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Katzen für Allergiker Die 8 besten hypoallergenen Katzenrassen

Katzen für Allergiker: Eine Frau streichelt eine Katze.
© Luis Alvarez / Getty Images
Ihr seid auf der Suche nach Katzen für Allergiker:innen? Dann kommen diese Rassen wie gerufen, denn sie gelten generell als gut verträglich.

Inhaltsverzeichnis

Laufende Nase, juckende Haut, tränende und gerötete Augen sind Symptome, die sich bei euch automatisch äußern, wenn ihr euch den Raum mit einer Katze teilt? Dann leidet ihr höchstwahrscheinlich an einer Katzenallergie. Was ihr tun könnt, wenn ihr euch trotz Allergie eine Katze wünscht, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Wie wird eine Katzenallergie ausgelöst?

Obwohl viele die Allergie gegen Katzen als Katzenhaarallergie bezeichnen, kann der Begriff irreführend sein. Denn die meisten Allergiker:innen reagieren nicht auf die Haare, sondern auf ein Allergen, das die Stubentiger produzieren. Dies ist vor allem im Speichel, im Urin, in den Talgdrüsen, der Augenflüssigkeit und auf den Hautschuppen der Katzen zu finden. Übertragen werden sie vor allem durch intensives Streicheln und Kuscheln – denn Katzen putzen sich im Laufe des Tages und verteilen so ihren Speichel auf dem gesamten Fell. Zudem können die allergieauslösenden Allergene, die auch als Proteine bezeichnet werden, durch herumliegendes Tierhaar übertragen werden. Katzen, die sehr viel haaren, sind für Allergiker:innen daher oft nicht geeignet.

Katzenhaltung trotz Allergie: Wie ist das möglich?

Wer unter einer Katzenallergie leidet, sich aber trotzdem eine in den eigenen vier Wänden wünscht, sollte sich auf hypoallergene Katzenrassen konzentrieren. Die sind zwar nicht frei von dem problematischen Protein namens Fel d1, allerdings produzieren sie es in viel geringeren Mengen als andere Katzen. Grundvoraussetzung für das Anschaffen einer dieser Katzen ist jedoch, dass die Betroffenen in der Vergangenheit nur sehr geringe allergische Reaktionen gezeigt haben. Haben Katzen hingegen schon immer sehr starke Symptome bei euch ausgelöst, sind auch die hypoallergenen Rassen leider nicht für euch geeignet. Denn es kann nicht gewährleistet werden, dass die Allergiesymptome nach der Anschaffung nicht mit der Zeit schlimmer werden.

Tipps, die ihr euch zu Herzen nehmen solltet, bevor ihr euch eine Katze anschafft

1. Empfehlungen nicht blind vertrauen

Ihr befindet euch gerade auf der Suche nach einer passenden, hypoallergenen Katze, die bei euch einziehen kann? Dann vertraut bitte nicht blind irgendwelchen Empfehlungen. Denn jeder Allergiker und jede Allergikerin reagiert anders auf unterschiedliche Katzenrassen. Während der Eine den Stubentiger trotz Allergie gut verträgt, kann er bei dem Anderen starke allergische Symptome hervorrufen. Konzentriert euch bei der Suche daher ganz auf euch und pflegt im besten Fall zu mehreren Rassen Kontakt, um herauszufinden, welche Katzen ihr am besten vertragt.

2. Allein Zeit mit dem Tier verbringen

Möchtet ihr eine Katze aus einem Tierheim retten oder bei einem Züchter oder einer Privatperson abholen, die nicht nur eine, sondern mehrere unterschiedliche Katzen hält, bitte bei eurem Besuch darum, mit dem Stubentiger unabhängig von den anderen Tieren Zeit verbringen zu dürfen. Denn sonst besteht die Gefahr, dass sich die Katzenhaare der unterschiedlichen Arten miteinander vermischen und fälschlicherweise bei euch Symptome auslösen. Wird euch das ermöglicht, achtet darauf, dass ihr genügend Zeit mit dem Stubentiger verbringt – ihn streichelt und mit ihm knuddelt. Ergeben sich daraufhin keine allergischen Reaktionen, könnt ihr abschätzen, wie gut ihr die Katze vertragt.

