Penicillin-Allergie: Symptome und Behandlung

Was genau ist eine Penicillin-Allergie, welche Symptome können auftreten und welche Behandlung hilft dagegen? Wir beantworten die wichtigsten Fragen!

Was ist eine Penicillin-Allergie?

Bei einer Penicillin-Allergie reagiert der Körper mit verschiedenen Symptomen wie Ausschlag und Juckreiz auf Penicillin. In diesem Antibiotikum befinden sich verschiedene Wirkstoffe, beispielsweise Amoxicillin. Penicillin wird aufgrund seiner starken Wirkung bei verschiedenen Bakterien und weil es besonders gut erforscht ist, viel verordnet. Gegen die Symptome können beispielsweise Antihistaminika verschrieben werden.

Mehr als zehn Prozent aller Deutschen leiden an einer Penicillinallergie. Ob eine Allergie vorliegt, lässt sich durch einen Hauttest (Pricktest und Provokationstest) bestimmen – der Arzt entscheidet in dem Fall, ob aufgrund der vorliegenden Krankheit ein anderes Antibiotikum verordnet werden kann oder ob man die Beschwerden der Allergie in Kauf nehmen muss, weil die Verabreichung von Penicillin unumgänglich ist. Penicilline gehören zur Gruppe der sogenannten Betalaktamantibiotika. Zu dieser Gruppe der Breitband-Antibiotika gehören auch die sogenannten Cephalosporine.

Risikofaktoren: Warum entsteht eine Penicillin-Allergie?

Der Mechanismus ist bei einer Penicillinallergie derselbe wie bei anderen Allergien (z. B. Heuschnupfen): Das Immunsystem stuft das Penicillin als Gefahr ein und löst eine Abwehrreaktion aus. Neben relativ harmlosen Symptomen kann die Penicillinallergie auch zu schweren allergischen Reaktionen wie dem anaphylaktischen Schock führen. In diesem Fall sollte sofort der Notarzt gerufen werden!

Welche Symptome gibt es?

Bei einer Penicillin-Allergie können beim Soforttyp die Beschwerden unmittelbar auftreten (dies ist meist bei dem natürlichen Penicillin G und V der Fall), aber auch mit etwa fünf bis 14 Tagen Verzögerung (meist, wenn das Medikament Amoxicillin enthält). Folgende Allergie-Symptome können bei Patienten auftreten:

  • Hautausschläge (z. B. Quaddeln oder Pusteln, Nesselsucht)
  • Juckreiz
  • Fieber
  • Ekzeme
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Atemnot
  • Anaphylaktischer Schock (auch "Anaphylaxie", in schweren Fällen)

Penicillintherapie: Was hilft bei einer Penicillin-Allergie?

Um die Beschwerden der Penicillin-Allergie zu lindern, werden vor allem Salben mit Kortison oder Antihistaminika verschrieben. Sofern die Therapie mit Penicillin nicht unumgänglich ist, sollten Krankheiten bei einer Allergie mit anderen Antibiotika behandelt werden. Langfristig hilft auch eine Hyposensibilisierung.

Videotipp: Kälte-Allergie: So extrem reagiert eine 21-Jährige auf Minusgrade

21-Jährige geht raus in die Kälte: Plötzlich verändert sich ihre Haut extrem!

Wer hier schreibt:

Themen in diesem Artikel
Brigitte-Newsletter

Brigitte-Newsletter

Trends und Tipps aus den Bereichen Mode & Beauty, Reise, Liebe und Kochen - lies zum Wochenstart das Beste von Brigitte.