Ei-Allergie: Was du darüber wissen solltest

Die Ei-Allergie zählt zu den häufigsten Lebensmittelallergien bei Kindern. Hier erfährst du die Ursachen, die Symptome und was dagegen helfen kann.

Was ist eine Ei-Allergie?

Bei einer Ei-Allergie (eigentlich: Hühnereiallergie) reagieren Betroffene mit Symptomen wie Übelkeit oder Bauchschmerzen auf den Verzehr von Hühnereiern. Nach der Milchallergie ist die Ei-Allergie die am häufigsten auftretende Lebensmittelallergie – in erster Linie sind Kinder davon betroffen. Häufig tritt die Hühnerallergie bei Kindern in den ersten zwei Lebensjahren auf und verschwindet mit steigendem Lebensalter von allein wieder.

Laut wissenschaftlichen Studien leiden etwa 0,2 Prozent der gesamten europäischen Bevölkerung an einer Allergie gegen Hühnereier. Bei Kindern verschwindet die Hühnerallergie mit einer Wahrscheinlichkeit zwischen 50 und 80 Prozent im Schulalter. Dass die Allergie gegen Eier bei Erwachsenen entsteht, ist möglich, kommt aber selten vor.

Allergene: Warum lösen Hühnereier allergische Reaktionen aus?

Verantwortlich für die allergischen Reaktionen sind vor allem die Allergene Ovomukoid und Ovalbumin. Folgende Unterschiede gibt es bei diesen Allergenen:

  • Ovomukoid: Ovomukoid ist vor allem im Eigelb, aber in kleinen Mengen auch im Eiklar enthalten und ist der Hauptauslöser für die Allergie gegen Hühnereier. Da es weder durch Hitze noch durch Säure zersetzt werden kann, sorgt es sowohl bei rohen als auch bei gekochten Hühnereiern für Symptome der Allergie.
  • Ovalbuim: Dabei handelt es sich um das Protein, das mengenmäßig am häufigsten in Hühnereiern enthalten ist – genauer gesagt im Eiklar. Ovalbuim wird beim Kochen zersetzt, was bedeutet, dass es nur in rohen Hühnereiern enthalten ist.

In manchen Fällen reagieren Allergiker aber auch auf das in Hühnereiern enthaltene Enzym Lysozym.

Da Hühnereier in vielen verarbeiteten Lebensmitteln als Bindemittel eingesetzt werden, sollten Allergiker immer genau die Verpackung von z. B. Fertigprodukten studieren. Außerdem gibt es Impfstoffe, die auf der Basis von hühnereihaltigem Nährboden hergestellt werden. Vor einer Impfung sollte beim Arzt daher explizit danach gefragt werden.

Symptome einer Ei-Allergie

Eine Allergie gegen Hühnereier kann zu verschiedenen Beschwerden führen, die vor allem im Magen-Darm-Bereich auftreten. Aber auch andere allergietypische Symptome sind möglich. Dazu zählen:

Im schlimmsten Fall sind Atembeschwerden möglich, die zum sogenannten anaphylaktischen Schock führen können. Dieser ist lebensbedrohlich – daher sollte bei Atemnot sofort der Notarzt gerufen werden!

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Therapie: Was hilft bei einer Hühnerei-Allergie?

Bei allen Nahrungsmittelallergien ist es am einfachsten, bei der Ernährung darauf zu achten, das Allergen zu vermeiden – in diesem Fall sollte man also keine Eier konsumieren. Damit fallen Hühnereier aber auch als Proteinlieferant aus – und unser Körper braucht viele Proteine, um zu funktionieren. Alternativ kann man Proteine beispielsweise durch Milchprodukte oder Fleisch aufnehmen. Ein Ernährungsberater kann dabei helfen, einem Mangel vorzubeugen.

Wer extrem stark auf kleinste Mengen Hühnereier reagiert, sollte stets ein Notfallset bei sich tragen, um im Fall des anaphylaktischen Schocks abgesichert zu sein. Ansonsten gilt es, nach dem versehentlichen Verzehr von Hühnereiern genau auf die auftretenden Beschwerden zu achten und entsprechend zu reagieren.

Lesetipps: Hier erfährst du noch mehr über die allergische Reaktion und über typische Allergene. Außerdem erklären wir, was du über die Weizenallergie und die Hautallergie wissen solltest. Und hier erfährst du, wie allergischer Schnupfen entsteht. 

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