3. Katzenhaare mitnehmen

Ist es nicht möglich, mit dem Tier allein Zeit zu verbringen, kann es helfen, ein paar Katzenhaare mitzunehmen und sich diesen in den eigenen vier Wänden auszusetzen. Entwickelt sich daraufhin eine allergische Reaktion, könnt ihr die Rasse für euch ausschließen.

Die 8 besten Katzen für Allergiker:innen

Russisch blau

Diese Katzenrasse sieht mit ihrem grauen Fell und den grünen Augen nicht nur unfassbar schön aus, sie ist auch für Allergiker:innen perfekt geeignet. Denn bei der Russisch blau sind das Deckhaar und die Unterwolle so gut wie gleich lang, wodurch sie nur wenig haart und nur in geringen Maßen das problematische Allergen in der Wohnung verteilt. Da der Stubentiger aber sehr gerne kuschelt und den Kontakt zu seinen Besitzer:innen sucht, ist es ratsam, abzuklären, ob man die Rasse wirklich gut verträgt.

Sibirische Katze

Dass die sibirische Katze über ein verhältnismäßig langes Fell verfügt, macht sie nicht direkt ungeeignet für Allergiker:innen. Denn dieser Katzenrasse wird nachgesagt, dass sie nur wenig des problematischen Proteins Fel d1 produziert, was sie zur perfekten Allergiekatze macht. Wer überlegt, sich diese Rasse anzuschaffen, sollte jedoch wissen, dass die sibirische Katze nicht gerne allein ist.

Balinese

Wer eine Katzenrasse sucht, die sehr aktiv, kommunikativ und gleichzeitig für Allergiker:innen geeignet ist, wird mit der Balinese glücklich. Denn sie ist sehr verschmust, verspielt und kommuniziert mit ihren Besitzer:innen am liebsten über mauzen, knurren oder schnurren. Zudem haart sie nur sehr wenig, was sie zur perfekten Allergiekatze macht.

Siamkatze

Viele Katzenliebhaber:innen schätzen diese Katzenart besonders, denn die Siamkatze besticht durch ihr atemberaubendes Aussehen. Sie verfügt über strahlend blaue Augen, ein samtweiches, kuscheliges Fell, das sich am Körper durch ihre helle und im Gesicht und ihren Tatzen durch ihre dunkle Farbe auszeichnet. Ihre spitzen Ohren machen ihren Anblick schließlich perfekt. Die gute Nachricht: Auch bei Allergiker:innen darf die süße Miezekatze einziehen, denn auch sie gehört zu den hypoallergenen Rassen.

Bengalkatze

Wer sich eine ganz besondere Katze wünscht, sollte sich für eine Bengalkatze entscheiden. Denn ihr Aussehen erinnert an das eines Leoparden oder Tigers. Das ist auch kein Zufall, denn sie stammt ursprünglich von der asiatischen Leopardenkatze ab. Doch diese Samtpfote kann nicht nur durch ihr Aussehen, sondern auch mit ihrem Charakter begeistern. Denn sie ist schlau, sehr aktiv, verspielt und benötigt viele Spielemöglichkeiten sowie Unterhaltung und Zuneigung. Deshalb baut sie oft eine starke Bindung zu ihren Besitzer:innen auf. Katzenallergiker:innen müssen sich diesbezüglich allerdings keine Sorgen machen, denn auch sie können mit dieser tollen Katze in der Regel problemlos kuscheln.

Rex-Katze

Die Rex-Katze ist eine ideale Haus- und Familienkatze, denn sie gilt als sehr anhänglich und liebesbedürftig. Auch sie baut, ähnlich wie die Bengalkatze, eine starke Bindung zu ihren Besitzer:innen auf und lässt sich gerne von ihnen knuddeln und streicheln. Da die Rex-Katze das problematische Allergen Fel d1 nur in geringen Mengen produziert, können auch Allergiker:innen ihre Gegenwart genießen.

