Pricktest: Ablauf des Tests und Kostenpunkt

Durch einen Pricktest lässt sich eine mögliche Allergie diagnostizieren. Hier erfährst du, wie der Test abläuft und welche Kosten dabei entstehen können.

Was ist der Pricktest?

Ein Pricktest ist ein Allergietest, mit dem man schnell und unkompliziert herausfinden kann, ob jemand auf ein bestimmtes Allergen sensibel reagiert. Der Pricktest eignet sich, um Allergien vom Typ I, dem sogenannten Soforttyp, zu identifizieren. Dazu zählen rund 90 Prozent aller Betroffenen. Das Wort "prick" stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie "Stich" oder "stechen", was sich auf die Durchführung des Tests bezieht.

Wann sollte ich einen Pricktest durchführen lassen?

Wenn der Verdacht auf eine Allergie besteht, ist der Allergietest das erste Mittel der Wahl. Der Standardtest umfasst zwischen 15 und 20 verschiedene Allergieauslöser, dazu zählen beispielsweise Allergene der Pollenallergie (z. B. Heuschnupfen), der Hausstauballergie, Tierallergene wie die Katzenallergie oder Schimmelpilzsporen. Wird eine ungewöhnlichere Allergie vermutet, können auch diese durch Allergietests nachgewiesen werden.

Wie läuft der Pricktest ab?

Ein großer Vorteil des Pricktests ist, dass er ambulant durchgeführt werden kann und man im Anschluss nicht erst auf die Ergebnisse einer Laboruntersuchung warten muss. Jeder Arzt, der Erfahrung mit Allergiebehandlungen hat, kann ihn durchführen.

Auf die Haut des Patienten (meist auf die Innenseite des Unterarms) werden dafür allergenhaltige Testlösungen getropft. Anschließend ritzt der Arzt mit einer Prick-Lanzette oder -Nadel die Haut an. So gelangen die Lösungen in den Körper. Liegt eine Sensibilisierung oder eine Allergie vor, reagieren die sogenannten Mastzellen des Immunsystems darauf durch Allergie-Symptome wie:

  • Rötungen
  • Quaddeln
  • Juckreiz

Es sind Fälle bekannt, bei denen der Hauttest zu einem lebensbedrohlichen allergischen Schock ("Anaphylaxie") geführt hat. Das kommt allerdings sehr selten vor.

Zusätzlich werden eine sogenannte Negativ-Kontrolle und eine Positiv-Kontrolle durchgeführt. In der Positiv-Kontrolle ist Histamin enthalten – der Botenstoff sollte immer zu einer Hautreaktion wie z. B. einer Quaddel führen (es gibt übrigens auch eine Histaminunverträglichkeit – hier erfährst du mehr darüber!). In der Negativ-Kontrolle befindet sich Kochsalzlösung, die keine Reaktion hervorrufen sollte.

Bereits nach etwa 15 bis 20 Minuten kann der Pricktest ausgewertet werden. Anhand der aufgetretenen Symptome kann der Arzt leicht abschätzen, ob eine Allergie vorliegt. Auch lässt sich anhand der Stärke der allergischen Reaktion bestimmen, wie heftig die Allergie ist.

Welche Kosten verursacht der Pricktest?

Die Kosten werden nach der Anzahl der verwendeten Testlösungen berechnet. Da es sich um ein Standardverfahren zur Allergieerkennung handelt, werden die Kosten von den Krankenkassen übernommen.

Welche anderen Hauttests gibt es noch?

Neben dem Pricktest gibt es zum einen auch einen Intrakutantest, der zwar als sensibler als der Pricktest bei bestimmten Allergenen gilt, allerdings auch etwas aufwendiger ist. Zum anderen gibt es noch den Epikutantest – dabei handelt es sich um einen Provokationstest, der verwendet wird, um Spätallergien zu erkennen. Zu Spätallergien zählen die allergischen Reaktionen, die erst mit deutlicher zeitlicher Verzögerung nach dem Kontakt mit einem Allergen auftreten.

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