. Der Abnehmerfolg setzt allmählich ein, was ebenfalls für WW spricht. Die Rezepte basieren vor allem auf ballaststoff- und eiweißreichen Lebensmitteln, die eine gute Energiedichte haben und lange sättigen. Die Treffen mit der Gruppe können helfen, eine Erfolgsgarantie sind sie jedoch nicht.

WW gibt selbst regelmäßig Studien in Auftrag, um die Wirkung des Konzeptes zu belegen. Für "meinWW" beruft sich der Konzern auf eine klinische sechsmonatige Untersuchung aus den USA, bei der die Teilnehmer mit der Methode unter anderem durchschnittlich acht Prozent ihres Körpergewichts abnahmen, außerdem war das Hungergefühl um 24 Prozent geringer. Dabei muss man allerdings beachten, dass an der Studie lediglich 143 Personen teilnahmen und diese von WW selbst finanziert wurde. Somit ist sie nur bedingt aussagefähig.

Wie entstand WW? Von der Idee zum Großkonzern

In den 1960er-Jahren hatte die US-Amerikanerin Jean Nidetch eine Idee, die die Ernährungsbranche nachhaltig umkrempelte. Sie traf sich mit Freunden, um zusammen abzunehmen und sich zu disziplinieren. Es funktionierte. Aus ihrer Idee machte sie 1963 den Konzern Weight Watchers, der in den kommenden Jahrzehnten zur globalen Marke aufstieg. Die wöchentlichen Treffen mit anderen Teilnehmern gelten als bekanntestes Element des Ernährungskonzeptes. Die Gruppentreffen sind jedoch schon lange keine Voraussetzung mehr dafür, WW als Abnehm-Hilfe zu nutzen.

Lesetipps: Du willst noch mehr über mögliche Abnehmvarianten erfahren? Dann schau doch mal in unsere Artikel Intermittierendes Fasten,  Mittelmeerdiät oder DASH-Diät.Ein spannendes Ernährungskonzept ist außerdem die Logi-Methode. Und hier erklären wir noch, wie sich Flexitarier erklären.

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