Burmakatze

Die Burmakatze verfügt über eine mystische Vergangenheit – denn Erzählungen besagen, diese Katzenrasse soll ein Abkömmling der Kurzhaarkatzen sein, die in den birmanischen Tempeln verehrt wurden. Dabei könnten vor allem ihre Augen eine große Rolle gespielt haben, die mit ihrer goldgeben Farbe fast hypnotisch wirken. Zudem ist die Burmakatze auch bei Allergiker:innen sehr beliebt. Denn sie verfügt über kaum Unterwolle und haart deshalb nur sehr wenig.

Sphynx

Die letzte Katzenrasse, die sich für Allergiker:innen eignet, zeichnet sich durch eine ganz besondere Eigenschaft aus: Denn ihr fehlt gänzlich das kuschelige Fell, über das Katzen normalerweise verfügen. Die Sphynx gehört daher den klassischen Nacktkatzen an. Trotz ihres fehlenden Fells fühlt sich diese Katzenrasse weder rau noch unangenehm an – im Gegenteil, ihre Haut wird von Katzenliebhaber:innen als sehr weich und angenehm beschrieben.

Doch auch wenn ihr das Fell fehlt, sollten Katzenallergiker:innen keine voreiligen Schlüsse ziehen. Denn die Sphynx verfügt im Gegensatz zu den anderen hypoallergenen Katzen über einen verhältnismäßig hohen Wert des problematischen Allergens. Testet daher unbedingt vorher aus, ob ihr die Nacktkatze vertragt oder nicht.

Wichtiger Hinweis: Wer seine Katze nur in den eigenen vier Wänden, sprich eine Hauskatze halten möchte, der sollte sich nicht nur eine, sondern gleich zwei Katzen anschaffen. Denn wenn eine Katze nicht rausgehen darf oder kann, braucht sie eine weitere Samtpfote, mit der sie sich beschäftigen, austauschen und kuscheln kann.

Katzenhaltung trotz Allergie: Ist das wirklich sinnvoll?

Das Leben mit einer Katzenallergie kann manchmal ganz schön unfair sein – vor allem wenn man schon ewig von einer eigenen Katze träumt. Doch wer glaubt, das Problem sei durch die hypoallergenen Rassen gelöst, liegt falsch. Zwar vertragen Allergiker:innen diese in der Regel sehr gut, es schützt sie aber nicht davor, im Laufe der Zeit eine allergische Reaktion gegen sie zu entwickeln. Denn eine Katzenallergie kann sich ohne Vorwarnung verschlimmern. Oft führt das dazu, dass die Betroffenen ihre geliebten Samtpfoten gezwungenermaßen wieder abgeben müssen. Das fällt nicht nur den Katzenliebhaber:innen schwer, sondern auch dem Tier, das schnell eine Bindung zu euch aufgebaut hat. Wägt daher die Vor- und Nachteile einer Anschaffung trotz Katzenallergie weise ab, bevor eine Baby- oder eine ausgewachsene Katze bei euch einziehen darf.

Von diesen Katzen sollten Allergiker:innen generell Abstand nehmen

Ihr möchtet euch trotz all der Risiken eine Katze anschaffen? Dann wollen wir euch noch diese zwei Tipps mit auf den Weg geben:

  • Achtet beim Aussuchen eurer gewünschten Katze darauf, dass es sich auch wirklich um eine Katze und keinen Kater handelt. Denn die männlichen Katzen schütten mehr Allergene aus als die weiblichen, was sie für Allergiker:innen als Haustier ungeeignet macht.
  • Habt ihr die Katze eurer Träume gefunden, die ihr trotz Katzenallergie gut vertragt, lohnt sich nach einiger Zeit der Besuch beim Tierarzt oder der Tierärztin. Denn das Kastrieren der Katzen kann die Ausschüttung der problematischen Allergene nochmal zusätzlich hemmen.
Brigitte

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